Montag, 29. November 2010

Rechtfertigungen und andere Zwangsmaßnahmen

Es fällt mir immer wieder auf, bzw. erwischt es mich zwischenzeitig immer wieder, das ich mich für gewisse Verhaltensmuster rechtfertige. Oftmals sind es immer die gleichen Dinge, die hinterfragt werden. Es sind dann diese Moment, wo ich mich fremd fühle, fremd inmitten meiner Mitmenschen, von denen sich sogar manche Freunde nennen (dürfen), oder sich auch nur schimpfen, gern sein würden oder mal waren.

Dieser Blog gab Anlass dazu, das war durchaus beabsichtigt, denn es ist schwierig für mich geworden, zeitnah Gedankenaustausch zu betreiben, vor allem, wenn es nur wenige Menschen gibt, die diesen Gedankenaustausch mit- und aushalten oder auch führen möchten. Das werfe ich keinem Menschen vor. Viele bekommen es auch einfach nicht hin, sich selbst so runterzufahren um gedankenverloren ganze Weltbilder zu hinterfragen. Ich denk, das ist Charaktersache, und vor allem bei vielen auch die Angst, vielleicht etwas zu sehen, an sich selbst zu beobachten, was man gemeinhin als beängstigend bezeichnen könnte.

Vor einigen Tagen starben 2 Jugendliche, auf ziemlich üble Art und Weise. Der Täter wird nun durch die Presse gezerrt, zerfetzt, dem Erdboden gleich gemacht. Mag seine Berechtigung haben, um den Hass, die Trauer, die Wut und den unendlichen Schmerz der Betroffenen oder auch der Unverständnis der Millionen Unbeteiligten Betroffenheitsjünger auszuleben. Als ich heute im Büro das Bild des Täters in der "liest keiner" BILD sah, war mein erster Gedanke "was wurde diesem Jungen bloß angetan?" Dies nur laut zu denken, wie ich es tat, entfachte um mich herum blankes Entsetzen. "Dieses Schwein" Ich sah dieses Bild, las die Unterschrift "diese kalten Augen" und sah selbst weiche, fast kindliche Augen, die in die Kamera blickten. Aber dieser Junge hat getötet, nicht nur diese beiden Kinder, auch Tiere, mit Luftgewehren, Mikrowellen, war gewalttätig, ein Brandstifter, ein Alkoholiker...ein schlechter Mensch? Ein Freak? Was ist diesem Jungen, diesem Kind passiert? Wer trägt Schuld daran? Wer will richten? Die Gesellschaft, die mit Sicherheit eine (wenn nicht sogar große) Teilschuld daran hat, das Kinder diese Entwicklung nehmen? Die "Hängt den weg Fraktion"? Ich weiss es nicht. Wo wurde dieses Kind auf seinem Weg vergessen?

" Wie kannst Du nur solche Gedanken haben, wie kannst Du hinterfragen, was dem kranken Typen da widerfahren ist?" Die armen Kinder, die armen Eltern....

Wo verlieren Kinder ihr kindliches Gesicht und werden zur mordenden Fratze mit Kleinjungenaugen?

Und wieder weiss ich, der Großteil der das vielleicht gerade liest denk sich jetzt "Die hat sie doch nicht mehr alle, wie kann man sich solche Gedanken überhaupt machen" :-)

Und genau das ist es, was mich manchmal selbst als Freak fühlen lässt, ein Freak zwischen durchaus vielen liebenswerten Menschen, die aber nicht aufhören können, mich dahingehend zu hinterfragen, ob das noch gesund ist, was ich tu. Ich fühle mich gut, dies nochmal zur Beruhigung aller die mich mögen, und zur Erklärung an all diejenigen, die mich gerade vielleicht kennenlernen (wollen). Traut Euch in meine Welt, es wird da nichts passieren, weder Euch noch mir....aber ihr müsst das schon aushalten, sonst werden sich unsere Wege schnell wieder trennen, nicht, weil ich jemanden nicht mag, sondern weil ich ich keine Bindung spüre, die Bindung, genau so angenommen zu sein, wie ich bin.....bisschen anders halt :-)

Sonntag, 28. November 2010

Schwimmen ist Krieg

Man ist ja aus dem Startblock bei MTB Rennen einiges gewohnt. Aber das kann immer noch getoppt werden. So gesehen und kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen heute.

In einem nicht näher benanten großen neuen Freizeitbad hier umme Ecke ereigneten sich heute komische Dinge. Da dachte sich ne Frau, nennen wir sie Frau "Geh mal ne Stunde schwimmen"

Das Becken war überschaubar gefüllt, sehr übeschaubar würde ich sogar sagen. Also genug Platz für alle 20  Menschen die im großen Wettkampfbecken sich genügend verteilen könnten.

Nun muss es aber auch beim Schwimmen wohl so sein, das Mutti und Freundin wie beim Stöckchenlaufen  nebeneinander schwimmen müssen, nicht ohne die ganze Zeit belanglosen Ehegattinen-Sermon abzulaichen. Gut, ist ja kein Problem, das Becken ist ja breit genug (sowohl das eine, als auch das andere, also das mit Wasser)

Aber nein, es scheint so zu sein, das proportional zur eigenen Beckenbreite der nötige Platz für schwimmende, noch Gott sei Dank recht schlanke Mitschwimmerinnen, eingeschränkt werden muss.

So dürfte der irgendwann stattgefundene "Vollkontakt" meines Radfahrerinnenbeines an, ich mutmaße mal, ihren Oberschenkel durchaus schmerzhafter gewesen sein, als für mich. Es dauerte ja auch nur 3 Bahnen, bis sie mit soweit auf meiner Bahn entgegengekommen war, das es nur ne Frage der Zeit war, bis es schepperte.

Es kam, gut für sie, kein Ton über ihre Lippen, danach waren aber wieder respektvolle 2 Meter zwischen mir und ihr.

Natürlich schwang ich erst meinen sportlichen Körper im Bikini vor ihren Augen schwerst elegant aus dem Becken, als ma wieder Päusken und Schwätzeken am Rand angesagt war,  lächelte noch Ihrem Gatten zu, der, so habe ich es eine Bahn voher mitbekommen, doch auch mal langsam nach Hause wollte. Gut, er hatte es nun auch figurmässig nicht so nötig wie Madame :-) und schaute wohl lieber nur den jungen Dingern beim flanieren zu :-)

Sonntag, Gruseltag

Keine Ahnung, ob es nur mir so geht, aber Sonntage fand ich schon von Kindesbeinen an ganz furchtbar.

Als Kind waren sie geprägt von Familienbesuchen, Essen bei Omma und dem Anblick meines Vaters nach dem Frühschoppen. Gibt prägenderes für nen Kind, aber ich bin in einen quasi "Sonntags-Hass" reingewachsen.

Später kamen die typischen "Sonntags-Depris" nach exsessiven Partys dazu. Man wacht Mittags auf (wenn man brav war und Glück hatte auch allein), könnte im Grunde gleich losheulen und schafft es selten aus dem Bett, da die Rübe groß wie Rathaus und auch sonst nicht viel los war. Gegen 18 Uhr kehrten dann langsam die Lebensgeister zurück und schon war Montag.

Als ich heute früh wieder einmal viel zu früh wach wurde, ging auch gleich die Denkmaschine los "Was machen mit diesem Tag?" Gut, die Zeiten von Familie besuchen und bei Omma essen sind lange vorbei, was auch gut so ist, aber auch so ist Gesellschaft nicht so mein preferiertes System an Sonntagen  (immer noch nicht)

Gut, nach den obligatorischen 2-3 Bechern Kaffee im Bett und nem Müsli, in ebenwelchem und Spongebob im TV (jajajajajajajajaja), begrüße ich gerade die Möglichkeit, ein wenig schwimmen zu gehen. Zum einen tut mir irgendwie eh alles weh  vom Biken gestern und zum anderen hat man da, normalerweise, auch eine angenehme Ruhe vor Gesprächen und Kindergebrüll (zumindest im Sportbecken) Einzig die Tatsache, das ich dort keine Musik hören kann, zieht mich quasi im Moment noch etwas weg von dem Gedanken, gleich erstmal mein Schwimmzeuchs zu suchen.

Mal sehen, um wieviel Uhr ich hier immer noch "endentscheide" Aber erstmal noch nen Kaffee!

Freitag, 26. November 2010

Fitze Fitze Fatze, Fitze Fitze Facebook

Ich spare mir die Überlegung, was die Welt vor 20 Jahren gemacht hat. Ohne Facebook, ohne Studi.VZ, ohne Blogs wie diesem hier, ohne diesen Communitywahn, den, wenn man wirklich ehrlich ist, echt kein Schwein braucht.

Aber, man braucht auch keine 3 bis 300 Paar Schuhe oder mehr als 1 oder 2 Jacken, 1 Rad, oder mehr als einen Kerl im Leben (ansich braucht man, verzichtet man aufs Reprodzieren, noch nicht einmal den einen), aber man will es!

Manche brauchen es, wieder andere schwimmen im Strom der Facebookler, vzler und myspacer gerne und viel mit. Wie meinereiner. Es macht mir Spass.

So kam es nun, das ich zu meinem eigenen Profil bei Facebook, gestern auch noch den Verein, in welchem ich, zwar mehr passiv als aktiv "fahre", aber deren Trikot ich gern und viel trage, während ich so allein meine Runde auf dem MTB ziehe, ans Facebook-Netz gebracht habe.

Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Donnerstag, 25. November 2010

Häschen in der Grube

Also wenn einem morgens auf dem Weg zur Arbeit die Melodien von Soundgardens "Black hole sun" aus den mittlerweile schon arg mitgenommenen Hecklautsprechern entgegen blöckt, man aber im Kopf, aus welchen Gründen auch immer, dazu grad die Melodie vom "Häschen in der Grube" hat, muss sich vielleicht mit dem Gedanken auseinandersetzen, das man entweder nicht mehr richtig tickt, oder dies ein komischer Tag werden kann.

Gucken wir ma wa?

Mittwoch, 24. November 2010

Gräber und Schubladen

Begraben wir?  Oder ist es eigentlich vielmehr ein temporäres Vergraben von Dingen, Momenten, Wünschen, Träumen, Menschen (physisch wie auch symbolisch).

Wie oft hat man sich vielleicht vorgenommen, oder gesagt „...das kann ich wohl abhaken, den Glauben daran habe ich verloren, das begrab ich mal lieber, besser is das....“

Schaut man sich doch einfach mal das gängigste Beispiel an, Beziehungen und die darauf projizierten eigenen Vorstellungen und Wünsche. Wie oft sagt man sich nach (vielleicht mal wieder) gescheiterten Beziehungen „...daran glaub ich nicht mehr“, sei es die Liebe ansich, oder die Vorstellung, das diese allein für eine Beziehung reicht, oder man in seinem Partner sein perfektes Pendant findet. Man „begräbt“ diese Vorstellung des eigenen Ideals, geht’s einem doch damit eigentlich auch besser. Was nicht funktioniert, vielleicht zum wiederholten Male nicht, kann vielleicht auch einfach nicht gut sein. Punkt. Macht man halt Abstriche (wegbuddel, bockig drauftret)

Bis zum nächsten Mal....denn da geht man hin, nimmt sich sein kleines Schüppchen und erinnert sich, das da mal was begraben wurde, und gräbt es wieder aus. Es könnte doch vielleicht nun.....na so ganz gibt man Hoffnungen, Wünsche und Ideale doch nicht auf....oder nicht?

Oder man trainiert auf einen bestimmten sportlichen  Erfolg hin, ackert, verzichtet und scheitert, fällt, rackert sich wieder hoch, macht weiter, bis das Scheitern vielleicht überhand nimmt und man sich fragt: „Macht das eigentlich Sinn?“ Ich erinnere mich in solchen Moment immer an diesen lustigen Pianisten der Sesamstrasse, der immer völlig demotiviert seinen Kopf auf sein Klavier schlug und jammerte: „Ich werde das niemals schaffen, niiiiiiiemals“ Bäm!

Was tut man? Man begräbt gleich? Oder vergräbt doch besser eine Zeit seine Ideale, seine Hoffnungen, das all die Arbeit auch mal zu Erfolgen führen kann und macht weiter. Nur mit weniger Druck. Bis plötzlich wieder das Gefühl da ist, auf einem guten Weg zu sein. Dann kommt das Schüppchen....und man findet es wieder geil. Man steht hinter den ganzen Dingen. In der Liebe, dem Leben, man fängt wieder an, sein Ding zu verteidigen. Seinen Weg, seine Ideale und eröffnet sich selbst und auch dem Menschen gegenüber, zu beweisen, das es auch so ist.

Für mich hat das Wort „Grab“ daher einen faden Beigeschmack. Denn sowohl Menschen, die sterben, als auch Wünsche, Hoffnungen, Ideale, Träume, tragen wir eigentlich immer weiter mit uns herum, es ist nur in manchen Moment „bequemer“ und vielleicht auch weniger belastend, sie im Kopf zu behalten.

Temporäre Aufbewahrungsschublade trifft es eher.

Schublade auf, Zeuch rein, Schublade zu und ab und an mal dran gehen und reinlinsen, wieder finden, rausnehmen, angucken, vielleicht auch erst mal wieder reinlegen wenn es einen hämisch angrinst („Los nimms und scheiter direkt wieder Du Graupe“).

Dann ist es vielleicht noch nicht an der Zeit.





Donnerstag, 18. November 2010

Menschen Teil 1 "Lieblingsneurotiker"

Wo wir gerade mal dabei sind. Also bei Menschen, die mich begleiten, auf welchen Wegen auch immer. Manche lang, manche länger, manche erst seit Kurzem. Sie haben alle eine Bedeutung, wenn auch auf eine manchmal sehr schräge bis grenzwertig besorgniserregende Art und Weise :-)

Namen in " " gesetzt sind "Künstlernamen" dieser Personen, da ihre Identät auch gern da bleiben sollte, wo sie hingehört, nicht in die Öffentlichkeit gewürfelt, aus unterschiedlichsten Gründen.

Ich erwähnte, das mein Hang zu komischen Charakteren schon immer rotfadig mein Leben durchzog. Nennen wir ihnen meinen "Lieblingsneurotiker", den ich, wie sollte es anders sein, auf einer MTB Tour kennenlernte. Still in der Art, provokativ in selbiger. Das macht Frau neugierig. Und ein "Soloausritt" zweier Menschen mit Bergrädern war unausweichlich. Der wird seinen Mund schon aufkriegen. Bekam er.

Leider kommen wir heute nur noch selten bis gar nicht dazu, die Räder zusammen zu benutzen. Andere Dinge verblieben bis heute in den Untiefen der Seelen und des Gedächtnis zweier komischer Menschen,  von dem einer nicht wirklich vom anderen loszukommen scheint. Obschon der weibliche Part wohl schon mehr als ein Mal den männlichen Protagonisten dieses zwischenmenschlichen Daseins hätte an die Wand klatschen können, ob seiner mitunter extrem launischen Art und Weise. Aber es wurde auch schon viel gelacht und verzichten auf diesen Typen...nee, mag ich nicht. Auch wenn er manchmal echt nur in niedrigen Dosen zu ertragen ist. Aber ich schätze seine extrem direkte Art und Weise, seine "Anliegen" auf den Punkt zu bringen. Wir sprechen da eine Sprache, und die sehr gut :-) Er ist mein Bürobegleiter in Mail-Form für den Lacher zwischendurch und neckische Blödereien. Und je länger er mir erhalten bleibt, umso besser.

Beklopptes in aller Frühe

Kann mr mal jemand sagen, wie zum Geier man auf die Idee kommt, ein Lern-Piano (ab 2 Jahre) mit den so gängigen deutschen "Nebensprachen" wie Englisch, Französisch und Spanisch auszuliefern????

Türkisch, Russisch, Polnisch, das würde ja noch Sinn machen....

Toll insofern, als das es ein Geburtstagsgeschenk für meinen kleinen Seelenverwandten Max werden soll, der HEUTE seinen 2. Geburtstag hat. Das kleine Piano kam natürlich gestern Abend erst hier bei mir an.

Nun bleibt mir nix anderes, als nachher zwischendurch mal eben nach TOYS zu flitzen, um etwas adäquates anderes zu organisieren, womit ich dann heute Nachmittag die Augen meines kleinen Freundes Max leuchten lassen kann.

Dienstag, 16. November 2010

Warum nen Blog und warum heute!

Es gibt so Tage, da wacht man Nachts auf (in meinem Fall war dies um 3:10 Uhr) und denkt sich, es muss sich was ändern. Es wird sich was ändern. Ballast wird fliegen müssen, sonst wirds finster in allen Belangen.

Es flog, um 3:15, der erste Ballast ab, ne Entscheidung wurde getroffen, diese neumodisch via SMS mitgeteilt, aber geschlafen wurde danach auch nicht mehr. Denn es war eine für mich endgültige Entscheidung.

Ich fuhr, weil mir danach war, dann um 5:15 mit dem Bike zur Arbeit, da ich danach auch direkt weiter wollte. Mein Bike und ich standen auf Kriegsfuss. Seit Wochen. Krankheiten, seelischer Mistdreck, das volle Programm. Auch das musste sich ändern. Das klappt in der Regel bei mir dann nur mit "Konfrontation". Knappe 650 zum Teil schmerzhafte HM waren es am Ende bei 17 km .-) Aber ich fühlte wieder so etwas wie Freiheit. Glück. Schwarz ;-)

Denn ich kam mit dem heutigen Tage das erste Mal seit Wochen mit einem Grinsen nach dem ersten Anstieg an. Lags am nächtlich abgeworfenen Ballast, der mich seit Wochen weder durchgängig schlafen liess noch sonderlich weiterbrachte? Möglich. Mein Rad sprach wieder mit mir und ich mit ihm, auf den Wanderwegen A8 bis sonstwo unterwegs dachte ich an meinen Freund Markus (gucksu rechts in meiner Blogliste). Er, der immer in den letzten Monaten im Kopf präsent war, mir das Wissen hinterliess, in ihm einen Ansprechpartner und Freund zu haben, wenn ich mal wieder nicht wusste, wohin mit dem ganze Dreck. Er, der geduldig wartete, bis von mir wieder nen Lebenszeichen kam, und niemals bemängelte, das es mehr oder minder manchmal wenig bis auch mal gar nicht kam. Der Typ hat übrigens den 35. und auch nun 36. Geburtstag  mit mir verbracht, wenn auch jeweils nur für ein paar Stunden. Bei lustigen Dingen wie Bäumchen pflanzen (2009) und beim Schmieden (2010)

Und ich dachte an seinen Blog, der mich zwar hin und wieder mit meinem Schulenglisch "a little bit" überforderte, ich ihn aber regelmässig lese und seine Gedanken einfach als Inspiration sehe. Und dachte daran....lass ihn, und vielleicht auch ein paar andere an meinen manchmal doch sehr komischen Gedankenfetzen teilhaben.

Philipp Poisel - Für keine Kohle dieser Welt

Ihm möchte ich diesen Song mehr oder minder widmen....wenn er sich vielleicht doch mal wieder fragt....warum rührt sie sich nicht, was is da los, und weil es der Song war, der mir heute Nacht um 3:00 Uhr durch den Kopf ging und meinen Entschluss, einen Menschen aus meinem Leben zu streichen (wieder einmal) maßgeblich beeinflusste.

Philipp Poisel halte ich überhaupt für das Größte, was in den letzten Jahren auf den doch
oft sehr fragwürdigen Musikmarkt gewürfelt wurde.

Und plötzlich fühlte sie sich freier, heute auf dem Rad und gerade vor der Tastatur!

Warum diese freundliche und aufmunternde Blogfarbe Schwarz?

Nun, die Frage ist schnell beantwortet: Schwarz ist toll! Na das ist doch mal ein Grund oder?

Im Ernst, ich halte und empfinde Schwarz als eine warme Farbe, auf viele wirkt sie trübsinnig, eben dunkel, wie sie zweifelsohne auch ist, keine Frage. Für mich war die Farbe Schwarz immer eine "Einstellung". Im Dunklen des menschlichen Körpers aufgewachsen, behütet und warm, wurden wir mit dem Zeitpunkt unserer Geburt ins Licht genötigt. Ungeschützt, nackt. Irgendwann veschwinden wir, mehr oder weniger gut geraten, wieder im Dunklen. Zumindest, was die sterblichen Überreste angeht, in einer schicken dunklen Urne oder einer Kiste namens Sarg.

Licht ist Leben, wir brauchen Licht, um zu überleben (isjanunmalso). Aber ich habe mich als Kind schon gern unter dunklen Decken und in dunklen Ecken verkrümelt, nicht um mich zu verstecken, sondern um mich abzukapseln, die lauten Geräusche von Draussen stumpfer wirken zu lassen, um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nachdenken funktioniert bei mir vorzugsweise auch nur wirklich Nachts in meinem Bett, was den nötigen Nachtschlaf raubt. Aber irgendwas ist ja immer.

Ich freue mich, im Gegensatz zu vielen anderen, immer sehr auf die Herbst- und Winterzeit, lange dunkel Morgens, früh dunkel Abends. Es beruhigt mich, nicht alles im grellen Tageslicht sehen zu müssen.

Das heisst nun im Umkehrschluss nicht, das ich keine Sonne brauche, doch doch, für meine, sagen wir mal, doch recht flexibel agierende Psyche ist Licht schon wichtig, um sich nicht ganz im Gefühl der dunklen Gedanken zu verlieren. Sonne ist toll.

Leben ist toll, auch wenn das hier vielleicht, nein mit Sicherheit, hier und da nicht immer so rüberkommen mag.

Darum Schwarz! Weil ich mich drin wohlfühle, und wer hier Depressionen bekommt, muss woanders lesen :-) So oder so!