Treibt man ein Tier in die Enge, neigt es dazu, zu beissen. So hat die Natur es auch vorgesehen. Im Grunde ist man mit einem Fluchtreflex ausgestattet, was auch Sinn macht, ist auch dieser null und nichtig, wenn vor einem der Gegner und hintern einem die Wand ist. Da gibt es nur nur 3 Möglichkeiten: Stehend sterben, die Flucht nach vorn oder der Kampf mit dem Gegner, egal, wie es ausgeht.
Die Endgültigkeit impliziert im Grunde nur Möglichkeit 1.....einfach stehend sterben. Der Kampf als solches...? Es kommt darauf an, wieviel Kraft man noch meint aufbringen zu können. Macht es Sinn? Beruhigt es den eigenen Stolz, oder ist es vielleicht doch erstmal besser, die Flucht nach vorn anzutreten.
Ich bin sehr lange Jahre gern geflüchtet, und ich war schnell, so schnell, das mancher es noch gar nicht gemerkt hatet, das ich schon längst als Kondensstreifen am Horizont ne weisse Färbung hinterliess. Dann gab es Zeiten des Kampfes, böser Kämpfe, tränenreicher Kämpfe, bis zur Selbstaufgabe, Selbstzerfleischung....brutaler Mittelwahl, Taktik wo man nur hinsah, mit dem Blick auf das Ziel, welches es auch immer sein sollte.
Nur einfach stehenbleiben, das konnte ich nie, drückte ich doch meist mit aller Macht gegen die Wand hinter und den Gegner vor mir, selbst wenn dieser Gegener ich selbst war. Eigentlich ein Gegner, den ich immer sehr ernst nahm, den einzigen ernstzunehmenden Gegner?
Es sind gerade die tiefen Wunden, die man sich immer wieder gern selbst aufreisst und nicht genau weiss, warum man das tut. Ist es der Wunsch, sich selbst anzuschreien, zu bestrafen, für was?
Ist es ähnlich wie mit den Borderlinern, die sich Schmerz zufügen, öffentlich für alle Nahestehenden, sich Ritzen, Rasierklingen schlucken, nur intimer? Für sich, ohne das jemand von Außen das bewusst mitbekommt. Stilles Leiden und stiller Schmerz ausgehalten? Lachende Fratzen nach Außen, Dunkelheit drinnen, immer mit dem Gegener "Ich" vor dem Auge?
Kann man vor sich selbst überhaupt weglaufen? Und wenn ja, wie lange soll das dauern?
Kann sich selbst bekämpfen? Wer knickt wohl eher ein?
Soll man einfach stehend sterben? Und findet damit ein gütliches Ende? Oder liegt man schlußendlcih nur einfach in gleichem Sinneszustand auf dem Boden, nicht mehr auf Augenhöhe mit der Umwelt.
Was ist also der Weg, wenn der größte, und auch einzige Gegner man selbst ist?
Mit dem Rücken zur Wand?
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