Donnerstag, 20. Oktober 2011

24.08.2011

Keine Ahnung, ob hier überhaupt noch jemand mitliest :-). Lange ist es her. Am 16.08. der letzte Eintrag, ein persönlicher Wunsch an einen Menschen.

Am 24.08. erschien ein neuer Mensch auf der Bildfläche, schlich sich sehr vehemennt in meinen Kopf, dann in mein Herz. Problematisch, wie immer, in der Hoffnung, das Ziel vor Augen, ihn vielleicht bald ganz für mich gewonnen zu haben. Intensive 8 Wochen, viel gesehen, viel erlebt, mit ihm, bei ihm. Nie langweilig oder einerlei. Ärger wird vor uns liegen, so oder so. Wann steht in den Sternen und auch heute warte ich auf wertvolle paar Minuten, bis zum nächsten Mal, wenn wieder mehr Zeit möglich ist. Noch. Wie lange noch? Sternenfragen. Wie immer in diesen Dingen.

Dienstag, 16. August 2011

Willkommen "Zuhause"

Ich möchte diesen Blogeintrag einem, für mich immer noch in Gedanken nahestehenden, Menschen widmen, der, so denke ich, meinen Blog immer noch verfolgt. Und auch wenn ich seine, in meinem Empfinden, feige Art und Weise, einfach unsere Wege nicht ein einziges Mal mehr kreuzen zu lassen, immer noch schlimm finde, so halte ich ihn gerade für einen sehr mutigen Menschen, denn er ist wohl einen Weg gegangen, den er schon lange in seinem Kopf "vorhergepflastert" hatte. Vielleicht war es auch nötig, als unsere Wege nur kurz sich berührten, diese dann wieder vollends auseinanderlaufen zu lassen. Das weiss nur er.

Ist er nun angekommen? Ich hoffe es, ich habe unsere Gespräche, die mir immer noch sehr im Gedächtnis sind, manchmal als sehr rastlos empfunden. Ein Mensch, der zwar sein Gerüst zum daran entlanglaufen, aber noch nicht seinen Mittelpunkt gefunden hat. Seinen Frieden mit den Gegebenheit, seinen warmen Focus, an dem die Seele ruhen kann. Er baute sich ein Haus, fand das Grundstück hierzu aber nicht. So kam es mir manchmal vor, wenn ich ihm zuhörte.

Bist Du angekommen? Hast Du Dein Fleckchen gefunden, wo Du all das, was Du bist und tust, hinstellen und Wurzeln schlagen lassen kannst?

Wahrscheinlich hast Du gedacht, das ich Deinen Rückzug mit Verachtung und Gram quittiere. Dem ist nicht so. Mensch tut, was Mensch tun muss, ohne Grund, und das weiss gerade ich sehr genau.

Hast Du es warm nun, im Herzen? Inmitten der Landschaften, von denen Du mir erzähltest, die ich noch nie gesehen habe?

Ich hätte Dich sehr gern vorher in den Arm genommen gedrückt und hätte gern sagen dürfen, das ich Dir alles nur erdenklich Gute wünsche und das Du auch dort nicht aus meinem Kopf bist. Du bleibst einer der interessantesten Menschen, die ich bis heute kennenlernen durfte.

Und ja, ich trage "sie" immer noch, gern, und auch oft. Und immer wenn ich jemandem die Geschichte, die Herkunft des immer noch tadellosen Stückes Erinnerung erzähle "Es gab da mal jemanden der mir anstatt....." bekomme ich ein Lächeln und ein "Das ist aber schön.....was für eine schöne Idee" So wie Du ein "schöner" Mensch bist....so voller Leben, Ideen, Kraft, Charakter....

Mein Wunsch, dem Schicksal das Feld zu überlassen, Dich hier in der Nähe nur einmal zufällig wiederzutreffen, hat sich damit in der Erfüllung zwar etwas erschwert, aber trotzdem bleibt das, was ich schon einmal mit diesem Lied sagte:

http://www.youtube.com/watch?v=HfZgRPJLqCM&feature=related

Denk mal bei einem schönen Glas Wein vor traumhafter Kulisse an mich. Vielleicht merk ichs ja :-).

Und....pass bitte auf Dich auf! ;-)

Montag, 15. August 2011

Mo-Fr. 08:00 bis 17:00


"Wann sehen wir uns denn mal?"
"Du, die nächste Zeit ist mein Zeitfenster, was Freizeit angeht, wieder etwas offener, an wann und was dachtest Du denn?"
"Wie wäre es morgen? Am liebsten wäre mir zwischen 08:00 und 17:00"

Ich möchte dies zur eigenen Interpretationsmöglichkeit einfach so unkommentiert stehen lassen.

Kann mich mal einer kurz zum Mond schießen, ich denke, den Abstand sollte ich einnehmen für eine adäquate Antwort ohne Blutvergießen.



Freitag, 12. August 2011

W wie wirr

Berlin sollte Belohnung für ein tolles 24-Std-Event sein. Gut, toll wars, aber nicht erfolgreich. Belohnung? Ok, es wurde Trost für einen kaputten Fuss, einen enttäuschten Teampartner (so denke ich, wird er wohl, auch ohne es direkt zu sagen "Wir lahen an Platz 2 als ich ausstieg, ist doch super! Ja ja, ein Traum in DNF) und eine somit ebenso enttäuschte blonde Protagonistin, die einfach zu blöd war, eine simple Schotter-Kehre zu nehmen.

Ok!

Muss man haken, sonst flipp ich noch aus!

Mitgenommen aus Duisburg wurde noch anderes, im Köfferchen nach Berlin, im Kopf zur Verarbeitung freigegeben...wieder mit nach Hause genommen wurde Gleiches plus diversen neuen Kram, herausgekramtes Zeug, Berlin zum ersten Mal mit einem faden Gefühl verlassen. Nein, diesmal war es nicht meins. Vielleicht falscher Zeitpunkt, vielleicht zu wirr mit zuvor gratis erhaltenen, aber mit Sicherheit nicht drum gebetenen Kopffaschingsnasen. Ein Traum.

So lief eine wirre Blondine mit roter Nase durch Berlin, gab einfach Geld, für zugegebenermaßen tolle Sachen und auch lecker Essen aus und ist froh, nun zu Hause in Ihrem Kokon zu sein. Denn seltsamerweise scheint Berlin nur mit unwirren Gedanken zu funktionieren,  vielleicht wäre eine Stradnmuschel auf Sylt die bessere Wahl gewesen, weil verdammt zur absoluten Einsamkeit, aber keine Ahnung ob ich da so schöne Schuhe gefunden hätte.

Nun gilt Hagen als Sortierstadt...in neuen Schüchen und divesem anderen Gekleide..hauptsache die Haare liegen!



Freitag, 22. Juli 2011

Verb(r)annte Erde

Man verlässt einen Platz, einen Boden, ein Gebiet, obwohl man es nicht wollte. Fortgetrieben aus Gründen, die der Verstand zwar akzeptiert, aber das Herz nicht versteht. Man schaut zurück und sieht festgetretenes Gras aus Gefühlen, Spuren von Schmerz, Erinnerungen und schlafloser Nächte, die Erosionen hinterließen, die an verbrannte Erde erinnern. Doch vielmehr ist es ein gerade erst bestelltes und mit einigen Monaten bearbeitetes Feld, eine Wiese, die gerade zu grünen begonnen hat, und nun zurückgelassen wird, verbannt, aus Gründen, die der Verstand zwar akzeptiert, aber das Herz nicht versteht.

Man schaut nicht zurück, erträgt den Anblick nicht, sucht Schönes, findet es nach einiger Zeit in der Oberfläche eines neuen Menschen. Beginnt nun die wirkliche Flucht auf ein neues Spielfeld, malt es in Gedanken grüner und bunter, als das Alte jemals hätte sein können, denkt man, nährt sich geradezu daran, verrennt sich, entfacht ein Feuer, scheisst auf Prinzipien, will dem Herzen sagen: "Schau, mach es dir schön, so wie Du es Dir verdient hast" und schaltet den Verstand aus. Der Rest kommt von allein. Tu halt was dafür.

Ein Feuer auf purem Stroh entzündet hat einen großen Nachteil. Es brennt anfangs lichterloh, hell, heiss, und es brannte, sie sah nicht, das sie von Anfang an auf  einem trocknen Acker ohne Leben stand. Das Feuer erlosch genau so schnell wie es entfacht wurde, zurück blieb nunmehr verbrannte Erde, und nur verbrannte Erde, ohne neue Erinnerungen und tiefes Gefühl, zurück blieb Ernüchterung und das Wissen, das hinter einem und in einem drin immer noch ein anderes "Land" schöner und sehnsuchtsvoller bertrachtet wurde. Die ganze Zeit, immer dabei war, im Vergleich, in der Retrospektive und vielleicht auch mit dafür sorgte, das Strohfeuer mit einer ganz Großen Portion Eigeninitiative zu löschen. Früh zu erkennen, das es das nicht ist, nicht sein kann, als Flucht, als Ersatz oder Neuorientierung der Suche nach einem "zu Hause", einem "ankommen" Der Verrat der eigenen Ideale und Prinzipien.

Der vorherige Schmerz im Herzen, der einen nicht schlafen liess, ist nun dem dumpfen Gefühl gewichen, akzeptiert zu haben, das man dieses Stück Land wohlmöglich nie wieder betreten kann. Man auch nicht mehr gewollt ist. Die Kraft und den Willen, es heile und damit noch schöner zu machen ist da, wo jetzt die Kraft, einem verbrannten Stück Erde die Stirn zu bieten, bereits nach wenigen Wochen gewichen ist.

Sie sucht vorsichtig den Blick zurück....wie weit zurück, weiss sie nicht. Buddha sieht es klar: Kein Blick zurück denn das war, kein Blick voraus, denn das ist noch nicht, das leben ist HIER GERADE!

Und hier gerade will sie im Herzen zurück. Und schaut mit Sehnsucht ein verbanntes Stück Land an, in welchem vor einem Jahr noch gemeinsam versucht wurde bunt und schön zu gestalten, nur konnten wir es nicht zu Ende bringen.

Ich habe nicht vergessen, das es da ist. Und wenn ich die Möglichkeit hätte, wollte ich es zurück.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Rückenwind

Schlimm ist eigentlich, das ich, ich meine, ich hätte diesen Umstand schon einmal erwähnt, furchtbar unflexibel bin, und vor allem, ganz schlimm unspontan. Nur in einer Sache nicht...

Wenns mich mal wieder "raus" treibt.

Berlin! Es ist mal wieder soweit!

Heute zwischen 16 Uhr und gerade eben verspührte ich wieder diesen "Zwang" meine Stadt zu besuchen. Diesmal wieder allein. Es hat gerade 45 Minuten gedauert, da war alles gebucht und 3 Tage Berlin stehen nun auf dem Zettel. Mal ein anderes Hotel. Mal einfach unter der Woche. Mal mit der Bahn. In aller Hergottsfrühe werde ich los, ich denk mal kurz nach 5 Morgens, und so spät wie es geht zurückkehren....aus meinem Fluchtpunkt, wenn ich es schön haben will....meinem Berlin, wie es wohl auch für Millionen andere ihr Berlin ist.

Ich freu mich! Und verspüre jetzt schon wieder DAS Kribbeln....auf die Vorfreude, was ich diesmal dort anstellen werde.

Montag, 4. Juli 2011

Fassaden

Es bleibt die Überlegung, welche Fassade am Ende die stimmigste oder das Mittel der Wahl wäre.

Die weisse, welche man selbst noch bemalen kann, gestalten?
Die schon bereits fertige, zum ansehen und schön finden?
Die kreisch bunte, wo man sich fragt, was das überhaupt sein kann, oder wessen Ernst das ist?
Die bröckelnde, nicht mehr so schön anzusehende, die aber klar aussagt, das viel passiert ist?
Die zugehangene zum dahinter schauen?

Ich denke, auch diesmal ist mir diese Frage nicht abschließend beantwortet worden, nur die Tatsache, das Fassaden in jedem Fall Fragen und Probleme aufwerfen, wurde zum wiederholten Male bestätigt.

Dienstag, 14. Juni 2011

Bello

Es gibt Menschen, die schaut man einfach nur gerne an. Du bist einer von ihnen.

Es gibt Menschen, den hört man einfach nur gern zu, du bist einer von ihnen.

Es gibt Menschen, bei denen fühlt man sich sicher, du bist einer von ihnen.

Es gibt Menschen, die glauben, so glaube ich, nicht wirklich daran....

...das es so ist!

Es ist!

Ob Du es glaubst, oder eben nicht!

Samstag, 11. Juni 2011

Neue Farben

Sie kamen schnell in mein Leben gestolpert. Waren plötzlich da. Einen Meter neben mir, schauend, sprechend, wirkend, bunt für meine Seele, warm.

Sie traute sich, schneller als sonst, nicht hadernd, nicht nachdenkend, Zurückweisung einkalkulierend. Vielleicht schon spürend, das es keine geben würde?

Komplementär!

Freitag, 3. Juni 2011

Schritte

An einem Ort, an welchem ich im Grunde nie bin, gab es eine Begegnung, die vielleicht für die nächste Zeit meine Gedanken beschäftigen könnte. Denn Vorsicht macht sich wieder breit, die Vorsicht, die sich im Grunde nur dann breit macht, wenns "interessant" werden könnte. 1 Schritt vor, 2 zurück, das alte Spiel. Diesmal aber das Gefühl, das mein Gegenüber die gleiche Taktik verfolgen könnte, weil man sich ähnlich scheint. Schein? Zufall? Wunschdenken? Wenns so ist, wirds schwer, wenn nicht sogar zäh.

2 Schritte vor und warten?

1 Schritt?

Nur warten?

Es war keine lange Zeit und ein Schritt in die Richtung, die mir einfach nur gefiel. Zielsetzung unklar, bis jetzt. Forcieren? Keine Ahnung.

Erstmal ein paar Tage weg....dem ersten Treffen so aus dem Weg gehen...eh keine Zeit mehr. Zeit schinden und beobachten. was in den nächsten Tagen passiert.

München, ich freu mich auf Dich!

Sonntag, 22. Mai 2011

Alte Wunden bluten doppelt

Jeder Mensch trägt ansich, je älter er wird, gewisse Dinge weiter mit sich, die ihn im Laufe seines Lebens ereilt haben. Schlimmstenfalls haben sie tiefe Wunden hinterlassen, dessen Heilung schon allein deswegen so lange dauerte, weil der Anlass im Vergleich zu den alltäglichen Rückschlägen schon brutaler war.

Je länger es her ist, umso gefährlicher sind diese Wunden. Geraten sie doch, naturgemäß, immer weiter in Vergessenheit, vor allem, wenn Anlässe zur Reaktivierung des Erlebten einfach nicht da sind. Gerade erfahrene Wunden hat man da meist noch besser im Gedächtnis, man geht in die Vermeidung von Situationen, schon präventiv, weil man weiss, wohin es schlußendlich führen kann. Liegt etwas vielleicht schon Jahrzehnte zurück, hat man es, normalerweise, nicht mehr täglich auf dem Schirm, umso gewaltiger kommt der Moment, wenn genau diese erlittene Wunde angerührt wird, ohne das man vorher damit rechnete. Richtig bitter wird es, wenn es noch Menschen hineinzieht, die nicht im geringsten wissen können, was sie da gerade getan haben. In Ihrer Naivität der Bewertung von Momentaufnahmen auch überhaupt nicht im Traum daran dachten, das eine bestimmte Verhaltensweise Panik beim anderen auslöst. Nackte Angst, Tränen bei dem einen und Verstörtheit auf beiden Seiten. Unfähigkeit, damit umzugehen, Entschuldigungen, die reaktionslos aufgenommen und erstmal an der Panikreaktion des Anderen abprallen.

Schlechtes Gewissen, was sich auf beiden Seiten breit macht. Dem Auslöser der Situation und vor allem auch dem "Opfer" dieses Momentes. "Was habe ich bloß getan?" denkt vielleicht die eine Seite... "Was tust du dem Menschen mit Deiner Reaktion gerade bloß an, er konnte es nicht wissen....." reisst das Gewissen, des Anderen in Stücke. Dejavu´s, alte Angstgefühle, Bilder machen sich wieder breit, die der andere nicht sehen, nicht mal erahnen kann. Trotzdem belastet man diesen mit der Reaktion, die von einer auf die andere Sekunde von "Gut" in "Böse" umschwenkt. Man schämt sich, aber die Angst bleibt erstmal. Natürliche Schutzfunktionen des Gehirns, was einem sagt "Pass auf, Du weisst...damals...."

Man schaut dem Menschen ins Gesicht und sieht Parallelen, man vermutet Gemeinsamkeiten, die nicht da sind und zieht innerlich die Waffe zur Verteidigung "Noch einen Schritt" Der Schritt passiert nicht, trotzdem steckt man die Waffe nicht ein, hält sie weiter im festen Griff der Angst, ballt die Hand zur Faust und bleibt auf Obacht bis man merkt, das die Anspannung abfällt, nicht ganz verschwindet, aber mit Blick auf das entsetzte Gessicht des Gegenübers sich relativiert.

Alte Wunden bluten doppelt und in der Lache dieses Blutes standen an einem Abend im Mai zwei Menschen, die noch 5 Minuten vorher nicht daran dachten, das die Vergangenheit einen schneller einholen kann, als einem lieb ist.

Samstag, 14. Mai 2011

Keine Fragen....

...blieben offen. Zurück bleibt eine Art von Mitleid, nicht einmal mehr Verachtung, eher ein Lächeln. Kopf sagte nix, Bauch sagte nix, Herzchen sagte nichts. Nicht mehr. Plötzlich. Es schwiegt,wahrscheinlich weil es leise sagt, das er es nicht mehr wert ist, auch nur eine Faser durchblutet zu bekommen. Es schweigt immer noch.
...blieben offen, wie weit ich im Training stehe, nämlich noch ganz am Anfang des Jahres, trotzdem zufrieden, allerdings selten so platt gewesen!

...blieben offen, wie es die nächste Zeit weitergeht. Bis hierher war alles richtig. Das Timing, die Entscheidungen, welche Menschen in meinem Leben bleiben und welche nicht mehr und welche vielleicht gerade neu hinzutreten.

Danke Samstag, den 14.5.2011. Du hast mir in vielerlei Hinsicht manche Fragen unmißverständlich beantwortet.

Freitag, 13. Mai 2011

Ma gucken....

...ist irgendwie Wochenmotto:

Ma gucken, wie lang ich arbeite die Woche, ma gucken, ob ich in der Ruhewoche doch aufs Rad will, ma gucken, ob ich mein Wettkampfgewicht schaffe, ma gucken ob der Abend sich lohnt, ma gucken, ob ich mich Samstag blamiere....

Erwartungsfreie Woche, tut auch mal gut, kein Druck, bisschen Menschenkontakt, angenehm bis lustig kann man so sagen, hat mich zwar fast die ganze Nacht gekostet, aber...ma gucken, wann ich halt ins Büro fahre.

Das wird sich morgen wahrscheinlch ändern, denn da erwarte ic von mir Qual, ich werde meine Taktik umstellen, ich will mir weh tun, mehr als sonst. Will den Punkt "scheisse mehr geht nicht" ausreizen...35 km habe ich Zeit dafür....will in die Gefahr laufen, zu überziehen und sehen, ob ich den Punkt erwische. Denn der Kopf sagt  "Im Moment hast Du nix zu verlieren" Ich möchte sehen, wo mich absolute Qual über die Schmerzgrenze hinaus, hinbringt. Möchte am Ende sagen: "mehr ging nicht" "mehr wäre tot gewesen" Der Kopf will ne neue Grenze.

Ma gucken...

Dienstag, 10. Mai 2011

MvG

Ähnlichkeiten der Abkürzungsbegrifflichkeiten sind beabsichtigt und absolut so gewollt.

MfG - Mit freundlichen Grüßen
Schmückt so häufig sogar ne geschäftliche Mail. Völlig egal, ob der Absender die wirklich so meint. Macht man halt so, is halt so, geht schneller. Manchmal hat man ja nicht einmal ein Gesicht vom Empfänger, mag ja sein, das er wirklich freundlich ist, also wird man gefälligst freundlich Grüßen.

MvG - Mit verachtenden Grüßen
Wird weniger häufig benutzt, ungleich häufiger wäre es wohl angebracht. Schon häufig habe ich mich gefragt, warum ich den Begriff "Hass" so absolut nicht definieren kann. Wie oft wird der Satz "Ich hasse es" "Ich hasse sie/ihn" ins Plenum gewürfelt. Verachtung, ja mit Verachtung kann ich mehr anfangen. Achtung vor einem Menschen ist mir sehr wichtig, ich muss einen Menschen achten können, sonst nehme ich ihn nicht ernst. Achtung und Respekt, für mich die wichtigsten Attribute, die ich meinem Gegenüber entgegenbringen muss, sonst funktioniert es nicht. Und bei machen Menschen funktioniert es nicht mehr. Der ständige Wunsch, denen das auch immer wieder zu sagen, wächst zwar nicht dramatisch, ist aber immerda. In der Regel (und nicht nur da) muss ich mir Luft verschaffen. meist hält ein Substitut hin, ein Freund, ein Kollege, aber niemals der eigentliche Empfänger meiner Grüße.

Es gibt für alles ein zweites Mal, eine zweite Chance, eine zweite Gelegenheit....ich brauche noch eine erste, das ist das Problem...

Der Buddhismus lehrt einen, Güte zu lernen, vor allem Güte und Mitleid für Menschen zu entwickeln, die einem nicht gut getan haben. Ich bekomm das nicht hin. Scheiss aufs Karma, brennen soll die Hütte.

Es wir die Gelegenheit kommen, und ich habe keine Ahnung, wie ich agieren, oder nur reagieren werde. Wenn man nicht genau weiss, welche Färbung zwischen "Nix" und "Verbrannter Erde" richtig und anzuwenden ist, macht es die Sache im besten Falle spannend, im schlechtesten extrem gefährlich. Wie schwer wiegt die Ursache? Denn ich bin mir meiner Boshaftigkeit durchaus bewusst, ich weiss, wie verbal brutal ich zu Werke gehen kann, wenn es darum geht, einem Menschen das zurückzugeben, was er selbst meinte, einem Zuteil werden zu lassen. Da geht das Gegenüber besser als Lemming freiwillig über die Klippe, und nimmt am besten noch schnell 2-3 Leute mit. Kollateralschäden sind mir nämlich dann ebenso egal, wie der kurzfrististige Verlust meiner Würde. Ich denk da langfristig.

MvG aus tiefstem Herzen!

Und solange geniess die ruhige verlogene See, geniess die sturmfreie Zeit unter dem Himmel mit nur einer einzigen Wolke, auf der ich sitze und nur darauf warte....sie ist weich, sie ist bequem, ich habe Zeit....Dir spendet sie keinen Schatten, ich bemühe mich, die von der Sonne fern zu halten, genieße die Wärme, so lange sie dauert....

Sonntag, 8. Mai 2011

Anne Tanke verknallt

Ja, was wird der geneigte Leser hier nun vorfinden...genau, ich habe mein Herz verloren (so ein bisschen zumindest)

Völlig aufgetankt mit schönen Eindrücken bin ich aus der Schweiz zurück, zum ersten Mal seit langem war ich von zu Hause weg und wünschte mir, ich könnte etwas länger noch da bleiben. Ähnlich erging es mir bis jetzt nur in Berlin so.

Die Menschen und die kleine und so schöne Stadt, in der ich war, zogen mich direkt in ihren Bann. Und ich habe nur einen Bruchteil hiervon, von diesem Land gesehen. Eine kleine barocke Stadt, kleine Gassen, Kopfsteinpflaste, alte Häuschen und Kirchen, liebevoll erhalten in mitten von Menschen, deren Sprache ich erst einmal langsam und aufmerksam anhören musste, um den Klang und die Art und Weise der Betonung als für mich direkt verständlich einordnen zu können. Es war nichtmal anstrengend, es machte sogar Spass zuzuhören und mich mit sehr lieben Menschen dort auszutauschen, man fühlte sich aufgenommen.

Ein schönes Auftanken seiner selbst!

Danke an die schöne Stadt Solothurn und die Menschen in ihr und bei den Bikedays.

Freitag, 22. April 2011

Atemberaubender Bullshit

Gibt es Menschen, die einem schlicht und ergreifend den Atem rauben können? Die, aus dem eigenen Empfinden heraus, so unvorstellbar schön sind, das man für einen Moment sogar vergisst, wie man heisst und was man tut? Sprechen unmöglich, im besten Fall bekommt man einen  kurzen Gruß herausgepresst, alles andere, und  dafür sorgt der Sauerstoffmangel im Gehirn schon, ist, das man einfach den Rand hält, bevor nur Bullshit bei raus kommt.

Ja, die gibt es.

Kleine Mädchen trauen sich dann nichts mehr. Wozu auch, wenn man von vornherein weiss, das dieser Jemand für einen selbst weiter weg ist, als Neuseeland vom Ortsteil, in dem man lebt?

Schön, das es Euch gibt.....trotzdem. Ihr lasst ein Herz rasen, obwohl es eigenlich keinen weiteren Grund dafür gibt, einfach nur durch Eure Anwesenheit, wir kennen Euch nicht, manchmal nur sehr wenig, wir lernen Euch vielleicht auch nie wirklich kennen. Und ihr werdet es wahrscheinlich auch nie erfahren, wie es in uns ausschaut. Aber wahrscheinlich ist das nicht einmal wichtig. Vielleicht verliert es den Zauber, wenn es plötzlich anders sein sollte. Will man das? Oder lieber hier und da das Rauschen des eigenen Blutes im Kopf spüren und das Herz bis zum Hals klopfen hören.....

Donnerstag, 21. April 2011

Good night - travel well

Trotziges Mittelfinger Wetter derzeit mal wieder. Macht nach Außen härter, als man Drinnen ist. Die Non- Verbale Lösung von "geh mir einfach ausm Weg und schleich Dich" ist einfacher als ein gepflegtes "Verpiss Dich" So schweigt man, lässt auch den Finger buchstäblich "stecken" und denkt sich seinen Teil.

Im Moment wieder schwer auf dem "ich mach genau das, auf was ich Bock habe Trip" ohne Kompromisse. Gefühlt einfacher, gefühlt schöner, realistisch? Im Hinblick auf den Sommer mit all seinen schönen Seiten bestimmt. Schönes Wetter, "schöne" Leute. Auch wenns gerade wieder schwer fällt, es nicht den unschönen Menschen ins Gesicht zu spucken, wie sehr sie mir auf den Zeiger gehen. Aber der gute Vorsatz, dabei etwas "rauszunehmen", hält bis Dato an. Ignoranz und einfacher Vermeidung der Kontakte, vielleicht hier und da mit einem symbolischen Zeichen meiner Mißachtung geschmückt....das ist es. Gute Reise! Die Welt ist so groß....

Der Kopf ist derzeit angenehm leer. Viel Gewirr gibt es da momentan nicht, was die Postingrate hier von mir gut beweist.  So ist es wohl, wenn man wieder nach dem "Lust-Prinzip" handelt. So schaffe ich mir meine kleine Wegbeam-Insel wieder ganz von allein....Entspannung suchen im "treiben lassen" So werde ich morgen mit lieben Menschen Rennrad fahren, am Samstag auf Solo-Pfaden mit schmückendem Männerbeiwerk Mountainbiken, am Sonntag auf einer Freibadwiese liegen und lesen und Musik hören und Menschen beobachten und am Montag wohl direkt wieder biken. In der Zeit wird meine Wohnung verrotten und Tonnen Bügelwäsche warten. *Mittelfinger zeig

Ein bereits bezahlter Marathon wurde bereits abgesagt, Stress habe ich derzeit genug im Büro, das brauch ich nicht noch im Startblock. Passt nicht ins "Treiben-lassen-Muster".

Und wagt es nicht, mir Treibholz in den Weg zu diskutieren, ob das alles so genehm für meine Umwelt ist. Geht weg! Das ist mein Flow.

Good Night - travel well!

Donnerstag, 7. April 2011

100km

Auch 100 km Rennrad können den Gedanken nicht aus dem Kopf lösen, das man sich in gewisser Weise immer noch mächtig verarscht fühlt. Und den Impuls nicht unterdrücken, demzufolge noch abzurechnen, bei nächster Gelegenheit.
Ich versuchs vielleicht mal mit 150 km.

Meine Freundin Lara brachte es so einfach auf den Punkt: "Arschloch"

Ansich ist damit auch alles gesagt....für den Normalsterblichen. Für den Skorpion, der tiefer und komplexer denkt und fühlt, ist es das nicht.

200 km? Mal sehen!

Mittwoch, 6. April 2011

Heimweh (doch soviel Anfang)

Soviel zu den Dingen, die ich mir vornahm, wie im letzten Post angedacht :) Denn....

....es begleitet mich im Grunde seit meiner Kindheit. Das Heimweh. Angefangen in den Zeiten, als es das erste Mal in Jugendherbergen ging, oder auch mit den Eltern in den Urlaub. Nach ein paar Tagen überkam mich immer wieder das Gefühl, nach Hause zu wollen. Daraus wuchs wohl mein Kurztrip-Wahn...ein paar Tage weg, ok, gern auch weit, aber dann durfte es auch gern wieder zurück.

So geht es mir auch gerade hier auf Mallorca. Tollstes Wetter, super und liebe Leute mit denen ich hier bin, Essen toll, Radfahren toll...aber trotzdem würd ich heim, wenn ich könnte. Kann ich aber nicht, also zumindest nicht ohne Mehrkosten und ohne Menschen vor den Kopf zu stossen.

Mir fehlt mein Bett, meine Bude, meine Geräusche vor dem Fenster, mein Radiosender, mein Kissen, meine Decke, meine Kollegen....meine Stadt.

Ich empfinde das als unfair, den Leuten hier gegenüber, der Landschaft und dem Urlaub ansich. Trotzdem ist es so. Immer wieder. Keine Ahnung, ob das jemals aufhört oder wo der Grund begraben liegt. Angst, etwas zu verpassen? Angst, etwas zu verlieren, etwas nicht wieder zu erkennen? Alles Unsinn.

Überfordern mich die ganzen fremden Leute hier? Fremde Stimmen, Gesichter....um einen herum, beim Essen, hier in der Lobby? So wie jetzt gerade....meine Musik zum hinter verkriechen vergessen.

Nun aber doch geholt, meine Musik. Plötzlich was Vertrautes....sicheres. Ist es das? Das Wissen, das hier nichts vertraut ist? Woanders es nicht so ist wie in seinem eigens geschaffenen Kokon? Man zahlt teuer Geld dafür mal raus zu kommen und ist man raus, ist es nach ein paar Tagen gut? Oder geht nur mir das so....lassen die auch Nachts im Hotel den Fernseher laufen, um nicht durch die fremden Geräusche die ganze Nacht wach gehalten zu werden?

Brauch ich vielleicht immer nur 2-3 Tage Tapetenwechsel, um mich zu Hause wieder einzufinden und erholt und aufgetankt weiter zu machen? Wie halten Menschen es 2 oder gar 3 Wochen woanders aus?

Noch 3 mal schlafen, noch 3 mal Fernseher laufen lassen....dann bin ich wieder zu Hause. Mit viel Sonne im Gepäck, gut gebräunt und alle werden fragen, wie es denn war und ich werde wieder sagen: "Jo, ganz schön", aber trotzdem wieder froh sein, das ich wieder in meinen 4 Wänden bin.

Samstag, 2. April 2011

Anfang

18 Jahre ist es fast genau her, als ich das letzte Mal (kein Witz) wirklich mal eine ganze Woche von Zuhause weg war. Und vor allem, weiter als 45 Flugminuten entfernt.

Ich habe mir vorgenommen, dies nun endlich häufiger zu tun....einfach mal länger weg sein, sozusagen ist es ein Anfang, zugegebenermaßen ein bockiger bis sehr angepisster Anfang, die Wut über gewisse Dinge der letzten Tage ist alles, nur nicht verraucht.

Ja, es gibt eine Menge Dinge, die ich Dir gern sagen würde, ins Gesicht, aber am Ende wird es alles wie "Du erbärmliches Arschloch" klingen, also lass ich es. Du kennst meine Ansicht, das jeder das bekommt, was er verdient, und ich denke, die Alternative, die 2. Wahl, die du als Ersatz in einer Affengeschwindigkeit wähltest, wie ich nun erfuhr, um bloß nicht erwachsen zu werden, hast Du verdient. Was das ganze eben aus meiner Sicht der Dinge erbärmlich macht.

Koffer (man beachte den Plural) sind gepackt, 1 Woche Mallorca wartet auf mich, ein kleines Rennrad wartet auf mich und hoffentlich Sonne.

Ganz ohne Arbeit schaffe ich es aber wieder nicht, Unterlagen sind ebenfalls eingepackt, die ich am Pool, oder sonstwo mal durchgehen will. 1 Woche so weit weg vom Büro gabs eh noch nie (natürlich nicht ohne meine Mailadresse für Nachfragen zu hinterlasssen, achso, das ich ein Netbook mitschleppe mit meinem gesamtem Rechnerinhalt brauche ich wohl nicht zu erwähnen)

Ich bin gespannt auf diese Woche und mit welchem Gefühl im Kopf ich zurückkehren werde. Freier? Nicht mehr ganz so sauer? Noch grantiger?

Passt auf Euch auf diese Woche, vielleicht gibt es einen Zwischenbericht hier.....

Mittwoch, 30. März 2011

Letzte Worte

.....

!
!
!

Vergiss meine Existenz so schnell es geht!

!
!
!

....

Denn sonst vergess ich wohlmöglich etwas, was ich ungern vergesse. Mich!

Letzte Worte!

Dienstag, 29. März 2011

Mit dem Rücken zur Wand

Treibt man ein Tier in die Enge, neigt es dazu, zu beissen. So hat die Natur es auch vorgesehen. Im Grunde ist man mit einem Fluchtreflex ausgestattet, was auch Sinn macht, ist auch dieser null und nichtig, wenn vor einem der Gegner und hintern einem die Wand ist. Da gibt es nur nur 3 Möglichkeiten: Stehend sterben, die Flucht nach vorn oder der Kampf mit dem Gegner, egal, wie es ausgeht.

Die Endgültigkeit impliziert im Grunde nur Möglichkeit 1.....einfach stehend sterben. Der Kampf als solches...? Es kommt darauf an, wieviel Kraft man noch meint aufbringen zu können. Macht es Sinn? Beruhigt es den eigenen Stolz, oder ist es vielleicht doch erstmal besser, die Flucht nach vorn anzutreten.

Ich bin sehr lange Jahre gern geflüchtet, und ich war schnell, so schnell, das mancher es noch gar nicht gemerkt hatet, das ich schon längst als Kondensstreifen am Horizont ne weisse Färbung hinterliess. Dann gab es Zeiten des Kampfes, böser Kämpfe, tränenreicher Kämpfe, bis zur Selbstaufgabe, Selbstzerfleischung....brutaler Mittelwahl, Taktik wo man nur hinsah, mit dem Blick auf das Ziel, welches es auch immer sein sollte.

Nur einfach stehenbleiben, das konnte ich nie, drückte ich doch meist mit aller Macht gegen die Wand hinter und den Gegner vor mir, selbst wenn dieser Gegener ich selbst war. Eigentlich ein Gegner, den ich immer sehr ernst nahm, den einzigen ernstzunehmenden Gegner?

Es sind gerade die tiefen Wunden, die man sich immer wieder gern selbst aufreisst und nicht genau weiss, warum man das tut. Ist es der Wunsch, sich selbst anzuschreien, zu bestrafen, für was?

Ist es ähnlich wie mit den Borderlinern, die sich Schmerz zufügen, öffentlich für alle Nahestehenden, sich Ritzen, Rasierklingen schlucken, nur intimer? Für sich, ohne das jemand von Außen das bewusst mitbekommt. Stilles Leiden und stiller Schmerz ausgehalten? Lachende Fratzen nach Außen, Dunkelheit drinnen, immer mit dem Gegener "Ich" vor dem Auge?

Kann man vor sich selbst überhaupt weglaufen? Und wenn ja, wie lange soll das dauern?

Kann sich selbst bekämpfen? Wer knickt wohl eher ein?

Soll man einfach stehend sterben? Und findet damit ein gütliches Ende? Oder liegt man schlußendlcih nur einfach in gleichem Sinneszustand auf dem Boden, nicht mehr auf Augenhöhe mit der Umwelt.

Was ist also der Weg, wenn der größte, und auch einzige Gegner man selbst ist?

Mit dem Rücken zur Wand?

Donnerstag, 17. März 2011

Random-Falle

"Geh mir aus dem Kopf Du Arsch"
"eyööööööö warum sagst Du sowas? Sag nicht Arsch zu mir!"
"Sorry, mein Engel"
"Weils so ist"

Random-Falle ".....dann zieh gefälligst Deine scheiss Schuhe aus, wenn Du mir durch den Kopf latscht"

Kann mir mal da einer den Notausgang zeigen?

Fragen? Wozu? Hab doch keine Antworten drauf.

Man fährt einfach zweispurig, mittig, wird beidem gerecht, dem Herzen und dem Kopf. Zwar keinem wirklich, aber wer tut das schon.

Beide Spuren sind leer, wozu dann die Mitte?

Aufgabe einer Spur? Niemals. Warten auf den Geisterfahrer, vielleicht trifft er mittig? Oder streift zumindest links.....oder rechts. Schadensbegrenzung mit Vorsatz. Ohne Ausfahrt keine Ausfahrt.

Bald ist das Jahr rum....und immer noch hast Du Deine Schuhe an, damit bloß Spuren bleiben, profilierte Spuren. " Danke dafür Du Arsch......" "eyööööööö warum sagst Du sowas? Sag nicht Arsch zu mir"

Random-Falle....!

Freitag, 11. März 2011

Zimmer leer

Der Satz, den meine Kollegin heute zu mir sagte "bei mir sind alle Zimmer da oben leer" trifft meinen Zustand derzeit auf den berühmten Punkt.

Ich sehe dabei zu, wie  sich "unser" Baby, was einige von uns seit 9 Jahren aufgezogen haben, innerhalb von einer Woche nun  in einen chaotischen, traurig kaputtorganisierten und stressgeladenen Haufen verwandelt hat.

Ich sehe Kolleginnen weinen, die nicht verstehen können, wie ich es nicht verstehen kann, was da gerade abläuft.

Es macht mich sauer und ich bin das erste Mal seit meiner Lehre an einem Punkt, wo ich keinen Lust mehr hab. Ich, die immer, und zwar jeden Morgen, gern ins Büro gefahren bin. Ich, die die Arbeit immer aus dem Herzen heraus gemacht hat. " Es ist nicht mehr meins, nicht so", waren heute die Worte an meinen Chef. Ich stehe zwar noch hinter ihm, aber nicht mehr hinter dem, was im Moment abgeht.

Daher auch mein Schweigen hier, es zehrt mich derzeit auf, in allen Belangen, aber am meisten mental. Nicht die Tatsache, das ich heute meinen 12 Arbeitstag in Folge ohne freien Tag hatte, nicht der Umstand, das ich rund 130 Std. in dieser Zeit unter Strom stand, nur noch fähig, Abends tot und überdreht ins Bett zu fallen, nein....was mich wirklich fertig macht ist die Tatsache, meine Kolleginnen und Kollegen und in aller erster Front auch meinen Chef, so aufgerieben zu sehen. Zombiegleicher Ausdruck im Gesicht vormals viel lachender Menschen, ausgelöst durch, meiner Ansicht nach, desaströser Vorplanungen derer, die den Arsch voll Kohle damit verdienen, diesen Job zu machen.

Mir fehlen selten die Worte und die Gedanken zu schwierigen Situationen, aber ich habe tatsächlich eine Grenze bei mir erfahren, die wieder gefährlich in die Richtung "aufgeben und zurücklassen" tendiert.

Und das darf es nicht!

Dienstag, 22. Februar 2011

Wir puzzeln uns einen Dali

Eigentlich hat er uns, die Menschheit, mit seiner Kunst schlicht und ergreifend verarscht. Er zwingt uns, seine Bilder aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, was aber schlußendlich nicht zu einem stimmigen Bild führt. Wir gehen nah heran, sehen die Feinheiten, kleine Sauereien oder Alptraumsymbole, aber das Gesamtbild verschwimmt in viele kleine Teile. All diese kleinen Teile haben ihre Berechtigung, auch verdammt nochmal wahrgenommen zu werden. Wir tun es. Drücken unsere Nasen platt an Dingen, die wir allumgreifend sehen wollen, wir wollen mitreden, nichts verpassen. Nur sehen wir kein Gesamtbild.

Gehen wir weiter weg, wirds klarer, all die kleinen Dingen formen gemeinsam ein Großes, stimmiges Bild, nur welchen Wert, ausser der Formung des gesamten Bildes haben diese Kleinigkeiten dann noch. Wir betrachten ein Gesamtbild, ohne die Einzelheiten noch als wichtig zu erachten. Also gehen wir näher ran, man will ja aufmerksm bleiben.

Doch finden wir jemals die richtige Perspektive? Den richtigen Abstand zu Dingen, um sie wirklich zu verstehen, zu be- und -greifen und zu sehen, wie sie wirklich sind?

Man puzzelt sich sein Bild aus verschiedenen Perspektiven zusammen, nimmt das Große eher wahr als das Kleine, versucht aber, die kleinen Dinge nicht zu vergessen. Gelingen tut es selten, ohne das Gesamte zu vernachlässigen, hängt sich dann an den Kleinigkeiten auf, hadert mit ihnen, verliert den Faden zum Bild.

Im Grunde zeigt Dali uns dieses Problem der Perspektive eiskalt auf. Die Findung des Mittelweges. Zieht den Spiegel und hält ihn uns vor. Zum einen genau hinzusehen, intuitiv zu "finden", aber niemals den Blick fürs Ganze zu verlieren, denn das könnte uns ganz schnell erschlagen, wenn wir plötzlich gezwungen werden, Abstand einzunehmen.

Sie war 16, als sie u.a. diesen Text als Teil eines Kunst-Referates zum Thema Surrealismus anfertigte (hier bemüht, es noch einmal in etwa so wiederzugeben). Es wurde 16 Seiten lang. Die Lehrerin überfordert. Denn sie hatte anderes erwartet, Entstehung, Künstler, Geschichte....das typische abgeschriebene und fussgenotete "Bla Bla" Sie formte daraus Sinnfragen, Gleichnisse... und durfte es nicht vortragen ("einige dürften damit überfordert sein"), bekam eine "1" und hatte wieder einmal das Gefühl, das es vielen Menschen nicht zugetraut wird, auch mal andere Blickwinkel einzunehmen.

Montag, 21. Februar 2011

Augen

Vergangen? Gegenwart? Zukunft? Oder einfach nur Fiktion? Wer weiss das schon so genau...ist es übehaupt wichtig?

Als ich Dich das erste mal sah, war es ein seltsames Gefühl. Ein nicht wirklich standesgemäßer Raum für eine erste Begegnung, eine nicht alltägliche Situation. Fernab vom üblichen Kennenlern- und Erstblickprocedre wie man es kennt. In einem Cafe, beim Sport, einer Kneipe oder im Buchladen. Nur zufällige Blicke wurden getauscht, kein Interesse wechselte offensichtlich den Besitzer. Trotzdem verließ ich den Ort der ersten Begegnung mit einem Gefühl, das diese Begegnung gerade nicht normal war. Etwas von mir ließ ich dort.

Der einen schnell einholende Alltag ließ diese Begegnung in den Hintergrund rücken, in kurzen Momenten aber glitten die Gedanken immer mal kurz ab, erinnerten sich, an diese Augen, die es wohl waren, mich einfingen und festhielten, mein Herz in kleine Fesseln legte, sanfte, nicht schmerzenden Fesseln, kaum spürbar, aber dicht genug an diesem, um zu erinnern. Ich fand keine Antwort auf die Frage, die mein Herz mir stelle. Wann sehe ich  Dich wieder?

Der Zufall wollte es es wohl wieder so, das wir uns wiedertrafen, wieder in einem Raum, der nicht viel Platz für irgendwas ließ. Zu nah um sich zu trauen, zu entfernt um wirklich Interesse zu zeigen. Der letzte Blick an diesem Tag traf tiefer als beabsichtigt und zeigte mir, das die erste Begegnung kein Zufall war. Für mich kein Zufall bleiben durfte.

Zurück in die aufregene Welt eines 14-jährigen Teenies geworfen bat ich um ein Treffen, heute weiss ich, hätte ich es nicht getan, ich hätte es wohl mein Leben lang bereut. Zu klar war mein Bild von Dir vor meinem inneren Auge, Deine schönen Haare, Deine wunderschönen Augen, Deine warme Art und Weise, der Klang Deiner Stimme, ich wusste, das konnte ich nicht so gehen lassen, war es mir auch nicht mehr möglich es zu tun.

Die erste Berührung liess mich spüren, ich habe das richtige getan. Meine souveräne Art wich dem Herzen eines verletzlichen Mädchens, weich und warm fühlte es sich an, kein Raum für schlechte Gedanken, dunkle Gedanken lösten sich in Deiner Nähe auf. Die Welt färbte sich in ruhige Farben, jede Sekunde an Deiner Seite war ein Geschenk. Wachte ich Nachts auf, vielleicht wieder mal mit einem wirren Gedankengewühl warst Du es, der mir schlafend die Sicherheit wiedergab, geschmiegt an Deinen starken Rücken, um schnell wieder einzuschlafen. Du warst es, der jeden Morgen, den ich neben Dir aufwachen durfte, zu etwas Besonderem machte, das erste Lächeln auf mein Gesicht legte und mich dazu brachte, Dir all meine Liebe zu geben, zu der ich im Stande bin, ohne Kompromisse, ohne Haken. Bei dem ich einfach ich sein durfte, der mich so liebte, wie ich war, ohne Kompromisse, ohne Haken. Gemeinsame Lieder, gemeinsame Augenblicke des Glückes, der Freude, Wärme, aber auch Tränen.

Zu viele Tränen.

Wenn ich heute in den Himmel schaue, der Regen auf mein Gesicht fällt, ist es, als ob du weinst, ich weine. Gemeinsame Tränen. Die Erinnerung an viele gemeinsam geweinte Tränen, die Hände ineinandergelegt, sich anschauend. Welchen Schmerz musstest Du aushalten, hast Du meinen spüren können, haben wir dabei zugesehen, wie unsere Herzen zerbrachen? Haben wir es gespürt, jeder mit dem Herz des anderen, was in diesem Moment mehr als sonst eins war? Können sich zwei Menschen gegenseitig das Herz brechen?

Wenn ich heute in den Himmel schaue, sehe ich Wolken, Wolken, die unseren Weg von Anfang an begleiteten. Wir suchten die Sonne, in allem, was wir taten. Wir liefen ihr nach. Manchmal geradezu getrieben, einen Strahl zu erwischen, uns in diesem nebeneinanderzulegen, das Gras und Hand in Hand die Wärme zu spüren, unseres Herzens. Sie ronn uns durch die Finger, die Sonne, die flutete unsere Herzen, um den kalten Wind, der mit jeder Wolke wieder durch die Seele zog, die Stirn zu bieten.

Wenn ich heute in den Himmel schaue, sehe ich Sterne, ich sehe sie vor mir, wie ich Dich vor mir sehe. Aber ich kann sie nicht berühren. Sie schauen still auf mich herab, sind wunderschön. Du siehst die gleichen Sterne, woanders, für einen Moment spüre ich Deine Hand in meiner Hand. Ich rieche, schmecke Dich, Dein Gesicht in meinen Händen, Deine wundervollen Augen sich mit Tränen füllend. Voller Liebe und voller Sehsucht, voller Schmerz und voller Qual. Selbst in der Qual blieben es die schönsten Augen der Welt für mich. Die Augen des ersten Blickes, die Augen der ersten Erinnerung und des letzten Blickes von Dir. Den schönsten und gleichzeitig schmerzhaftesten Blick, den ich jemals in und durch mein Herz habe schweifen lassen. Das haben sie mit den Sternen am Himmel gemeinsam. Deine Augen. Eine letzte Berührug, ein letzter Kuss. Wir blieben zurück an diesem Ort. Unsere Seelen scheinen einen Ort gefunden zu haben, wo wir uns immer wieder treffen. Es ist unser Ort. Unser Sonnenplatz. Denn wenn ich heute den Weg zu Dir suche, suche ich ihn in meinem Herzen, es ist der kürzeste zu Dir, zu unserem Ort.

Die Liebe zu Dir ist eine andere, denn dort, wo ich sie spüren kann wirds nicht dunkel. Lässt keine Wolken zu. Und keine weltliche Macht kann hier herein. Ich nehme Deine Hand und Dich mit. Keine Träne wird geweint. Wie gerne würde ich diesen Platz in dieser Welt für uns schaffen wollen. Mit der Kraft meiner Liebe zu Dir.

Damit wir wieder das Gras unter uns spüren und in die Sonne schauen...meine Hand in Deiner!

In Liebe...für Immer!

Mittwoch, 16. Februar 2011

Speakers Corner

Kennt ihr die Leute, die sich in allem und jedem mitteilen müssen? Oder Menschen, die aus jedem Thema eine endlose Diskussion starten wollen? Egal, was das Gegenüber zu sagen hat, es wird entweder "dagegen" gerufen, es ausdiskutiert oder versucht, dem anderen seine Meinung, so scheiss egal sie vielleicht auch für eine Situation  als Lösungsansatz ist, zu erläutern, zu erklären, zu reden, zu reden, solange zu reden, bis zwar immer noch keine Lösung gefunden wurde, aber immerhin wurde sich mitgeteilt. Applaus, es kann sich wieder hingesetzt werden.

Ich beobachte mich immer häufiger dabei, das ich Gesprächen dergestalt ausweiche, sie einfach nicht haben will, vor allem, wenn ich keinen Sinn in einem solchen finde. Es gibt in meinem Leben einfach Dinge, die brauchen nicht mehr besprochen oder ausdiskutiert werden. Es gibt genauso gut Dinge, die führen zu keiner Lösung eines Problems, wenn sie immer und immer wieder diskutiert werden (wenn man zum Beispiel ganz einfach eine völlig andere Sichtweise hat)

Was ist es, was die Menschen, oder zumindest viele von Ihnen dazu bringt, nicht einfach Dinge stehenlassen zu können, wo sie sich nunmal stehend aufhalten, im Charakter des Gegenüber. Wenn ich beispielsweise sage, ich möchte keine Kinder mehr, möchte ich diese nicht " evtl." nicht mehr, ich möchte sie niemals nicht mehr. Drüber zu diskutieren, warum und weshalb das so ist, bringt ebenso wenig, wie diese Aussage infrage zu stellen. Wenn ich sage, ich nehme mir das, worauf ich Bock habe, mit fairen Mitteln, ohne aber kleine Kollateralschäden vollends auszuschließen, dann ist das so. "Only god can judge me. The world is a fuckin´competition" Da gibt es in meinem Weltbild nichts, aber auch mal überhaupt gar nichts zu rütteln. Solange es menschlich bleibt und nicht gewaltsam beschafft wird. Mag mich einer dafür richten? Bitte vortreten. Weiss jemand im Gegenzug dafür nicht, worauf er sich im Umgang mit mir einlässt? Zurücktreten und weiter zusehen. Den im Grunde gehe ich sehr offen damit um. Augen auf.

Wenn ich eine Situation für mich, für meine Person, in gewisser Weise werte, mein Bild für mich feststeht, macht es keinen Sinn, das mein Gegenüber mir sein Bild immer und immer wieder erzählen und darstellen will, denn....welch Überraschung, es ändert nichts an meinem Bild. Es gibt einen schönen Satz "Wenn Du man in meinen Schuhen, in meinen Pfaden und mit meinem Blick gewandert bist....."

Ich höre es mir gern an, das war es aber auch. Ich respektiere die Meinung des anderen, ich muss sie nicht akzeptieren. Aber der Respekt sollte da sein, und das verlange ich auch von meinem Gegenüber. Verschwendet nicht meine Zeit mit der Rechtfertigung Eurer Gedanken. Habt sie, steht dazu, aber respektiert, wenn ich die Regeln für den Umgang mit mir vorgebe. Entweder es passt, oder es passt nicht. passt es, umso schöner, passt es nicht, bedanke ich mich fürs Zuhören und wünsche noch einen schönen Tag. Es ist der Lauf der Dinge, der Zeit und der Menschen, das nicht jeder Topf seinen Deckel findet. Oppourtunisten pflastern die Welt da draussen zu Hauf. Siehst Du jemanden grad schreiend weglaufen, ja, das wäre dann ich. Weiche Satan.

Vielleicht ist es einfach das Los eines einzelnen Kriegers, der im Grunde nie eine Mannschaft brauchte, um seinen Kampf aufzunehmen, der manchmal sogar freiwillig das Feld räumt. Aber immer im alleinigen Entscheidungsraum, wann und wo...

Es ist weder Eure Moral, noch Eure Erfahrungen, noch Eure Sichtweise, die mich zu einem anderen Menschen macht. Es ist ICH, der mich wenn zu einem anderen Menschen formt, so wie ich meinen Blick in den Spiegel als solchen allein vollziehe, mit meinen Augen. Und es wird in diesem Leben hier nicht mehr passieren, das ich meine Meinung zu Gunsten eines Kollektives oder einer Sache ändere oder relativiere, um jemande anderem außer mir selbst den Gefallen zu tun, zu genügen und stimmig ins Bild zu passen.

Es ist vergeudetet Zeit, vergeudete Energie, vergeudete Buchstaben, Worte, Sätze, Gelegenheiten, etwas anderes zu tun.

Samstag, 12. Februar 2011

Kreisläufer

Die ganze Welt ist voll von Ihnen. Kreisläufer. Die einen drehen sich ausschließlich um sich selbst, andere sich im buchstäblichen Kreis. In allen Belangen. Bewegen sich im kleinen Raum Ihrer Vergangenheit, finden den Ausgang nicht, laufen einfach so lange weiter, bis sie keuchend zusammenbrechen, aber nicht ohne bald wieder aufzustehen und den gleichen Weg wieder aufzunehmen.

Ein gepflegter Tritt aus der Umlaufbahn hilft Beizeiten, diesen Radius an Ketten zu sprengen. Nur wenn man nicht genau aufpasst, sorgt die Erdanziehung dafür, das man ganz schnell wieder in diesen Umlauf um eine Sachen herum landet, und läuft weiter.....ohne jemals einen wirklich Ausgang aus einem Problem zu finden.

Auch die Menschen, die lediglich um sich selbst kreisen, so harmlos sie auch sind, bedürfen hier und da eines Trittes, einer Erinnerung: "Hey, schau mal da draussen....."

Im Grund hat jeder Mensch diese Umlaufbahn, die um sich selbst oder um eine Sache herum. Den Mut, Haken zu schlagen haben nicht sehr viele, wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man mehr Kreisläufer als Hakenschläger. Auf eingetretenen Pfaden zu wandern ist auch einfacher als neue unbekannte Wege zu suchen. In und auf seinem Kreis kennt man den Verlauf, sein Selbstmitleid fühlt sich immer gleich an, die Umgebung bleibt die gleiche, man sieht immer und immer wieder bekannte Gesichter. Sicherheit, teuer erkaufte Tristesse, als Sicherheit getarnt.

Meine Suche nach diesen Hakenschlägern wird wohl nie aufhören. Ich werde weiter versuchen, diesen ein Bein zu stellen, oder scheinbar hakenschlagenden Kreisläufern den passenden Tritt zu verpassen.

Freitag, 11. Februar 2011

Opa-Tag



Kein System und kein Muster erkennbar, wenn Gedanken an Dich wieder für einen Moment die Überhand gewinnen. Nicht planbar.

Je länger es dauert, umso deutlicher der Wunsch, Ihnen ins Gesicht zu schreien, welches Recht sie damals ergriffen, mir die letzte Möglichkeit zu nehmen, Dir Lebe wohl zu sagen. Einem kleinen Mädchen, ihrem eigenen Fleisch und Blut, diese Tür nicht mehr zu öffnen. Sie entschieden über uns hinweg.

Und wieder schaue ich in den Himmel und schwöre Dir, Du bist der Erste, den ich suchen werde, wenn ich mich auf den Weg mache. Aber Du wirst auf mich warten. Mein Gefühl sagt mir, das es so ist.

Getraue mir den Weg zu Deinem Grabe nicht. Viele viele Jahre schon, wie tausende Male zuvor. 22 Jahre nun, 24? Ich weiss es nicht einmal. 2 mal habe ich es geschafft.

Aber Du findest mich immer wieder. Egal wo ich bin, da brauchts kein System und kein Muster. Du nimmst das kleine Mädchen in den Arm, streichelst ihr über den Kopf, ich rieche den Pfeifengeruch, spüre das glatte Holz zwischen meinen kleinen Fingern und werfe mich ins grüne Cord des Sofas. Du bist mir näher als die, die sich das Recht rausnahmen, zu entscheiden, wann ich Dich das letzte Mal sehen durfte. Und diese Rechnung ist bis heute offen.

Ich werde wieder versuchen, Dein Grab zu besuchen, wie es mir vor einigen Jahren schon einmal nach vielen vielen Versuchen gelungen ist. Verzeihe mir ein weiteres Mal, wenn ich es wieder nicht schaffe.

Ich mache alles wieder gut, denn es wird der Zeitpunkt hierfür kommen. Und Du wirst der Erste sein. Ich verspreche es Dir. Denn ich glaube, nein ich bin mir sicher, mein Schutzengel bist Du. Du hast das kleine Mädchen nicht einfach zurückgelassen, Du hast Dich nur anders positioniert, um auf sie aufzupassen.

Ich vermisse Dich!

Montag, 7. Februar 2011

Sie will ihr Leben zurück




Für Dich meine Süsse!

Du willst Dein Leben zurück? Dann muss Du es wagen, zurückzuschauen und herauszufinden, wo der Punkt is, wo es angefing, das  Du es Stück für Stück immer ein bisschen mehr verloren hast.

Vielleicht bin ich nicht oft genug für Dich da gewesen, vielleicht hätte ich es müssen. Aber mussten wir uns bis heute wirklich um uns kümmern? Waren wir nicht immer 2 Einzelkämpfer ohne Anspruch auf Bemutterung? Aber trotzdem immer füreinander da, wenn es brenzlig wurde?

Und trotzdem zerreist es mir mein Herz wenn Du weinst, zerreist es mir die Seele, nur ahnen zu können, wie verloren Du Dich in Dir selbst fühlst, weil ich zu gut weiss, was es heisst, "ein altes Leben" zurück zu wollen. Mit dem Wissen, das es nichts materielles, nichts soziales, sondern einfach ein Gefühl ist, was weg ist. Was man wieder haben will. Und ich weiss, wie lang der Weg sein kann. Und wie wenig perfekt es immer noch ist, wohl nie perfekt sein wird, aber ein Kompromiss, der wieder ein gutes Gefühl macht.

Ich hab Dich sehr lieb und möchte alles dafür tun, jeden Weg mit Dir zu gehen, der nötig ist, damit Du wieder "deine altes Leben" zurückbekommst.

Enno singt es....ich meine es. Für uns. Und ich hoffe, noch viele viele Jahre lang.

Für unsere Freundschaft!

Baustelle A46 - Lied 3




Bleibt es gleich oder ist es mittlerweile Gewohnheit geworden. Werden Startblöcke Genicke brechen, Herzen oder Egos?

Es wird Antworten geben, so oder so. Auch wenn keiner die wohl hören mag.

Wann ist eine Lüge geboren?

Im Umgang mit einigen Menschen habe ich oft, meist sogar von Anfang an, das Gefühl, das sie nicht 100% aufrichtig zu einem selbst sind.

Ich werte dies niemals direkt negativ, eigentlich werte ich das sogar sehr selten als solches, ist mir doch keiner Rechenschaft darüber schuldig, wie er sein Leben gestaltet. Ich würde mir zwar gern wünschen zu wissen, mit wem ich es eigentlich wirklich zu tun habe, bin da aber im Grunde, wie jeder andere auch, auf die "Mitarbeit" des Gegenübers angewiesen. Was mag er mir erzählen, was nicht, was hält er für notwendig, an Infos rauszulassen und welche lässt er lieber "hinten über fallen" Ich war und bin nie ein großer Frager gewesen. Was mich manchmal zu einem anstregenden ersten Gesprächspartner macht. Aber so ist sie immer gewesen.

Aber genau hier stellt sich für mich immer wieder die Frage: "Ist eine nicht gestellte Frage, und die darauf eben nicht gegebene Antwort noch aufrichtig?" oder anders ausgedrückt: "Muss man gewisse Dinge immer erst direkt in Ansprache bringen, bevor man eine Information bekommt, die vielleicht, in welchen Belangen auch immer, wichtig sein könnte für einen gegenseitigen Umgang?"

Manchmal, vor allem, wenn man mit diesen Menschen vielleicht auch gar keinen wirklichen Kontakt mehr hat, sorgen doch derartige Nachwehen dafür, das vielleicht von vornherein gemutmaßte Dinge wie "Familien- oder andere (Um-)stände" sich manifestieren.

Macht die Situation zwar im Grunde weder besser, noch schlechter, noch maßgeblich wichtiger für das eigene weitere Leben, sorgt allerdings für einen faden Nachgeschmack..

Aber warum ist das so? Warum wird vor allem im Umgang zwischen den Geschlechtern, nicht mit offenen Karten gespielt. Scheut man das Risiko? Ist es einfach Feigheit? Unbedarftheit? Böse oder weniger böse Absicht?

Ich werte es als nichts von alledem. Für mich bleibt es einfach schade, denn am Ende, wenn es denn raus kommt, macht es mich eher traurig.

Aber so ist das wohl auf meinem eigenen kleinen Planeten. Manche Dinge dringen nicht zu mir durch. Manche Fragen stelle ich auch einfach nicht, weil ich immer noch glaube, das mein Gegenüber es für so wichtig erachtet, das er es selbst tut.

So bleibt mir nur "Danke" zu sagen, ein ehrliches Danke für ein außergewöhnliches Wintererlebnis.

Allerdings nicht für Deinen lautlosen Rückzug zurück in Deine/Eure Welt.

Wir sehen uns... (denn es passiert immer 2x) Aber Du wirst die Gleiche wieder treffen, wie Du kennengelernt hast.

*lächel

Mittwoch, 2. Februar 2011

Geister (ungerufen)

Ich weiss bis heute eigentlich nicht, was sich genau in der Psyche eines Menschen abspielt, wenn diese ungerufenen Geister plötzlich jemanden wieder in Besitz nehmen. Es sind die Momente, wo Du am wenigsten mit rechnest. Keine besonderen Vorkommnisse, kein besonderer Stress, nicht mal übermässig Zeit zum Grübeln. Ein 0815 Tag, aufstehen, arbeiten, essen, lesen/surfen/fernsehen und schlafen. Punkt 1 und 2 klappte gut. Ebenso Punkt 3 ohne besondere Auffälligkeiten.

Plötzlich Synapsenschaltfehler. Aus dem Nichts tauchen Bilder auf, Gesichter, Momente und ein Gefühl.

Ich bin ja schlau und ja nicht unbeholfen in diesen Dingen, raten ja auch viele "Plüschologen", einer Situation mit einem gedanklichen Stop (auch gern laut ausgesprochen), in einen Stillstand zu versetzen. Tats, stand auf und verließ den Raum in einen anderen hinein, mit einem Buch unterm Arm. Es brachte nichts mehr. Es hatte mich bereits im Griff. Mir blieb in diesem Moment erst einmal nichts anderes als mich darauf einzulassen. Gedankenversunken hockte ich in der Ecke, verstand die Welt wieder einmal nicht mehr und liess den Gefühlen Ihren Raum. Eine SMS veschaffte mir Erleichterung. "Teile es, auch wenn der andere es vielleicht nicht hören will", sagte mir mal ein sehr gefühlsbetonter Mensch. "Versetze ihn einen Augenblick in die Situation, daran teilzu haben, das es Dir für einen Moment nicht gut geht und hör auf damit, permanent zu heucheln, das tut nicht gut" Dieser Mensch hat recht damit.

Nur was passiert da in diesem Moment genau? Was sind Auslöser, wenn man offensichtlich keinen hat, von Außen. Welche Bereiche in der Psyche werden da plötzlich animiert, einen solchen Gefühlsgau auszulösen, der aber auch in den nächsten Minuten wieder vorbei sein kann. Ist es ähnlich wie mit der Rauchentwöhnung? Wo man im Grunde noch lange Zeit immer mal wieder diesen Impuls verspürt: "Jetzt ne Zigarett, scheisse, wär das toll", er aber auch in 10 Sekunden wieder vorbei ist.

Sind es Teile des Gehirns, die durch Hormone plötzlich den "Altscheiss" rauskramen und wieso bleibt der Altscheiss eigentlich auch immer da drin? Und kann, oder sollte man überhaupt was dran setzen, alte Begebenheiten auszulöschen? Wäre das besser? Dinge, die einem nicht gut tun, oder nicht gut getan haben, einfach auszuradieren? Wäre das ein Wunsch, also die Fähigkeit zu besitzen, fürs nächste Leben? Sofern man es Karma-Technisch geschafft hat, sich eins zu verdienen?

Oder sind es einfach unaufgearbeitete Dinge, die immer mal wieder auftauchen, um einen dran zu erinnern, das man vielleicht doch nicht alles so gut im Griff hat, wie man meint. Die einen auf dem Boden der emotinalen Tatsachen zurückholt. Sinds wohlmöglich noch andere Zeichen, die ich noch nicht kenne?

Das Zeit keine Wunden heilt, das habe ich bereits früh gelernt. Die Abstände, wo es mal wieder weh tut, werden nur länger. Aber am Ende steht, wenn man eben ganz viel Glück hat, die Gleichgültigkeit, aber bis dahin haben es noch nicht viele Menschen geschafft, mit denen ich mal verbunden war, sei es familär oder freundschaftlich.

Es sind eben die ungerufenen (wenn auch nicht unbedingt ungebetenen) Geister, die alle Namen tragen, Orte oder nur Gesichter. Und so wie ich sicher bin, das ich manch unaufgearbeiteten Dinge erst in einem anderen Leben regeln werde, so bin ich auch sicher, das jeder Geist, der plötzlich wieder vor einem steht und einen quält, oder erinnert, sein Gutes hat. Ob man es nun versteht oder nicht, warum gerade jetzt und hier.

Vielleicht macht gerade diese Tatsache die Angelegenheit so uuschön. Das unvorbereitet sein. Nicht zu wissen, wann es zuschlägt, es einen einnimmt und innerlich durchschüttelt, um dann genauso schnell wieder das Weite zu suchen. Früher habe ich immer gedacht, so etwas passiert, wenn der andere gerade sehr an einen denkt, aber Beweise dafür blieben mir bis heute unbewiesen ;-). So glaube ich eher weiter an einen Schaltfehler, an einen von der Psyche gewollten, ein menschlicher Schaltfehler, der einen aus dem Alltag einen Moment rauszerrt, einen Spiegel vorhält und sagt: "Da stehst Du Mensch, das bist Du Mensch, merkst Du es? Und nun.....geh wieder an die Arbeit, Du solltest es nur spüren"

Denn es ist am Ende das Zeichen des Lebens, der Ruf, der Anstubser "Du lebst, liebst und leidest", Du bist.....ein Mensch. Sei dankbar dafür, das Du so offen im Herzen noch bist, das der Schmerz noch Zugang findet.

Denn wo kein Schmerz mehr rein kann, kann kein Gefühl mehr raus.

Donnerstag, 27. Januar 2011

Point of no return

Ich habe schon einmal, so glaube ich, in einem Beitrag hier über einen so genannten "Point of no return" gesprochen.

2 Tage des doch recht intensiven Nachdenkens haben mich allerdings wieder an diesen Punkt gebracht. Ich habe lange überlegt, reflektiert, und sinniert, ob es eigentlich für alles und jeden eine passende, wenn auch oft an den Haaren herbeigezogene Entschuldigung gibt. Für viele Dinge gibts dies. Fürs zu spät kommen (oder zu früh *harhar), für einen Anraunzer, Anrempler, für eine Unhöflichkeit. Ja, für all das ist eine Entschuldigung irgendwo noch machbar. Und akzeptabel, wenn es nicht zur Dauereinrichtung mutiert.

Nur wie schaut es eben für andere Dinge aus, Betrug, Verrat, Boshaftigkeit....

Vergleichen wir diese "Gründe" fällt, so glaube ich, sehr schnell auf, das Erstgenanntes irgendwie immer ein wenig fremdverursacht sein kann. Ein Bus der nicht kam, eine zu große Enge, das vergessene Danke beim Bäcker, weil man vielleicht grad am Telefon hängt.

Die anderen Dinge allerdings, passieren in der Regel vorsätzlich. Man begeht eine Handlung aus freien Stücken, und sei es aufgrund Feigheit, Habgier, Rache....whatever Was gibt es da jemals zu entschuldigen? Man macht Dinge, weil man sie in dem Moment machen wollte, einen Menschen verletzen, zum Teufel jagen, schlagen, betrügen, demütigen. Man trifft diese Entscheidung, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, in welche Lebenslagen auch immer. Kommt es ans Tageslicht, sollte derjenige die Konsequenzen zu tragen wissen.

So beantwortete sich die Frage an mich schnell selbst, ob ich im Falle des Verrates einer Freundschaft jemals vergessen und verzeihen kann. Ich kann es nicht. Und ich denke auch nicht, das diese Menschen es verdient haben, das ich ihnen verzeihe, denn sie haben an einem Punkt eine Entscheidung getroffen, mich zu verletzten, zu betrügen und mich damit zu demütigen.

Genau am "point of no return".

Montag, 24. Januar 2011

Schuss aus dem Hinterhalt

Wenn in einem Moment, wo man nicht mit rechnet, plötzlich von einem nahestehenden Menschen, der sich in die kleine Riege der so genannten Freunde einreihen durfte, eiskalt, und so fühlt es sich gerade an, das Messer am eigenen Rücken entlang gezogen wird, um dann zuzustechen, das ist wohl das letzte, was man sich vorstellen mag, während man danach ausblutend ob der eigenen verkackten Illusion auf dem Boden der Realität vor sich herwimmert.

Er hat wohl die einzige Waffe gewählt, mit der man mich ohne Gegenwehr niederstrecken kann,. Verrat. Verrat für vielleicht eigene Arschrettung. Verleumdung der Tatsache Freundschaft, Verniedlichung der gleichen. Er hat sie genutzt.

Er hat es in Kauf genommen, das ich nun hier sitze, leer, beraubt des Vertrauens´, was ich in diesen Menschen hatte. Beraubt um eigene Gefühle, die ich ihm mitteilte, Vegangenheiten, das Seeleninnerste. Weg. Hingeworfen, draufgetreten. Es war ja nichts "man kann das ja wohl keine große Freundschaft nennen".

Danke dafür. Bald 2 Jahre auf Dein Gewissen zu nehmen.

Ich hoffe, es war es wert! Ich hoffe, sie durfte nun lesen, was sie lesen wollte von Dir. Ich hoffe, ihr Arsch ist es wert, das ich ich meinen nun aus Deinem Leben ziehe, oder glaubst Du, ich werfe mich blutend vor Dich? Glaubst Du, das ich jemals wieder Vertrauen haben kann? Du hast genug, mit denen Du reden kannst. "Aber große Freundschaft war das mit uns beiden nicht". Du hast es selbst gesagt.  Nimm meine Geschichte als auch die Deine mit. Es sind in Deinen Augen wohl lapidare Geschichten ohne Wert, wie die Zeit, die verbrachten Stunden im Gespräch bis heute scheinbar eine lapidare Geschichte ohne Wert ist. Deine Probleme, die heute wohl so plötzlich keine mehr sind. Dein Interesse an meinem Befinden, Deine Art und Weise, wie Du da warst in scheiss Stunden, wie ich für dich, ist alles nicht passiert. Halt das Feuerzeug unter dieses dreckige Stück Papier. Unter das Tagebuch vieler Gespräche.

Aber lass mich hier liegen und gehe weiter, und dreh Dich einfach nicht mehr um.

Einsichten

Ich weiss überhaupt nicht, wann ich das letzte Mal ein dergestalt schönes Wochenende hatte, und trotzdem wieder einmal genau das als erstes im Kopf brennt, was ich als unangenehm und "nicht mehr haben will Faktor" unterstreiche und in meine passende Schublade einsortiere. Vielleicht liegt es einfach auch daran, das ich einen tollen Eindruck, ein tolles Gefühl und Freude auf oder bei etwas mir so ungern mit negativen Gefühlen kaputt machen lassen möchte.

Aber eines wurde mir während dieser 2 Tage unter tollen Menschen wieder ganz brutal bewusst. Es gibt Dinge, und das wird immer offensichtlicher, die kann und die will ich auch nicht mehr. Diskutieren, fruchtlos diskutieren, mich hierbei im Kreis drehen, nicht einmal dabei zuhören möchte ich. Gleiches gilt bei substanzlosem Gewäsch.

In geschlossenen Räumen kann man sich nicht wegbeamen, minimal wegwünschen und versuchen, seine eigene Welt zu betreten, und, wie es ein mir gegenüber sitzender Herr so völlig auf den Punkt brachte, in mich zu gehen. Ich nenns "wegschalten". Für einen Moment ausblenden, auch ohne Musik, weil dies wohl die Unhöflichkeit schlecht hin wäre, in einer großen Runde, einfach den IPod ins Ohr zu stopfen, und Unhöflichkeit kann man mir selten nachsagen. Sich in einen Zustand versetzen, der einen das drumherum an Stimmen, Diskussionen und den damit in mir auflodernden Drang zu sagen "Boah, haltet doch einfach einen Moment die Luft an, es geht mir auf den Sack, immer die gleiche Scheisse" vergessen lässt. Letzte Prävention vor dem großen Knall.
Aber man spricht es nicht aus und verbringt, manchmal unangenehm lange Zeit, gefangen in diesem Käfig, in der Hoffnung, das es bald vorbei ist, oder das ein anderer "Stop" schreit. Warum schreie ich nicht Stop? Warum warte ich immer auf Menschen, die mich wissend ansehen und damit sagen "Ich weiss genau, was Du gerade durchmachst, ich bin da bei Dir" oder auf jemanden, der sagt: "Komm mit, wir gehen.....Zum Luft holen." Stattdessen kam das erste Veto gegen Stimmen- und Geschsprächs- wie auch zum Teil bräsigen Hirngewirr, später am Abend, als ich sagte "Lass uns bitte jetzt einfach einen Moment einfach schweigen, nichts sagen", was zwar mit einem "Ist doch auch langweilig" quittiert wurde, aber der Blick mir sagte: "Ich weiss grad, was Du meinst" Und man bewegte sich ein paar Momente auf einer non-verbalen Ebene, in der ich ein bisschen runterkam.

Vor diesem Hintergrund vergesse ich aber nicht, das ich trotzdem eines der schönsten Wochenenden seit langer Zeit hatte, denn der Anteil an "guten" Momenten, geborgenen lustigen und warmen Momenten mit Menschen, die mir gut taten, war größer.

Sonntag, 23. Januar 2011

Illusionen

Heute nur ein Liedtext, der mir heute Früh als erster Song des Tages im Kopf auftauchte. Zuletzt gehört an einem kühlen, aber sehr sonnigen Tage, spazierengehend an der Lenne, im Begriff, eine Beziehung zu begraben, weil es einfach Dinge gibt, die mit Liebe allein nicht zu überbrücken sind. Darüber sinnierend und den Text des Liedes aufsaugend, da vieles von dem in diesem Moment auf diesen Menschen passte.



I know it's hard to tell how mixed up you feel
Hoping what you need is behind every door
Each time you get hurt, I don't want you to change
Because everyone has hopes, you're human after all
The feeling sometimes, wishing you were someone else
Feeling as though you never belong
This feeling is not sadness, this feeling is not joy
I truly understand. Please, don't cry now
Please don't go, I want you to stay
I'm begging you please, please don't leave here
I don't want you to hate for all the hurt that you feel
The world is just illusion trying to change you
Being like you are
Well this is something else, who would comprehend?
But some that do, lay claim
Divine purpose blesses them
That's not what I believe, and it doesn't matter anyway
A part of your soul ties you to the next world
Or maybe to the last, but I'm still not sure
But what I do know, is to us the world is different
As we are to the world but I guess you would know that


Sie wurde schlussendlich begraben, ob er die Antworten, seine Antworten, bis heute gefunden hat, weiss ich nicht. Es ist auch nicht mehr wichtig. Denn wenn man begriffen hat, das Liebe allein, nie die Antwort auf alle Fragen des Lebens sein kann, nie die Lösung aller Probleme, kommt man nach kurzer Zeit des Haderns wieder an einen Punkt, wo man neuen Dingen und Menschen wieder eine Chance geben kann.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Explosionen

Es nimmt gerade mal wieder Überhand. Das da in meinem Kopf. Unstrukturiertes Gewurschtel, Ideen, Überlegungen, Vergangenes, Gegenwärtiges Schöne und Aufreger, bring nix zu Ende. Neues Buch begonnen, Kurzgeschichten von Daniel Kehlmann "Ruhm", mein Erstling von ihm. Ich bekomms noch nicht gebacken. Schaffe es mal wieder nicht, auch nur einer Geschichte zu folgen. Sie sind einfach geschrieben, trotzdem blenden die Gedanken ständig weg und ich verlier den Faden. Passt grad zu den wirren Träumen. Find mich grad nicht in meinem Kopf zurecht. Das ist mies. Und vor allem anstregend. Selbst Routinearbeiten machen mich kirre, die ganze Woche schon.

Vielleicht sollte ich einfach mal explodieren? Luft ablassen, nen großen Knall produzieren. Menschen-Matsch aus Buchstaben, Zahlen, Farben und Blut an der Alltagswand. Alles Vergangene fliegt gleich mit raus, das schlechte am Besten zuerst. Damit ich mir mal anschauen kann, was mich da Nachts im Moment beschäftigt. Denn einen Bezug, ein System, ein Bild kann ich mir daraus nicht formen. Begonnen mit dem Traum, einen mir mal sehr nahe gestandenen Menschen lebend auf seine eigene Beerdigung zu bringen, wortlos, gefühllos, fast kalt mit dem Wissen, der geht gleich über den Jordan, der ist schon tot, nur lebt er gerade noch.....ist es jetzt eher eine wirre Bilderflut, an die ich mich nicht mal erinnern kann, nur ganz kurz nach dem Aufwachen. Aber die Zeit reicht nie, um das alles mal aufzuschreiben, und außerdem bin ich zu faul, dies mitten in der Nacht zu tun. Ein Diktiergerät? Das wäre mal eine Maßnahme.

2:45
Der da neben mir verzieht keine Miene und im Grunde kommen die ersten Würmer schon aus seinem Kopf, denn er ist tot, weiss es nur noch nicht, ich bringe ihn grad zu seinem Sarg für sein neues zuhause 6 Feet under.

Grotesk!

Aber nicht so blöd, so behalt ich die Einzelheiten mal. Und zerbrech mir nicht tagelang den Kopf oder trage Restfetzen der Träume mit in den Tag und verbringe ihn damit, zu rekonstruieren, was denn jetzt wie genau war. Während ich dabei routinemässig mein Tagesgeschäft erledige.

Gut, löst mein jetziges Problem grad nicht, die innere Unruhe, das Rastlose, ich will raus, aber nicht unter Menschen, raus aus mir...oder doch eher mit mir. Brauch was triviales. Oder besser noch, stumpfes. Nur wo bekomm ich das heute Abend noch her. Im Grunde nur aus dem TV.

So denke ich, werde ich mich jetzt auch ins Bett legen und die Fernbedienung und den ersten Gedanken "Boah nee ne?" entscheiden lassen, welche Hirnsalbe in Form von Malle-Doku oder Frauentausch unter Voll-Asis mir selbiges nun betäubt.

Wie jeder Morgen....im Grunde!

Wenn man morgens um 4:45 brutal aus dem Schlaf, der obendrein vollgestopft mit den absurdesten Traumbildern war, gerissen wird, ist meine morgendliche Unfähigkeit, irgendetwas an Empfindungen aufzubringen nochmals potentiert. Normalerweise habe ich kein Problem damit, einfach aufzustehen, mein kopfmässiges Notprogramm laufen zu lassen, um nicht direkt mit vollster Überzeugung vor den nächsten Türrahmen zu laufen, heute Morgen schon. Blick aus dem Fenster. Schnee. Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich grad kotzen möchte. Erste Kaffeetasse segelt mit Zug aus dem Schrank auf den Fliesenboden, die erste Kontaktlinse 2 mal ins Waschbecken. Immer noch diese kranken Traumbilder im Kopf. Großes Kino. Fast den Bus verpasst (wen juckt das eigentlich, hab doch quasi freie Hand im Aufschlagen an meinem Arbeitsplatz), Schal vergessen, natürlich arschkalt. Schal liegt neben den Handschuhen, hauptsache Musik, Handy und mein Buch sind dabei. Einige Gesichter fehlen im Bus? Verpasst? Fliegende Kaffeetassen auch an anderen Schauplätzen?

6:20. Ich hole gerade meinen 2. Kaffeebecher aus der Teeküche,  und stelle sie gefüllt neben den ersten bereits gefüllten auf meinen Schreibtisch. Großartig. Das wird wohl mein Tag. Ich spüre das genau Beide Becher sind selbstverständlich genauso schnell weg wie üblich.

Ich brauch grad mal nen Rettungsschirm, denn sonst seh ich diesen Tag den Bach runter gehen (oder Kollegen an meiner Bombenlaune scheitern). Das Wetter wird mir wohl heute nicht dabei helfen. Ich glaub, ich machs mir heute komfortabel. Frischer O-Saft fürs sonnige Gemüt, was Süsses für die Psyche, heute Mittag was fieses in den Bauch. Currywurst Pommes. Genau das ist es. Aber es ist erst 7:23.

Ein ganz normaler Morgen also.....irgendwie.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Schlingensiefs Nachwehen

Das Buch ist "ausgelesen". Es ließ mich traurig und hoffnungsvoll zugleich zurück.

Zu lesen, wie ein Mensch den Bezug zum Leben, den Bezug zu seiner schlimmen Krankheit, den Bezug zu seinem Umfeld und all dem, was in prägte, ver- und aufarbeitet, immer an der schmalen Grenze zwischen Depression und Zuversicht, war, vorsichtig gesagt, für mich als Tiefschürfer brutal. Es waren nicht die Beschreibungen der Krankheit als solche, die Angst vor Schmerzen, die Vorstellung, sein Leben in die Hände von Ärzten und der Medizin als solche zu geben....es waren die Gedanken und Retrospektiven, die Schlingensief beschrieb. Das Nachdenken über Religion, Gott und all dem, was an seinem Leben hing und eigentlich immer eine Rolle spielte und nun infrage gestellt wurde. Die Sehnsucht nach Antworten, die immerwährende Suche danach. Die Fragen, ob er sein Potential richtig eingesetzt hat. Für sich aber vor allem, für die Menschen.

Was wurde er für seine Projekte doch verteufelt, angeprangert, als Provokateur an die Wand gestellt....aber was haben auch diese Projekte in den Menschen ausgelöst. Von Scham bis Abschaum, Applaus und Verachtung, aber eines hat er immer geschafft, und da bin ich mir sicher. Er hat gezeigt! Drauf gezeigt! Den Finger, nicht das Messer, in die Wunde gesteckt, denn er wollte nie verletzten, er wollte den Menschen die Möglichkeit geben, Schmerz wahrzunehmen, und wenn es sein eigener war.

Christoph Schlingesief wurde, wie ich, im Zeichen des Skorpiones geboren. Am 24.10.1960. Vielleicht ist das der Grund, warum ich beim Lesen seines Krebs-Tagebuches und auch beim Ansehen einer sehr guten Doku, ausgestrahlt noch vor seinem Tod im Jahre 2010, mehrfach die Tränen nicht zurückhalten konnte.

Er nannte Dinge beim Namen, die mir eben sehr bekannt und vom Gefühl her so vertraut vorkamen. Seine Sicht der Ding, die Tatsache, das er sich mit einigen Dingen einfach bis zu seinem Tod nicht abfinden konnte und sein steter Drang zum Idealismus und sein Kampf für Projekte, die skuriller nicht hätten nach Außen wirken können, und doch soviel Subtanz hatten, man musste sich nur drauf einlassen, haben mich beeindruckt und ich habe festgestellt, das ich viel, viel zu wenig mich mit diesem Menschen beschäftigt habe.

Eines hat mir dieser, noch sehr kurze Ausflug, in seine Welt gezeigt. Es gibt sie, die Menschen, die einfach ihre Sicht der Dinge, ihre Fragen an das Leben und ihre Visionen umsetzen, vielleicht nicht alle umsetzen konnten, aber in ihrem Rahmen versucht habe, es den Menschen um sie herum greifbar zu machen. Auch auf die Gefahr hin, als völlig freakig und provokant abgestempelt zu werden.

Er konnte "umsetzen", eine Fähigkeit, die ich nicht besitze, außer im Schreiben vielleicht.

Und so bin ich weiterhin irgendwie allein in meinem "Raum" mit der Befürchtung, vielleicht irgendwannn an dem ganzen Gedankenzeug zu ersticken, Dinge, die ich alle gern noch aufgearbeitet hätte, aber es vielleicht nicht mehr kann. Weil die Zeit fehlt, die Gelegenheit, das Ventil. Warum kann ich nicht wenigstens malen? Dinge, die ich rausschrei(b)en würde, den Finger drauf und brüllen "Guckt Euch diese Scheisse doch mal an" Und davon gibt es so verdammt viel, Dinge, die mich tief im Innersten ankotzen, das schon eine absolute Abscheu gegen bestimmte Verhaltensweise von Menschen vorherrscht, die lediglich durch mein doch manchmal noch missionarisches Wesen ausgeglichen wird. Ich habe es mit den Lehren des Buddhismus, sich in diese reinzulesen, zu verstehen und etwas davon mitzunehmen versucht. Es funktioniert bedingt. Vielmehr ist es tagesformabhängig, wieviel Gleichmut und Mitleid ich mit Menschen entwickeln kann. Aber vielleicht verlangt der Buddhismus das auch gar nicht, die Perfektion, das 100%ige. Ich finde aber schon, das an dem "Karma-Ding" was dran ist.

Wenn man trotzdem Menschen am liebsten erst verprügeln würde, damit sie wach werden, um sie dann aber zu trösten und ihnen zu sagen "Ja, aber Du kannst das alles noch ändern, korrigieren, besser machen, ehrlicher. Komm her, ich möchte dich dabei auch unter- und beschützen " das wäre wohl mein Weg.

Ich denke schon, das es ein Fluch ist, Menschen gleichzeitig zu lieben und zu hassen, erwische ich mich doch auch immer wieder dabei, Menschen, die ich nicht mag, oder die ich aus welchen Gründen auch immer, wenig bis gar nicht respektiere, oder die mich verletzten, versuche, mit dem passenden Mittel runterzuputzen, zu erniedrigen, wo vielleicht tatsächlich Mitleid eher angebracht wäre. Mund halten. Sein lassen. Ich kann es nicht. Aber vielleicht heiligt der Zweck auch das Mittel, einem Menschen ganz klar damit Grenzen aufzuzeigen, bis hierhin bei mir Scherge, und keinen scheiss Schritt weiter.

Wir schreiben Mittwoch, den 19.01.2011 und in meinem Kopf ist derzeit wieder sehr viel ungeordnet, aber ich danke den Menschen, auch wenn es posthum ist, die es immer wieder schaffen, das Zeug da oben rauszukitzeln um mich dazu zu bringen, auch wesentlich tiefer im eigenen Dreck zu wühlen, als man es wohl gemeinhin tut, zumindest ist das mein Eindruck von vielen Menschen in meinem direkten Umfeld. Der eigene Dreck ist immer noch der erschreckenste, also lassen wir davon mal besser die Finger und machen schnell die Tür zu. Und scheisssen den Nachbarn, Kollegen oder die Schwiegermutter an. Oder surfen auf einer Welle der Oberflächlichkeit, das einem Angst und Bange wird, wenn man darüber nachdenkt, was passiert, wenn diese Menschen wirklich mal zwangläufig mit menschlichen oder gesundheitlichen Abartigkeiten konfrontiert werden. Das macht mich genauso traurig, wie die Tatsache, das diese Menschen mich vielleicht nie wirklich verstehen werden. Oder, im schlimmsten Fall, nach kurzer Zeit Reissaus nehmen.

Daher, wieder einmal, ein Dank an die Leute, die immer noch da sind :-)

Samstag, 15. Januar 2011

Farbspiele

In einem Moment plötzlich alles zu haben, was einem gut tut, ist selten. Auf einer einfachen Eisenbahnbrücke, mit meinem Rad in der Hand stehend und einem Song der Sportfreunde Stiller im Ohr, den Blick auf den rotgefärbten Abendhimmel gerichtet und ein Gefühl der Freiheit im Kopf zu spüren....einen Moment das Gefühl zu haben, alles zu besitzen, was ein Mensch im Grunde braucht. Zufriedenheit!

Tief durchgeatmet schleicht sich trotzdem plötzlich leichte Wehmut ein, diese dunkle Färbung der Wolken, die das Rot des Himmels hier und da unterbricht erinnert mich daran, das doch was fehlt. Nicht schmerzend fehlt, aber leider irgendwie grad weit weg ist. Los lassen mag ich nicht, ich denke auch nicht, das ich es sollte. Ich möchte es auch nicht. Ob er den Himmel vielleicht gerade auch so sah? Worauf ist sein Blick gerade gerichtet? Was tut ihm gerade gut, oder viel schlimmer, was vielleicht nicht? Was ist sein Rot und sein Schwarz gerade?

Ob ich eine Antwort darauf bekomme, weiss ich nicht. Es ist auch nicht wichtig. Er mag es nicht, wenn man sich kümmert, ich kümmer mich trotzdem. Das ist meine Freiheit und er ist mir dafür nichts schuldig.

Ich nehme das Rot des Himmels mit auf meine Fahrt nach Hause und verbinde damit den Wunsch, das es ihm einfach gut geht und vielleicht auch ein wenig die Hoffnung, das ich vielleicht mal wieder seinen Erzählungen lauschen darf, an einem schönen Ort, der Rotgefühl auslöst. Wenn er es möchte. Auch mit dem Wissen, das da jemand "da ist". Mich so nimmt, und leiden mag, wie ich bin und mich nicht reglementiert. So wie ich ihn so wie er ist....grad vermisse.

Zu Hause angekommen kommen die Farbspiele zurück und ich fühle mich tatsächlich immer noch rot/schwarz, könnte lächelnd heulen, wehmütig tanzen, bin hadernd glücklich.....

Mittwoch, 12. Januar 2011

Schlingensief

Auf Seite 61 des Buches "So schön wie hier, kanns im Himmel gar nicht sein" dem Tagebuch Christoph Schliegensiefs, eindiktiert während seiner Krebserkrankung, steht ein Satz, der mir gerade ein paar Tränen laufen  lässt, weil er genau das sagt, genau das beschreibt, was ich so vielen Menschen erklären will, es aber in einfachen Worten nie konnte, was meine beizeiten doch sehr nachdenkliche Ader angeht, und warum ich dieses für mich für so wichtig erachte, mich auch mal in Abgründe zu stürzen, die andere als belastend ansehen.

"Aber wenn man ernsthaft anfängt, über diese Statik in der Welt nachzudenken, dann wird das Leiden produktiv, dann wird das Leiden durch meine Gedanken aktiv. Ich habe nur schreckliche Angst vor dem Moment, wo das alles aufhört. Irgendwann gehen die Gedanken ja weg, das ist Leid. Ich möchte so lange wie möglich denken dürfen. Muss ich halt lernen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken"

Ein großer Mann, der viel, viel viel zu früh gehen musste.

Dienstag, 11. Januar 2011

Warten....

...auf den Morgen, an dem ich durch die Tür trete und den Geruch des Frühlings in der Nase habe.

Ja, wir haben Januar, ich weiss, und ja, der Winter wird sicherlich noch einmal Anlauf nehmen. Aber die ersten Radausflüge draussen haben meine Sehnsucht, den besonderen Duft des Frühlings, gepaart mit der morgendlichen, nebligen Kühle, ein Stückweg wachsen lassen.

Noch nicht warm, aber auch nicht mehr bitterkalt, die ersten Vogelstimmen, wenn man wach wird. Auf all das freue ich mich.

Bin ich zwar im Herzen ein Herbstkind, ziehe ich trotzdem gewissen Parallelen. Der Herbst steht für "Sterben", der Frühling für "Neubeginn". Alles drumherum ist Kosmetik dieser beiden Zustände. Sterben ist wichtig für den Neubeginn, ähnlich wie unaufgearbeitete Dinge, schlepp zuviel mit Dir rum, wirds Dir immer wieder Probleme bereiten. Ein Baum mit alten Blättern zwischen den Neuen, wie schaut das aus?

So wie wir Menschen immer wieder Aufräumen sollten, mit alten Mustern, alten verstaubten Ansichten, und auch leider immer wieder mit destruktiv einwirkenden Menschen, so regelt die Natur das jedes Jahr aufs Neue automatisch. sie stirbt, legt sich auf Standby, wirft ab, bereitet sich auf den Neuanfang vor. Und wie schön sind doch Neuanfänge? Wie sehr geniessen wir es, immer wieder, vielleicht neu verliebt zu sein, sich neu zu erfreuen, an Menschen, an Situationen, am beginnenden Grün des eigenen Lebens? Es heisst nicht umsonst "der 2. Frühling" bei Menschen im letzten Lebensdrittel. Man schmeckt anders, man riecht anders, man fühlt anders, intensiver, man ist offener für Freude. Wie sehr geniessen wir es, endlich die dicken Klamotten in den Schrank zu stopfen, sich wieder zu zeigen, Blicke zu erhaschen, selbst die Blicke schweifen zu lassen, auf hofffentlich freudlich gesonnene Menschen.

Manche gestalten ihren Balkon, andere renovieren gleich jeden Frühling die ganze Hütte, andere halten sich einfach nur viel viel Draussen auf. Holen tief Luft und freuen sich auf einen Neuanfang!

Ich jedenfalls tu es!

Sonntag, 9. Januar 2011

Menschen Teil 2 "Don´t call me Uschi"

Jeder kennt wohl die Situationen, von einem Menschen mit einem Kose- oder Zergewort genannt zu werden. Wie in Partnerschaften oft die Betitelung "Schatzi" "Maus" "Hase" und sonstiges plüschiges Getier vorherrscht, gehts auf beziehungsunabhängiger Basis oft anders ab. "Vogel" "Spinner" "Kasper" oder auch "Fräulein" oder "Uschi". Klingt alles nicht so prall, ist aber oftmals nicht weniger liebevoll gemeint, und wenn nicht liebevoll, dann zumindet freundlich gesonnen.

Trotzdem mag mancher es nicht, sei es, weil der gerade "Angetraute" seine Ex ebenfalls ganz bestimmt "Schahaaaaaaaaaaatz" genannt hat, man will ja was Besonderes sein, oder auch, weil man mit bestimmten Titeln, like "Uschi" im Grund ne Querverbindung in Richtung "Blonde dämliche dauergewellte Trulla" oder so ähnlich zieht. "Geh mal zu Uschi Haare schneiden....." Jo, kommt hin.

Trotzdem kann es vorkommen, das ein Mensch Dein Leben kreutz, aus dessen Mund man selbst diese Art von "Kosenamen" plötzlich gar nicht mehr so schlimm findet. Normalerweise gehe ich bei Fräulein die Wände hoch, bei Uschi fliegt bereits die buchstäbliche Kuh. Normalerweise. Nur handelt es sich bei dem Herren dieser Wortwahl um einen, in meinem Empfinden, sehr provokativen Zeitgenossen. Subtil provokativ, wenn andere Menschen drum herum sind, manchmal sehr provokativ, wenn Schriftwechsel "unter sich" folgt.

Derartig gelagerte zwischenmenschliche Angelegenheiten üben einen besonderen Reiz aus, hier findet sich wohl auch der Grund, warum er mich nunmehr im 2. Jahr "Uschi" nennen darf, ohne das er bis heute konsequent auf die schwarze Liste gesetzt wurde. So jährte sich numehr eine spannungsgeladene, mal mehr, mal weniger intensive Interaktion auf verschiedenen Ebenen. So wie ich mich auf seine oftmals schroffe Art eingelassen habe, ließ er sich auf meine oft verqueren Gedankengänge ein. Denn hinter der schroffen Art und Weise seh ich nen gutes Herz (im Grunde), welches der "Macker" in ihm sicherlich aber gern verstecken mag :) Der Herr preferiert "einfach", bekommen tut er von mir "kompliziert", aber obwol ich "einfach" und er, wie ich meine, "kompliziert" einfach gruselig findet, lässt man sich trotzdem aufeinander ein. Es ist dieses daraus sich ergebende "Feuerchen", das im Grunde immer leise vor sich hin flackert, wenn man sich denn mal sieht. Er ist neugierig und rotzfrech. Beides mag ich.

Ich beobachte ihn dann gern, die schönsten Augen diesseits von Hagen, in seinem Falle macht das den Reiz auch aus...denn niemand ahnt diese Verbindung, wird durch scheinbar belanglose Gespräche unter mehreren, auch mal besonders, wenn ein belangloser Satz für die Allgemeinheit gesprochen, vom anderen als "der war für dich und das weisst du" interpretiert wird. So genannte "Insider". Aufmerksam wie er ist (und er hat scheinbar auch das bessere Gedächtnis) wirds zur Kenntnis genommen und mit regungslosem Gesichtsausdruck honoriert, aber spätestens in der nächsten 1zu1 Situation zur Sprache gebracht.

Ein Spiel. Manchmal spiele ich sehr gern. Hat man einen adäquaten Mitspieler, umso lieber. Dann werde ich dieses Spiel auch nicht beenden, solange die Regeln von vornherein klar sind und vor allem nicht gebrochen werden.

Freitag, 7. Januar 2011

Lichtung

Ganz langsam lichten sich weiter die Nebel. Komischerweise erstmal die Nebel, die verbargen, was ich im Neuen Jahr nicht mehr will. Einzelne Dinge zeigen sich nun und ne gewisse Konsequenz drängt sich auf. Das ist manchmal nicht einfach, aber einfach manchmal nicht zu ändern.

Es fliegen gerade wieder Federn, denn es sollen schlußendlich nicht meine sein am Ende.

Die ersten grauen Haare entdeckt, vielleicht war das der Auslöser, das Wissen...man altert tatsächlich. Kein Scheiss, die Zeit läuft ab. Ich habe nicht mehr alle Zeit der Welt, dieser welcher zu zeigen, was ich verändern kann. In meinem Umfeld, an mir, an ihr. Ich bin es ihr schuldig, und wenns nur ein Stückchen ist. Wie das Bus-Abo, was ich mir heute kaufte, um so gut wie nicht mehr Auto zu fahren. Es ist ne Kleinigkeit, mind. 12 km weniger Abgase is der Luft, pro Tag, pro Mensch. Trotzdem sollte man es tun, verändern, auf welchen Wegen auch immer. Es muss ja nicht immer "grün" sein.

Ich habe keine Zeit mehr, mich mit fruchtosen Beziehungsgeflechten auseinander zu setzen, nachdem ich im letzten Jahr feststellen durfte, das es Menschen gibt, die meine Aufmerksamkeit in vollem Umfang verdient haben. Ich stelle fest, das ich mich nicht mehr auf andere Menschen einstellen kann und will, die meine Sprache nicht sprechen.

Ich entschuldige mich von daher bereits bei denjenigen, die es bis heute zwar noch nicht "erwischt" hat, aber mit Sicherheit wohl das Jahr 2012 mit mir in Kontakt nicht mehr erleben werden (bildlich gesprochen)

Donnerstag, 6. Januar 2011

Jeckyll & Hyde

Oder....Antenne grad Totalausfall?

Gibt es Menschen, die Ihr Gesicht innerhalb von 24 Std. wandeln können? Ich sehe mich gerade etwas erschrocken hier sitzen und frage mich, wars einfach nur der falsche Zeitpunkt? Das falsche Gesprächsthema? Mond? Sonne? Sterne?

Selten ist mir in einem Messenger-Chat soviel Aggression entgegengeschlagen, das mir bitterkalt wurde. Es ist schon schwer genug, Aggression nur in Buchstaben auszudrücken, in aller Gewalt, ohne nun die Wortwahl ins Extreme abgleiten zu lassen. War auch nicht nötig.

Selbst freundlich gestellte Fragen wurden plötzlich in einer Art und Weise beantwortet, das ich mich fragte: "Wo ist hier grad der rote Button zum Beeenden der Konversation?" Einfach wegklicken? Nicht meine Art.

Ich hatte diesen Menschen eigentlich, nach meinem ersten Empfinden, als freundlichen Zeitgenossen kennengelernt, so suchte ich den Kontakt über Fitze Fatze. Warum habe ich gerade das Gefühl, das meine Antenne im Sack ist? Dieser Mensch trat mir plötzlich in einer Art und Weise entgegen, man beachte, in Schriftform, welche ich, wenn ich es freundlich betiteln wollte, als grenzwertig "asi" bezeichnen würde. Und immer mit einer Aggression zwischen den Zeilen, das mein erster Gedanke war "Choleriker" und bereits bei diesem Gedanken ich innerlich die Tür für diesen neuen Menschen wieder leicht zu schob. Weil ich Angst bekam. Wovor? Gute Frage. Zog  ich gerade Parallelen? Unbewusst. Dejavu´s. Hat man nicht manchmal das Gefühl  "Das kennst Du, aber Du weisst grad nicht woher" Oder "hier war ich schonmal...meine ich....irgendwann...? Dieses Bauchgefühl, was bereits Bauchweh ist, und zwar gefährliches und warnendes Bauchweh?

Ich sehe mich etwas ratlos. Liegts an mir? An meinem Mond, meiner Sonne und meinen Sternen? War sie gestern vielleicht vergessen worden? Zu Hause, in Revision? Die Antenne, die mir entweder sofort sagte "Neeee, ne!" oder "Hmmmmm  angucken den Menschen", was in meinem Fall ja schlußendlich nur heisst, das Gespräch zu suchen.

Was lief da falsch?

Ich schloss die Tür!

Und hoffe, das die Antenne gestern wirklich nur nen kurzen Ausfall zu verzeichnen hatte. Und ließ die Angst hinter der Tür zurück und schloss sie ab.

Dienstag, 4. Januar 2011

Zwischen den Jahren

Nein es ist nichts. Wirklich nicht. Ist halt mal Stille hier. Das war´s aber auch. Hänge vom Kopf her irgendwie immer noch zwischen den Jahren fest. Gedanken liegen brach, irgendwo „zwischen“ Sendepause.

Irgendwie dockt derzeit noch nix an. Als ob sich der Kopf ne kleine Pause gönnt, die Synapsen auf Standby surren. Schlimm? Nee eigentlich, denn mir fehlt im Grunde im Moment eher nur das „Gerüst 2011“. Was tu ich, wo geht’s hin, mit wem und ohne wen ab jetzt mit welchem Ziel?

Das steht noch nicht. Da liegen ne Menge Teile, die zusammengebaut, wohl Sinn ergeben könnten, im Moment fehlt mir noch die Anleitung und die Motivation. Es plätschert einfach dahin und ich fühle mich noch nicht einmal unwohl dabei.

Ein paar Dinge in Angriff genommen, die zwar nicht zielführend sind, aber im Moment bereits Ihre Nützlichkeit in anderen Belangen unter Beweis stellen dürfen. Das Mädchen geht wieder zum Spinning, ein schon etwas länger vor sich her geschobener Arzttermin wird heute wahrgenommen, heute Abend könnte daher die Zielsetzung sich etwas aufklären oder umkehren oder gänzlich den Bach runter gehen. Angst? Komischerweise nicht.

Mir scheint, als sei das Jahr 2011 mit einer Menge Unbekannter begonnen. Aber ich freu mich auf diese Unbekannten und lasse mich überraschen, was das Neue Jahr für mich in den Weg wirft.