Jeder Mensch trägt ansich, je älter er wird, gewisse Dinge weiter mit sich, die ihn im Laufe seines Lebens ereilt haben. Schlimmstenfalls haben sie tiefe Wunden hinterlassen, dessen Heilung schon allein deswegen so lange dauerte, weil der Anlass im Vergleich zu den alltäglichen Rückschlägen schon brutaler war.
Je länger es her ist, umso gefährlicher sind diese Wunden. Geraten sie doch, naturgemäß, immer weiter in Vergessenheit, vor allem, wenn Anlässe zur Reaktivierung des Erlebten einfach nicht da sind. Gerade erfahrene Wunden hat man da meist noch besser im Gedächtnis, man geht in die Vermeidung von Situationen, schon präventiv, weil man weiss, wohin es schlußendlich führen kann. Liegt etwas vielleicht schon Jahrzehnte zurück, hat man es, normalerweise, nicht mehr täglich auf dem Schirm, umso gewaltiger kommt der Moment, wenn genau diese erlittene Wunde angerührt wird, ohne das man vorher damit rechnete. Richtig bitter wird es, wenn es noch Menschen hineinzieht, die nicht im geringsten wissen können, was sie da gerade getan haben. In Ihrer Naivität der Bewertung von Momentaufnahmen auch überhaupt nicht im Traum daran dachten, das eine bestimmte Verhaltensweise Panik beim anderen auslöst. Nackte Angst, Tränen bei dem einen und Verstörtheit auf beiden Seiten. Unfähigkeit, damit umzugehen, Entschuldigungen, die reaktionslos aufgenommen und erstmal an der Panikreaktion des Anderen abprallen.
Schlechtes Gewissen, was sich auf beiden Seiten breit macht. Dem Auslöser der Situation und vor allem auch dem "Opfer" dieses Momentes. "Was habe ich bloß getan?" denkt vielleicht die eine Seite... "Was tust du dem Menschen mit Deiner Reaktion gerade bloß an, er konnte es nicht wissen....." reisst das Gewissen, des Anderen in Stücke. Dejavu´s, alte Angstgefühle, Bilder machen sich wieder breit, die der andere nicht sehen, nicht mal erahnen kann. Trotzdem belastet man diesen mit der Reaktion, die von einer auf die andere Sekunde von "Gut" in "Böse" umschwenkt. Man schämt sich, aber die Angst bleibt erstmal. Natürliche Schutzfunktionen des Gehirns, was einem sagt "Pass auf, Du weisst...damals...."
Man schaut dem Menschen ins Gesicht und sieht Parallelen, man vermutet Gemeinsamkeiten, die nicht da sind und zieht innerlich die Waffe zur Verteidigung "Noch einen Schritt" Der Schritt passiert nicht, trotzdem steckt man die Waffe nicht ein, hält sie weiter im festen Griff der Angst, ballt die Hand zur Faust und bleibt auf Obacht bis man merkt, das die Anspannung abfällt, nicht ganz verschwindet, aber mit Blick auf das entsetzte Gessicht des Gegenübers sich relativiert.
Alte Wunden bluten doppelt und in der Lache dieses Blutes standen an einem Abend im Mai zwei Menschen, die noch 5 Minuten vorher nicht daran dachten, das die Vergangenheit einen schneller einholen kann, als einem lieb ist.
Inspiriert durch einen sehr lieben Freund von mir, dem Markus aka Fimbulmyrk, habe ich mich dazu entschieden (so quasi aufm MTB zwischen Wanderweg A8 und A9), mir ebenfalls einen Blog zuzulegen. Was wird hier stehen? Diese Frage kann ich mir ansich selbst noch nicht so recht beantworten. Ich denke mal, es wird eine komische Mischung aus all meinen Geisteszuständen werden. Und davon gibt es genug.
Sonntag, 22. Mai 2011
Samstag, 14. Mai 2011
Keine Fragen....
...blieben offen. Zurück bleibt eine Art von Mitleid, nicht einmal mehr Verachtung, eher ein Lächeln. Kopf sagte nix, Bauch sagte nix, Herzchen sagte nichts. Nicht mehr. Plötzlich. Es schwiegt,wahrscheinlich weil es leise sagt, das er es nicht mehr wert ist, auch nur eine Faser durchblutet zu bekommen. Es schweigt immer noch.
...blieben offen, wie weit ich im Training stehe, nämlich noch ganz am Anfang des Jahres, trotzdem zufrieden, allerdings selten so platt gewesen!
...blieben offen, wie es die nächste Zeit weitergeht. Bis hierher war alles richtig. Das Timing, die Entscheidungen, welche Menschen in meinem Leben bleiben und welche nicht mehr und welche vielleicht gerade neu hinzutreten.
Danke Samstag, den 14.5.2011. Du hast mir in vielerlei Hinsicht manche Fragen unmißverständlich beantwortet.
...blieben offen, wie weit ich im Training stehe, nämlich noch ganz am Anfang des Jahres, trotzdem zufrieden, allerdings selten so platt gewesen!
...blieben offen, wie es die nächste Zeit weitergeht. Bis hierher war alles richtig. Das Timing, die Entscheidungen, welche Menschen in meinem Leben bleiben und welche nicht mehr und welche vielleicht gerade neu hinzutreten.
Danke Samstag, den 14.5.2011. Du hast mir in vielerlei Hinsicht manche Fragen unmißverständlich beantwortet.
Freitag, 13. Mai 2011
Ma gucken....
...ist irgendwie Wochenmotto:
Ma gucken, wie lang ich arbeite die Woche, ma gucken, ob ich in der Ruhewoche doch aufs Rad will, ma gucken, ob ich mein Wettkampfgewicht schaffe, ma gucken ob der Abend sich lohnt, ma gucken, ob ich mich Samstag blamiere....
Erwartungsfreie Woche, tut auch mal gut, kein Druck, bisschen Menschenkontakt, angenehm bis lustig kann man so sagen, hat mich zwar fast die ganze Nacht gekostet, aber...ma gucken, wann ich halt ins Büro fahre.
Das wird sich morgen wahrscheinlch ändern, denn da erwarte ic von mir Qual, ich werde meine Taktik umstellen, ich will mir weh tun, mehr als sonst. Will den Punkt "scheisse mehr geht nicht" ausreizen...35 km habe ich Zeit dafür....will in die Gefahr laufen, zu überziehen und sehen, ob ich den Punkt erwische. Denn der Kopf sagt "Im Moment hast Du nix zu verlieren" Ich möchte sehen, wo mich absolute Qual über die Schmerzgrenze hinaus, hinbringt. Möchte am Ende sagen: "mehr ging nicht" "mehr wäre tot gewesen" Der Kopf will ne neue Grenze.
Ma gucken...
Ma gucken, wie lang ich arbeite die Woche, ma gucken, ob ich in der Ruhewoche doch aufs Rad will, ma gucken, ob ich mein Wettkampfgewicht schaffe, ma gucken ob der Abend sich lohnt, ma gucken, ob ich mich Samstag blamiere....
Erwartungsfreie Woche, tut auch mal gut, kein Druck, bisschen Menschenkontakt, angenehm bis lustig kann man so sagen, hat mich zwar fast die ganze Nacht gekostet, aber...ma gucken, wann ich halt ins Büro fahre.
Das wird sich morgen wahrscheinlch ändern, denn da erwarte ic von mir Qual, ich werde meine Taktik umstellen, ich will mir weh tun, mehr als sonst. Will den Punkt "scheisse mehr geht nicht" ausreizen...35 km habe ich Zeit dafür....will in die Gefahr laufen, zu überziehen und sehen, ob ich den Punkt erwische. Denn der Kopf sagt "Im Moment hast Du nix zu verlieren" Ich möchte sehen, wo mich absolute Qual über die Schmerzgrenze hinaus, hinbringt. Möchte am Ende sagen: "mehr ging nicht" "mehr wäre tot gewesen" Der Kopf will ne neue Grenze.
Ma gucken...
Dienstag, 10. Mai 2011
MvG
Ähnlichkeiten der Abkürzungsbegrifflichkeiten sind beabsichtigt und absolut so gewollt.
MfG - Mit freundlichen Grüßen
Schmückt so häufig sogar ne geschäftliche Mail. Völlig egal, ob der Absender die wirklich so meint. Macht man halt so, is halt so, geht schneller. Manchmal hat man ja nicht einmal ein Gesicht vom Empfänger, mag ja sein, das er wirklich freundlich ist, also wird man gefälligst freundlich Grüßen.
MvG - Mit verachtenden Grüßen
Wird weniger häufig benutzt, ungleich häufiger wäre es wohl angebracht. Schon häufig habe ich mich gefragt, warum ich den Begriff "Hass" so absolut nicht definieren kann. Wie oft wird der Satz "Ich hasse es" "Ich hasse sie/ihn" ins Plenum gewürfelt. Verachtung, ja mit Verachtung kann ich mehr anfangen. Achtung vor einem Menschen ist mir sehr wichtig, ich muss einen Menschen achten können, sonst nehme ich ihn nicht ernst. Achtung und Respekt, für mich die wichtigsten Attribute, die ich meinem Gegenüber entgegenbringen muss, sonst funktioniert es nicht. Und bei machen Menschen funktioniert es nicht mehr. Der ständige Wunsch, denen das auch immer wieder zu sagen, wächst zwar nicht dramatisch, ist aber immerda. In der Regel (und nicht nur da) muss ich mir Luft verschaffen. meist hält ein Substitut hin, ein Freund, ein Kollege, aber niemals der eigentliche Empfänger meiner Grüße.
Es gibt für alles ein zweites Mal, eine zweite Chance, eine zweite Gelegenheit....ich brauche noch eine erste, das ist das Problem...
Der Buddhismus lehrt einen, Güte zu lernen, vor allem Güte und Mitleid für Menschen zu entwickeln, die einem nicht gut getan haben. Ich bekomm das nicht hin. Scheiss aufs Karma, brennen soll die Hütte.
Es wir die Gelegenheit kommen, und ich habe keine Ahnung, wie ich agieren, oder nur reagieren werde. Wenn man nicht genau weiss, welche Färbung zwischen "Nix" und "Verbrannter Erde" richtig und anzuwenden ist, macht es die Sache im besten Falle spannend, im schlechtesten extrem gefährlich. Wie schwer wiegt die Ursache? Denn ich bin mir meiner Boshaftigkeit durchaus bewusst, ich weiss, wie verbal brutal ich zu Werke gehen kann, wenn es darum geht, einem Menschen das zurückzugeben, was er selbst meinte, einem Zuteil werden zu lassen. Da geht das Gegenüber besser als Lemming freiwillig über die Klippe, und nimmt am besten noch schnell 2-3 Leute mit. Kollateralschäden sind mir nämlich dann ebenso egal, wie der kurzfrististige Verlust meiner Würde. Ich denk da langfristig.
MvG aus tiefstem Herzen!
Und solange geniess die ruhige verlogene See, geniess die sturmfreie Zeit unter dem Himmel mit nur einer einzigen Wolke, auf der ich sitze und nur darauf warte....sie ist weich, sie ist bequem, ich habe Zeit....Dir spendet sie keinen Schatten, ich bemühe mich, die von der Sonne fern zu halten, genieße die Wärme, so lange sie dauert....
MfG - Mit freundlichen Grüßen
Schmückt so häufig sogar ne geschäftliche Mail. Völlig egal, ob der Absender die wirklich so meint. Macht man halt so, is halt so, geht schneller. Manchmal hat man ja nicht einmal ein Gesicht vom Empfänger, mag ja sein, das er wirklich freundlich ist, also wird man gefälligst freundlich Grüßen.
MvG - Mit verachtenden Grüßen
Wird weniger häufig benutzt, ungleich häufiger wäre es wohl angebracht. Schon häufig habe ich mich gefragt, warum ich den Begriff "Hass" so absolut nicht definieren kann. Wie oft wird der Satz "Ich hasse es" "Ich hasse sie/ihn" ins Plenum gewürfelt. Verachtung, ja mit Verachtung kann ich mehr anfangen. Achtung vor einem Menschen ist mir sehr wichtig, ich muss einen Menschen achten können, sonst nehme ich ihn nicht ernst. Achtung und Respekt, für mich die wichtigsten Attribute, die ich meinem Gegenüber entgegenbringen muss, sonst funktioniert es nicht. Und bei machen Menschen funktioniert es nicht mehr. Der ständige Wunsch, denen das auch immer wieder zu sagen, wächst zwar nicht dramatisch, ist aber immerda. In der Regel (und nicht nur da) muss ich mir Luft verschaffen. meist hält ein Substitut hin, ein Freund, ein Kollege, aber niemals der eigentliche Empfänger meiner Grüße.
Es gibt für alles ein zweites Mal, eine zweite Chance, eine zweite Gelegenheit....ich brauche noch eine erste, das ist das Problem...
Der Buddhismus lehrt einen, Güte zu lernen, vor allem Güte und Mitleid für Menschen zu entwickeln, die einem nicht gut getan haben. Ich bekomm das nicht hin. Scheiss aufs Karma, brennen soll die Hütte.
Es wir die Gelegenheit kommen, und ich habe keine Ahnung, wie ich agieren, oder nur reagieren werde. Wenn man nicht genau weiss, welche Färbung zwischen "Nix" und "Verbrannter Erde" richtig und anzuwenden ist, macht es die Sache im besten Falle spannend, im schlechtesten extrem gefährlich. Wie schwer wiegt die Ursache? Denn ich bin mir meiner Boshaftigkeit durchaus bewusst, ich weiss, wie verbal brutal ich zu Werke gehen kann, wenn es darum geht, einem Menschen das zurückzugeben, was er selbst meinte, einem Zuteil werden zu lassen. Da geht das Gegenüber besser als Lemming freiwillig über die Klippe, und nimmt am besten noch schnell 2-3 Leute mit. Kollateralschäden sind mir nämlich dann ebenso egal, wie der kurzfrististige Verlust meiner Würde. Ich denk da langfristig.
MvG aus tiefstem Herzen!
Und solange geniess die ruhige verlogene See, geniess die sturmfreie Zeit unter dem Himmel mit nur einer einzigen Wolke, auf der ich sitze und nur darauf warte....sie ist weich, sie ist bequem, ich habe Zeit....Dir spendet sie keinen Schatten, ich bemühe mich, die von der Sonne fern zu halten, genieße die Wärme, so lange sie dauert....
Sonntag, 8. Mai 2011
Anne Tanke verknallt
Ja, was wird der geneigte Leser hier nun vorfinden...genau, ich habe mein Herz verloren (so ein bisschen zumindest)
Völlig aufgetankt mit schönen Eindrücken bin ich aus der Schweiz zurück, zum ersten Mal seit langem war ich von zu Hause weg und wünschte mir, ich könnte etwas länger noch da bleiben. Ähnlich erging es mir bis jetzt nur in Berlin so.
Die Menschen und die kleine und so schöne Stadt, in der ich war, zogen mich direkt in ihren Bann. Und ich habe nur einen Bruchteil hiervon, von diesem Land gesehen. Eine kleine barocke Stadt, kleine Gassen, Kopfsteinpflaste, alte Häuschen und Kirchen, liebevoll erhalten in mitten von Menschen, deren Sprache ich erst einmal langsam und aufmerksam anhören musste, um den Klang und die Art und Weise der Betonung als für mich direkt verständlich einordnen zu können. Es war nichtmal anstrengend, es machte sogar Spass zuzuhören und mich mit sehr lieben Menschen dort auszutauschen, man fühlte sich aufgenommen.
Ein schönes Auftanken seiner selbst!
Danke an die schöne Stadt Solothurn und die Menschen in ihr und bei den Bikedays.
Völlig aufgetankt mit schönen Eindrücken bin ich aus der Schweiz zurück, zum ersten Mal seit langem war ich von zu Hause weg und wünschte mir, ich könnte etwas länger noch da bleiben. Ähnlich erging es mir bis jetzt nur in Berlin so.
Die Menschen und die kleine und so schöne Stadt, in der ich war, zogen mich direkt in ihren Bann. Und ich habe nur einen Bruchteil hiervon, von diesem Land gesehen. Eine kleine barocke Stadt, kleine Gassen, Kopfsteinpflaste, alte Häuschen und Kirchen, liebevoll erhalten in mitten von Menschen, deren Sprache ich erst einmal langsam und aufmerksam anhören musste, um den Klang und die Art und Weise der Betonung als für mich direkt verständlich einordnen zu können. Es war nichtmal anstrengend, es machte sogar Spass zuzuhören und mich mit sehr lieben Menschen dort auszutauschen, man fühlte sich aufgenommen.
Ein schönes Auftanken seiner selbst!
Danke an die schöne Stadt Solothurn und die Menschen in ihr und bei den Bikedays.
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