Nein, nicht hier, ich will mich auch nicht verabschieden. Aber eine Dokumentation auf N24 heute früh, mit dem ersten Kaffee am Morgen des 2. Weihnachtstages warf in mir ne Menge Zeugs auf. Fragen, die ich mir zwar häufiger schon in einigen Momenten selbst stellte, aber im Grunde, wie auch nun wohl, weitestgehend unbeantwortet bleiben.
Es ging in dieser Doku um aufgezeichnete "last words" von Opfern des 9/11. Telefonate, Anrufbeantworteraufzeichnungen. Menschen, die dazu verdammt oder auch gesegnet waren (im Grunde wissen diese Menschen es selbst nicht so genau) ihren Lieben beim Sterben zuzuhören. Direkt oder indirekt, je nach dem, welches Medium (direkter Anruf oder Anrufbeantworter) erreicht wurde.
Eines hatten alle Anrufe gemeinsam, sie gingen an immergleiche Adressaten, Menschen, die Ihnen nahestanden. Sie nutzten ihre letzten Minuten dafür, gerade ihnen noch einmal zu sagen, wie sehr sie sie lieben, das sie auch sich aufpassen sollen, man an sie denke.
Das ist schön, denkt man sich, das ist schön schrecklich, denkt man sich. Das ist großer Trost und große Last gleichzeitig für den "Empfänger". Eine Erinnerung auf ewig. Fluch oder Segen? Möchte man als Letzter im Leben eines geliebten Menschen wissen, wie sehr man geliebt wird? Vielleicht sogar erst dann in aller Endgültigkeit. Möchte man sich Gedanken darüber machen, wie sehr die Angst des Gegenübers versucht wurde zu überlagern, in dem man dem "Überlebenden" Trost spendet? Tut man diesem Menschen wirklich einen Gefallen? Sollte man nicht schon zu Lebzeiten alles dran setzen, gerade den Menschen, die man liebt, dies ständig vor Augen zu führen.
Es zeigt sich wohl wieder, das ich eine vielleicht absolut krank-romantische Vorstellung von Liebe habe. Sich selbst vorzustellen, wie es sei, was man denn sagen würde, wenn man an der Schwelle zu dem ist, auf was wir unser Leben lang vorbereitet werden, auf den Tod, ist naturgemäss etwas schwierig. Nur denke ich, für mich, dürfte es nichts sein, was ich nicht genau diesen Menschen schon zu Lebzeiten nicht genügend gesagt hätte.
Es erinnert mich gerade dunkel an das Ende einer Beziehung von mir, wo der Mann, als es darum ging, unser Heim zu verlassen, plötzlich das erste Mal überhaupt in den knapp 3 Jahren in Tränen ausbrach, Emotionen aus ihm herausplatzen, etwas, was ich 3 Jahre im Grunde in diesem Mann in dieser Intensität gesucht habe, was nen Stückweg sogar zur Trennung von diesem lieben Menschen, den ich immer noch sehr achte und lieb habe führte. Dort, an dieser Stelle des "point of no return". Meine Reaktion, die ich ihm so nicht zeigte war Wut, abgrundtiefe Wut. Warum jetzt? Ich sagte es ihm erst Jahre später.
Zurück zum Thema.
Was würde ich sagen wollen? Vieleicht nochmal ne letzte Abrechnung mit den Leuten, die mir nicht gut getan haben im Leben? Ich denke nicht. Denn ich bin der Meinung, sie sind genug gestraft, vielleicht sogar mit der Tatsache, das sie in meinem Leben nicht mehr stattfinden dürfen. Randfiguren sind.
Den Menschen, die ich liebe, jeden auf eine eigene Art und Weise, sagen, das ich es tu? Sollten sie es nicht längst wissen, ist es nicht meine Aufgabe, dies zu Lebzeiten zu tun. Das sie vielleicht mir nur noch sagen müssen: "Ich weiss....."
Vielleicht ist ein einfaches "Danke" an jeden Adressaten genau das beste "last word @ the point of no return" Danke an alle, die mich durch schlechte Erfahrungen reifer und sensibler haben werden lassen. Danke an alle, denen ich meine Liebe und Zuneigung geben durfte und die mir gleiches zurückgaben.
Nicht mehr, nicht weniger
Spart auch Platz auf dem Marmor-Steinchen unter dem Bäumchen, wenn man "six feet under......." und sagt auch zu Lebzeiten mehr aus als langer zurechtgeklöppelter Groll und schöngeschwungener Phrasen.
Danke!
Inspiriert durch einen sehr lieben Freund von mir, dem Markus aka Fimbulmyrk, habe ich mich dazu entschieden (so quasi aufm MTB zwischen Wanderweg A8 und A9), mir ebenfalls einen Blog zuzulegen. Was wird hier stehen? Diese Frage kann ich mir ansich selbst noch nicht so recht beantworten. Ich denke mal, es wird eine komische Mischung aus all meinen Geisteszuständen werden. Und davon gibt es genug.
Sonntag, 26. Dezember 2010
Freitag, 24. Dezember 2010
Oh Du seelige....
Wer mich ein klein wenig kennt wird wissen, in welche Richtung dieser Blogeintrag hier heute gehen wird. Ich entschuldige mich auch jetzt schon in aller Form bei denjenigen welchen, die sich hierdurch angegriffen, ertappt, vorgeführt oder sonstwas fühlen. Dies kann aber auch nur passieren, wenn ein Fünkchen Wahrheit gesehen, ge- oder empfunden wird. Vor allem, bei sich selbst. Es liegt mir fern, hier Menschen den Spiegel vorzuhalten, zumindest nicht vorsätzlich, dennoch ist gerade heute ein Tag, an dem es immer und immer wieder "klappt" in gewisser Art und Weise. Nur hören mag es keiner.
Der heilige Abend! Ich verzichte bewusst darauf, die Schöpfungsgeschichte, an welche ich selbst nicht glaube als Aufhänger zu nehmen. Weihnachten solle ja auch eher als Gelegenheit genutzt werden, besinnlich und im Kreise der Lieben etwas Ruhe und Kraft zu schöpfen, dem anderen zuzuhören, ihm eine Freude zu machen...ein wenig schönes Essen, Kerzenschein, vielleicht, wenn gewünscht, ein Kirchgang (auch wenn dieser oft nur obligatorisch zu sehen ist.
Ich möchte im Grunde als Aufhänger meine eigene Kindheit dazu herzerren, meinen Eindruck von Weihnachten, der sich schon früh in meinem kleinen Kopf manifestiert hat, zu beschreiben. Es hat sich im Grunde genommen bis heute nichts daran geändert, außer das aus kindlicher Nachdenklichkeit eher nackter Zynismus wurde, wenn ich mit den "Zauber" heute ansehe.
Im Kreise der Liebe bedeutet für mich früher....Vatter/Mutter/Bruder/Omma/Oppa/Tante/Onkel. Im Grunde in gleicher Zusammensetzung Jahr für Jahr. Im Kreise der Lieben bedeutete für mich, Jahr für Jahr das gleiche Spiel. Geschenke werfen, Freude heucheln, lieb sein, und den Erwachsenen mit kindlichem Unverständnis dabei zuhören, wie jedes Jahr irgendwann die gleichen Themen aufgerissen und diskutiert wurden. Irgendwann waren alle weg und die Eltern verfielen in das gleichsam schweigsame Prozedre wie jedes Jahr und oftmals eben auch dem des ganzen Jahres. manche Verwandten sah man dann das ganze Jahr nicht mehr.
Als ich älter wurde, nahm ich den Fluchtweg nach der Bescherung raus in die Stadt, in die Disse. Dort traf ich viele Leidensgenossen, die froh waren, endlich da raus zu können, weil es wieder Theater gab, weil Vatter sich wieder abgeschossen und Mutti wieder heulend in der Küche saß, natürlich mit Tür zu, die lieben Kinder sollten ja bloß ein nettes Weihnachten haben. Ich hörte Klagen über die Auswahl der Geschenke, den Mißmut des Partners oder der Partnerin an Heiligabend, sollte doch alles auf den Punkt "stimmig" sein. Is ja Weihnachten verdammt...Friede Freude Spekulatius.
Da saß man dann beim 5 Wodka-O. palaverte mit männlicher Begleitung, deren Liebste bockig zu Hause saß und heulte, weil ja alles so schrecklich sei und hörte dem männlichen Teil des Trauerspiels dabei zu, wie er meinte, ansich wäre die Beziehung eh schon durch, aber es is halt Weihnachten *schulterzuck*. Einen Schritt weiter, und man hätte die eigene "Stille Nacht" ganz schnell zu einer sehr lauten machen können.
Man muss aufpassen, das man bei diesen Sätzen nicht gleich in wildem Applaus und der Frage verfällt, wie krank das eigentlich sei.
Aber, wieviel Wahrheit steckte da im Gedankengut eines heranwachseneden Menschen schon drin? "Es ist ja Weihnachten"
Wieviel Verlogenheit ist auch heute Abend in den Wohnhzimmern und Kirchen dieser Welt zu finden. Menschen, die sich über das Jahr weniger als Nichts zu sagen habe und an Heiligabend mit glühenden Wangen vom Sektchen zum Ánstoßen die große Zuneigung trompeten, um in ein paar Tagen wieder aus dem Schoß der Famlie in die Arme anderer Menschen zu flüchten. Ich wähle hier bewusst kein Geschlecht, das dürfte sich die Waage halten. Wieviele Kinder oder Frauen landen in den nächsten Tagen nach der von der Gesellschaft erwarteten Weihnhachtseuphorie verprügelt und geschändet in den Krankenhäusern, weils Vatti oder Mutti plötzlich wieder bewusst wird, wie beschisssen und frustig doch anscheinend ihr selbstbgewähltes Leben ist. Wenn wengstens die nach Weihnachten ausgesetzten Tiere den Weg in ebendiese Krankenhäuser finden würden, um den armen Kreaturen Trost zu spenden. Wer ist denn nach Weihnachten für das Seelenheil der Menschheit zuständig, wenn der Konsumterror abflacht, mit dem vielfach Zuneigung erkauft und geheuchelt wird?
Spielverderber - Ich weiss nicht wie oft ich dieses Wort schon gehört habe, wenns darum ging, das ich diesen Weihnachtsterror eben nicht mitmache. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Weihnachtsmärkte, die Lichter, die Düfte, schönes Handwerk (wenn noch zu finden). Aber ich erwarte und hoffe, und handel auch danach, für die Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten, das ganze Jahr über da zu sein, und das vor allem ehrlich, unverblümt, echt! Sehe ich etwas Schönes für gerade diesen Menschen, kaufe ich es ihm dann, kann ich ihm eine Freude machen, tu ich es sofort. Möchte ich bei ihm sein, sage ich es ihm und warte nicht erst passende Momente ab.
So werde ich heute Abend wohl, sofern das Wetter es zulässt, ein wenig allein durch die Strassen ziehen, die Verlogenheit, die aus manchen Fenstern als grüner Nebel kraucht sehen und vielleicht ein wenig wehmütig zugeben müssen, das gespielte Zuneigung "auf den Punkt" manchmal doch etweas wärmer ist, als gerade allein darüber zu sinnieren, warum und weshalb man das so sieht wie man es so sieht. Aber spätestens wenn diese von der Gesellschaft gewollte Zeit rum is, wenn alle sich wieder die großen Gefühle geschworen, und nach Silvester als Neuanfang direkt wieder über Bord werfen (Menschen, Gefühle) dann weiss ich, das ich zumindest meinen "Leuten" eines immer geben konnte und kann, Aufrichtigkeit. Wärme, Liebe und zwar dann, wenn sie es brauchen und nicht, wenn sie es gefälligst zu haben haben...oder so :-)
Dies gilt, natürlich nicht für die wenigen absolut intakten Famlien- und Beziehungsbande, denen ich von absolut ganzem und vollem Herzchen eine schöne Heilige Nacht wünsche. Das ist ehrlich und dergestalt kann ich auch auf das ein oder andere Weihnachten zurückdenken, an denen ich offenen Herzens mit genau den Menschen feiern konnte, die mir ebengleiches entgegenbrachten wie ich ihnen.
Ich möchte daher auch an dieser Stelle einigen Menschen danken, die meinen Weg bis hierher geprägt haben, in welcher Form auch immer, sei es durch Freundschaft oder auch mit Dingen, die nicht so prima waren, aber auch die gehören dazu. Auch einigen Menschen, die erst im Jahre 2010 meinen Weg wirklich kreuzten.
Einigen mit Namen, einige mit Pseudos....Privatsphäre und so.
Danke Vater, das du mir gezeigt hast, wie man in seinem Leben nicht mit Menschen, die man angeblich liebt, umgehen sollte. Du bist der Beweis dafür, das Blut nicht immer dicker ist als Wasser.
Danke Mutter, das Du langsam die Kraft findest, dich aus gewissen Mustern, die meine Kindheit leider prägten, herauszulösen.
Markus:
Du weisst, wofür ich Dir alles danke. Weil Du so bist wie Du bist. Mit all Deinen Facetten. Du weisst, das ich manche Dinge fast schon als destriuktiv sehe, was Du sagtst und tust, aber das bist Du. Es ist Dein Herz was es vorgibt, ehrlich und ungeschönt. Du hältst der Gesellschaft den Spiegel vor wie kaum ein anderer Mensch, den ich in meinem Leben kennenlernen durfte. du präzisierst meine eigene Sicht der Dinge noch ein Stückweg mehr.
Volker:
Weil ich weiss, das wir im Grunde in vielen Dingen die gleiche Sicht haben (und dafür brauch ich Dich nicht ständig um mich, Du hast in machen Momenten in diesem Jahr mit einfachen Worten mir eine Menge Trost und Verständnis geben können) Und ich wüsste wohl auch, wenn ich mal wirklich in der Scheisse stecken würde, Du würdest für mich da sein.
Der aus O-E.:
Du bist einfach das ganze Jahr über für mich präsent, als Ratgeber, als Zuhörer. Dafür danke. Es ist Zeit, die Du opferst. Es ist das wertvollste im Leben was geopfert werden kann.
The CrossX:
Gleiches für Dich. Du begleitest mich nu auch schon bald das dritte Jahr. Missen möchte ich Dich nicht mehr. Vor allem als Zuhörer.
Herr Volmarstein:
Andere Baustelle, anderes Verhältnis, aber auch sehr wichtige Komponente in meinem kleinen Leben. Ablenkung ist Dein Name Fremder :-)
Die schönsten Augen diesseits der Stadtgrenze:
Du hast drauf gewartet wetten? Auch wenn Du sagst, das der Blog dich hier überfordert....Du hast es gedanklich zumindest mit mir aufgenommen und bist nicht schreiend weggelaufen (du liest es, verstehst es im Grunde auch, nur was drauf sagen...das geht halt nicht immer, muss auch nicht, es interessiert dich, das zählt), und ich weiss, das unsere besonderen Wege sich mit Sicherheit noch das ein oder andere Mal kreuzen werden. Mein Lieblings-Provo und der einzige Kerl, er mich Uschi nennen darf, ohne das ich ihn kastriere. Hoff, das der Kontakt noch weiter aufrecht zu erhalten ist. So oft ich kann werd ich auf der Haldener zu 5:15 winken.
The m.
Auch wenn ich keine Schwebebahn mehr in meinem Leben betreten werde, Du bist, ich kann das so sagen, das "Highligt" in vielerlei Hinsicht des Jahres 2010 für, ein spätes Highlight, zugegeben, und wo und wie und wielange es noch "lightet" ist eine sehr gute Frage derzeit schätze ich. Ich hoffe, noch sehr lang, es hängt aber an Deinem "Licht", allein bin ich zu dunkel, ums über ne längere Distanz zu schaffen. Inspiration ist dein Name für mich. Zufällig der Weg auf dem wir uns begegneten. Ungern würd ich den Weg verlassen. Wir werden sehen.
Berchrunter M aus MK
Wir kennen uns ansich noch gar nicht wirklich, das wird sich hoffentlich bald ändern. Ebengleiche zufällige Kreuzung zweier Wege, zweier Skopione. Vielleicht ist es auch gerade das....was uns seit nen paar Wochen hier, teilweise auch kontrovers, Buchtabenterror vollziehen lässt :-) Mit Neugierde aufs erste Treffen warte. Seelen-Gleichheit oder Mord und Totschlag, ich mags noch nicht genau voraussehen.
Frohes Fest an Euch und bleibt aufrichtig, und wenns in einem Schneespaziergang allein zum Brainstorming führt.
Der heilige Abend! Ich verzichte bewusst darauf, die Schöpfungsgeschichte, an welche ich selbst nicht glaube als Aufhänger zu nehmen. Weihnachten solle ja auch eher als Gelegenheit genutzt werden, besinnlich und im Kreise der Lieben etwas Ruhe und Kraft zu schöpfen, dem anderen zuzuhören, ihm eine Freude zu machen...ein wenig schönes Essen, Kerzenschein, vielleicht, wenn gewünscht, ein Kirchgang (auch wenn dieser oft nur obligatorisch zu sehen ist.
Ich möchte im Grunde als Aufhänger meine eigene Kindheit dazu herzerren, meinen Eindruck von Weihnachten, der sich schon früh in meinem kleinen Kopf manifestiert hat, zu beschreiben. Es hat sich im Grunde genommen bis heute nichts daran geändert, außer das aus kindlicher Nachdenklichkeit eher nackter Zynismus wurde, wenn ich mit den "Zauber" heute ansehe.
Im Kreise der Liebe bedeutet für mich früher....Vatter/Mutter/Bruder/Omma/Oppa/Tante/Onkel. Im Grunde in gleicher Zusammensetzung Jahr für Jahr. Im Kreise der Lieben bedeutete für mich, Jahr für Jahr das gleiche Spiel. Geschenke werfen, Freude heucheln, lieb sein, und den Erwachsenen mit kindlichem Unverständnis dabei zuhören, wie jedes Jahr irgendwann die gleichen Themen aufgerissen und diskutiert wurden. Irgendwann waren alle weg und die Eltern verfielen in das gleichsam schweigsame Prozedre wie jedes Jahr und oftmals eben auch dem des ganzen Jahres. manche Verwandten sah man dann das ganze Jahr nicht mehr.
Als ich älter wurde, nahm ich den Fluchtweg nach der Bescherung raus in die Stadt, in die Disse. Dort traf ich viele Leidensgenossen, die froh waren, endlich da raus zu können, weil es wieder Theater gab, weil Vatter sich wieder abgeschossen und Mutti wieder heulend in der Küche saß, natürlich mit Tür zu, die lieben Kinder sollten ja bloß ein nettes Weihnachten haben. Ich hörte Klagen über die Auswahl der Geschenke, den Mißmut des Partners oder der Partnerin an Heiligabend, sollte doch alles auf den Punkt "stimmig" sein. Is ja Weihnachten verdammt...Friede Freude Spekulatius.
Da saß man dann beim 5 Wodka-O. palaverte mit männlicher Begleitung, deren Liebste bockig zu Hause saß und heulte, weil ja alles so schrecklich sei und hörte dem männlichen Teil des Trauerspiels dabei zu, wie er meinte, ansich wäre die Beziehung eh schon durch, aber es is halt Weihnachten *schulterzuck*. Einen Schritt weiter, und man hätte die eigene "Stille Nacht" ganz schnell zu einer sehr lauten machen können.
Man muss aufpassen, das man bei diesen Sätzen nicht gleich in wildem Applaus und der Frage verfällt, wie krank das eigentlich sei.
Aber, wieviel Wahrheit steckte da im Gedankengut eines heranwachseneden Menschen schon drin? "Es ist ja Weihnachten"
Wieviel Verlogenheit ist auch heute Abend in den Wohnhzimmern und Kirchen dieser Welt zu finden. Menschen, die sich über das Jahr weniger als Nichts zu sagen habe und an Heiligabend mit glühenden Wangen vom Sektchen zum Ánstoßen die große Zuneigung trompeten, um in ein paar Tagen wieder aus dem Schoß der Famlie in die Arme anderer Menschen zu flüchten. Ich wähle hier bewusst kein Geschlecht, das dürfte sich die Waage halten. Wieviele Kinder oder Frauen landen in den nächsten Tagen nach der von der Gesellschaft erwarteten Weihnhachtseuphorie verprügelt und geschändet in den Krankenhäusern, weils Vatti oder Mutti plötzlich wieder bewusst wird, wie beschisssen und frustig doch anscheinend ihr selbstbgewähltes Leben ist. Wenn wengstens die nach Weihnachten ausgesetzten Tiere den Weg in ebendiese Krankenhäuser finden würden, um den armen Kreaturen Trost zu spenden. Wer ist denn nach Weihnachten für das Seelenheil der Menschheit zuständig, wenn der Konsumterror abflacht, mit dem vielfach Zuneigung erkauft und geheuchelt wird?
Spielverderber - Ich weiss nicht wie oft ich dieses Wort schon gehört habe, wenns darum ging, das ich diesen Weihnachtsterror eben nicht mitmache. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Weihnachtsmärkte, die Lichter, die Düfte, schönes Handwerk (wenn noch zu finden). Aber ich erwarte und hoffe, und handel auch danach, für die Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten, das ganze Jahr über da zu sein, und das vor allem ehrlich, unverblümt, echt! Sehe ich etwas Schönes für gerade diesen Menschen, kaufe ich es ihm dann, kann ich ihm eine Freude machen, tu ich es sofort. Möchte ich bei ihm sein, sage ich es ihm und warte nicht erst passende Momente ab.
So werde ich heute Abend wohl, sofern das Wetter es zulässt, ein wenig allein durch die Strassen ziehen, die Verlogenheit, die aus manchen Fenstern als grüner Nebel kraucht sehen und vielleicht ein wenig wehmütig zugeben müssen, das gespielte Zuneigung "auf den Punkt" manchmal doch etweas wärmer ist, als gerade allein darüber zu sinnieren, warum und weshalb man das so sieht wie man es so sieht. Aber spätestens wenn diese von der Gesellschaft gewollte Zeit rum is, wenn alle sich wieder die großen Gefühle geschworen, und nach Silvester als Neuanfang direkt wieder über Bord werfen (Menschen, Gefühle) dann weiss ich, das ich zumindest meinen "Leuten" eines immer geben konnte und kann, Aufrichtigkeit. Wärme, Liebe und zwar dann, wenn sie es brauchen und nicht, wenn sie es gefälligst zu haben haben...oder so :-)
Dies gilt, natürlich nicht für die wenigen absolut intakten Famlien- und Beziehungsbande, denen ich von absolut ganzem und vollem Herzchen eine schöne Heilige Nacht wünsche. Das ist ehrlich und dergestalt kann ich auch auf das ein oder andere Weihnachten zurückdenken, an denen ich offenen Herzens mit genau den Menschen feiern konnte, die mir ebengleiches entgegenbrachten wie ich ihnen.
Ich möchte daher auch an dieser Stelle einigen Menschen danken, die meinen Weg bis hierher geprägt haben, in welcher Form auch immer, sei es durch Freundschaft oder auch mit Dingen, die nicht so prima waren, aber auch die gehören dazu. Auch einigen Menschen, die erst im Jahre 2010 meinen Weg wirklich kreuzten.
Einigen mit Namen, einige mit Pseudos....Privatsphäre und so.
Danke Vater, das du mir gezeigt hast, wie man in seinem Leben nicht mit Menschen, die man angeblich liebt, umgehen sollte. Du bist der Beweis dafür, das Blut nicht immer dicker ist als Wasser.
Danke Mutter, das Du langsam die Kraft findest, dich aus gewissen Mustern, die meine Kindheit leider prägten, herauszulösen.
Markus:
Du weisst, wofür ich Dir alles danke. Weil Du so bist wie Du bist. Mit all Deinen Facetten. Du weisst, das ich manche Dinge fast schon als destriuktiv sehe, was Du sagtst und tust, aber das bist Du. Es ist Dein Herz was es vorgibt, ehrlich und ungeschönt. Du hältst der Gesellschaft den Spiegel vor wie kaum ein anderer Mensch, den ich in meinem Leben kennenlernen durfte. du präzisierst meine eigene Sicht der Dinge noch ein Stückweg mehr.
Volker:
Weil ich weiss, das wir im Grunde in vielen Dingen die gleiche Sicht haben (und dafür brauch ich Dich nicht ständig um mich, Du hast in machen Momenten in diesem Jahr mit einfachen Worten mir eine Menge Trost und Verständnis geben können) Und ich wüsste wohl auch, wenn ich mal wirklich in der Scheisse stecken würde, Du würdest für mich da sein.
Der aus O-E.:
Du bist einfach das ganze Jahr über für mich präsent, als Ratgeber, als Zuhörer. Dafür danke. Es ist Zeit, die Du opferst. Es ist das wertvollste im Leben was geopfert werden kann.
The CrossX:
Gleiches für Dich. Du begleitest mich nu auch schon bald das dritte Jahr. Missen möchte ich Dich nicht mehr. Vor allem als Zuhörer.
Herr Volmarstein:
Andere Baustelle, anderes Verhältnis, aber auch sehr wichtige Komponente in meinem kleinen Leben. Ablenkung ist Dein Name Fremder :-)
Die schönsten Augen diesseits der Stadtgrenze:
Du hast drauf gewartet wetten? Auch wenn Du sagst, das der Blog dich hier überfordert....Du hast es gedanklich zumindest mit mir aufgenommen und bist nicht schreiend weggelaufen (du liest es, verstehst es im Grunde auch, nur was drauf sagen...das geht halt nicht immer, muss auch nicht, es interessiert dich, das zählt), und ich weiss, das unsere besonderen Wege sich mit Sicherheit noch das ein oder andere Mal kreuzen werden. Mein Lieblings-Provo und der einzige Kerl, er mich Uschi nennen darf, ohne das ich ihn kastriere. Hoff, das der Kontakt noch weiter aufrecht zu erhalten ist. So oft ich kann werd ich auf der Haldener zu 5:15 winken.
The m.
Auch wenn ich keine Schwebebahn mehr in meinem Leben betreten werde, Du bist, ich kann das so sagen, das "Highligt" in vielerlei Hinsicht des Jahres 2010 für, ein spätes Highlight, zugegeben, und wo und wie und wielange es noch "lightet" ist eine sehr gute Frage derzeit schätze ich. Ich hoffe, noch sehr lang, es hängt aber an Deinem "Licht", allein bin ich zu dunkel, ums über ne längere Distanz zu schaffen. Inspiration ist dein Name für mich. Zufällig der Weg auf dem wir uns begegneten. Ungern würd ich den Weg verlassen. Wir werden sehen.
Berchrunter M aus MK
Wir kennen uns ansich noch gar nicht wirklich, das wird sich hoffentlich bald ändern. Ebengleiche zufällige Kreuzung zweier Wege, zweier Skopione. Vielleicht ist es auch gerade das....was uns seit nen paar Wochen hier, teilweise auch kontrovers, Buchtabenterror vollziehen lässt :-) Mit Neugierde aufs erste Treffen warte. Seelen-Gleichheit oder Mord und Totschlag, ich mags noch nicht genau voraussehen.
Frohes Fest an Euch und bleibt aufrichtig, und wenns in einem Schneespaziergang allein zum Brainstorming führt.
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Zeit und Engstirnigkeiten
Gestern fiel mir meine Auflistung der Dinge wieder ein, welche ich seinerzeit in meinem VZ-Profil hinterlegte.
Eigentlich als Präventionsmaßnahme für Menschen gedacht, die nicht erst monatelang von einem Fettnapf in den nächsten schlingern sollten, um schlussendlich Fettnäpfe statt Schuhe an den Füßen zu haben, was meine Person angeht.
Hat so etwas von diesen Steckbriefbüchern aus meiner Jugend. Lieblingsfarbe, Lieblingstier, Lieblingsband, Dinge, die ich hasse....
Man hat ja fast täglich mit Dingen zu tun, die auf der eigenen Hitliste der „boah nee ne?“ ganz oben stehen. Man nennt es dann „aus gegebenen Anlass flipp ich mal gepflegt aus“ oder hab zumindest im Ansatz schlechte Laune.
Wenn ich mir also so meine eigene Auflistung mal genauer ansehe stelle ich fest, das die meisten Dinge, die ich als absolutes „no go“ empfinde, im weitesten Sinne mit dem Thema Zeit, im engeren, mit meiner eigenen Zeit zu tun haben.
Angefangen bei langen Schlangen an Kassen, Wartezeiten beim Arzt, auf die Bahn, auf langsame Kollegen, auf Rückrufe, meine Geduld in diesen Dingen hält sich extrem in Grenzen. Ich arbeite stets und ständig daran eine Art von Gelassenheit zu entwickeln, die mich und meine Umwelt davor schützen, sich auf vermintes Gebiet zu begeben. Ständig das Gefühl im Kopf zu haben „in der Zeit hättest Du 100 andere Dinge machen könne“, die man natürlich, wenn man es könnte, dann auch nicht macht, aber das ist erst mal völlig sekundär. „Hätte Hätte Fahrradkette“
Gleiches verhält sich mit fruchtlosen Unterhaltungen, schlimmstenfalls noch oberflächlich stumpfe selbige (selbst wenn man nur zuhört). Oberflächliches Bla Bla, wo man in dieser Zeit locker nem Obachlosen ne warme Decke hätte stricken können. Man steht da, versucht seinen IQ dreistellig zu halten und fragt sich, was man hier eigentlich macht. Aber ich habe ja meinen Ipod.
Ein weiteres gutes Beispiel ist das Warten auf Menschen. Unpünktlichkeit. Eine der „Tugenden“ bei denen ich regelmässig nen Kamm bekomme. Menschen, die erst losfahren, wenn sie eigentlich schon da sein müssten. Akademische 15 Minuten finden in meinem Weltbild nicht statt. Im Zeitalter von Mobiltelefonen hat jeder die Möglichkeit, seinem Gegenüber noch mal etwas mehr Zeit zu geben, was auch immer zu tun, aber nicht sinnfrei zu warten.
Verschwendung der eigenen Zeit halte ich schon für fragwürdig, Verschwendung meiner für grob fahrlässig, wenn man gut mit mir einhergehen möchte.
Für mich und mein Weltbild geradezu niederschmetternd gestaltet dich der Umstand versetzt zu werden. Mögen sich Gründe hierfür im Nachhinein aufklären, es gibt vielfältige, keine Frage, die wenigsten sind boshafter Natur. Aber das Warten auf Menschen, die schlussendlich nicht auftauchen, in welchem Aggregatzustand auch immer (Telefonat/Treffen) färbt meine Laune von bunt in ein dunkles Lila, wie man es von der Himmelsfärbung bei drohenden Gewittern her kennt. Diese Gewitter spielen sich dann zwar mehr in mir drin ab, denn keiner kann was für meine Engstirnigkeit in diesen Dingen, schon gar nicht unbeteiligte Dritte. Stil und nachdenklich, im Ansatz angefressen harre ich dann der Dinge, die dann schlussendlich nicht kommen, wage es im Gegenzug dann aber auch nicht, etwas anderes in Angriff zu nehmen, es könnte ja sein.....um mir dann ggf. nachsagen zu lassen „ja wie jetzt, bin doch da, wieso biste jetzt da und da? Pah – jetzt nicht mehr!“
Vielleicht ist es einfach nur die Tatsache, das ich mir ungern den Zeitstempel und die Zeitrechnung meines Gegenübers aufdrücken lasse. Vielleicht denke ich zu egoistisch in diesen Dingen, setze mein Maß an Zuverlässig- und Pünktlichkeit an und vergesse, das gerade diese Dinge da doch sehr facettenreich in der Möglichkeit der Umsetzung sein können (Straßenverkehr, Termine, andere Baustellen im Kopf) Vielleicht steht mir auch hier wieder mein eigener Perfektionismus absolut im Weg (bloß pünktlich sein, bloß anrufen, wenn ich anrufen wollte, bloß nicht die Zeit anderer Leute verschwenden)
Zeit ist nun mal, wie schon mal erwähnt, ein unsagbar wichtiger Faktor meines Lebens. Ich habe nur dieses eine Leben, und lebe es gern. Und gerade wohl deswegen selektiere ich so enorm stark bei Menschen, die diese mit mir teilen und Momente, die diesen Faktor „fressen“ Wenn Zeit weg, dann weg. Da kommt keiner über die Laderampe und setzt ne neue Palette Lebenszeit ab.
Vielleicht möchte ich einfach auch nur nicht wertvolle Zeit mit wertvollen Menschen verlieren oder einschränken müssen.
Klingt besser nicht?
Montag, 20. Dezember 2010
Stimmungen
Ich habe keine Ahnung warum, ich habe auch nie ne Ahnung, woher das kommt, oder auch wie ich es beschreiben soll. Aber es gibt Tage, oder auch nur kurze Momente, da habe ich das Gefühl, das es Menschen aus meinem Dunstkreis gibt, denen es in diesem Moment nicht so wirklich gut geht. Sie gestresst sind, selbst feststecken in Gedankengewöll, Kummer haben oder Ärger. Wenn Menschen, mit genau diesen Problemen zum Beispiel den Raum betreten, in dem ich mich aufhalte, zum Beispiel mein Büro, spüre ich schnell, wenn was im Argen liegt. Es ist ne "Kälte" die sich breit macht.
Das sind die Tage, an denen mein Kopf dann feststeckt. Oft bewahrheitet es sich recht zeitnah, wer es ist, dem es grad so geht. Wenn er eben nicht gerade physisch für mich greifbar ist.
Es sind Nächte, in denen ich wach werde und weiss nicht warum, wach liege und schwer wieder einschlafen kann, es mir selbst aber im Grunde gut geht, Tage, in denen ich in manchen Momenten gedankenverloren ohne besonderen Grund ein schlechtes Gefühl habe und dann am liebsten all meine "Lieben" fragen würde, ob sie ok sind. Aber man wird ja dann irgendwann, minimum, von mind. 99% der Menschen für paranoid gehalten, und für blöde, wenn man dann genau diesem Menschen, der sich plötzlich offenbart sagt "ich hatte da so ein Gefühl".
So sitze ich hier, heute im Besonderen, mit einem Gefühl des Druckes im Magen....nicht genau wissend, wo ist es begründet. Schön ist das nicht´, aber, wie leider oft bewiesen, sehr selten ohne Grund.
Die Antwort bleibt mir leider noch verwehrt, aber vielleicht ist es eine der wenigen Momente, wo es unbegründet ist.
Das sind die Tage, an denen mein Kopf dann feststeckt. Oft bewahrheitet es sich recht zeitnah, wer es ist, dem es grad so geht. Wenn er eben nicht gerade physisch für mich greifbar ist.
Es sind Nächte, in denen ich wach werde und weiss nicht warum, wach liege und schwer wieder einschlafen kann, es mir selbst aber im Grunde gut geht, Tage, in denen ich in manchen Momenten gedankenverloren ohne besonderen Grund ein schlechtes Gefühl habe und dann am liebsten all meine "Lieben" fragen würde, ob sie ok sind. Aber man wird ja dann irgendwann, minimum, von mind. 99% der Menschen für paranoid gehalten, und für blöde, wenn man dann genau diesem Menschen, der sich plötzlich offenbart sagt "ich hatte da so ein Gefühl".
So sitze ich hier, heute im Besonderen, mit einem Gefühl des Druckes im Magen....nicht genau wissend, wo ist es begründet. Schön ist das nicht´, aber, wie leider oft bewiesen, sehr selten ohne Grund.
Die Antwort bleibt mir leider noch verwehrt, aber vielleicht ist es eine der wenigen Momente, wo es unbegründet ist.
Donnerstag, 16. Dezember 2010
"Asi-Reihe"
Als ich heute früh, sehr sehr früh, das Haus verließ, um mich via Bus auf den Weg zur Arbeit zu machen (ich warte jetzt noch auf den angesagten Todes-Blizzard, in welchem ich nicht mit dem Bike von einem rutschenden 40-Tonner ohne Winterreifen getötet werden wollte), wars nen komisches Gefühl.
Man betritt augenscheinlich einen Bus, in welchem mutmaßlich jeden Morgen die gleichen Menschen sitzen. Nämlich eben diese, welche eben jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit fahren. Man fühlt sich „gesehen“, als Neuling „erkannt“, angeschaut und gemustert. Ist das so? Denn im Grunde, drüber nachgedacht, dürfte es allen piepegal gewesen sein (vor allem um diese Uhrzeit), ob da nun an der Haltestelle 1 oder 2 Personen zusteigen. Dazu unterstelle ich dem Menschen ansich schon gar nicht soviel Aufmerksamkeit für Menschen und Situationen. Sind ja nicht alle so grenzauthistisch wie ich veranlagt, die jedes anders liegende Staubkorn auf dem Schreibtisch gleich als "Ha, das lag gestern aber 2 cm weiter links" erkennt.
Ich fühlte mich somit also bei Betreten des Busses erkannt, beobachtet und gemustert und suchte einen Platz.
Da war so ein „neue Klasse-Feeling“. Man komm neu in eine bestehende Gemeinschaft und bekommt scheinbar erst einmal das Gefühl vermittelt „Setz Dich bloß nicht hierher, such Dir nen anderen Platz“
So tapert man tatsächlich bis ganz ans Ende des Gelenk-Busses und nimmt in der „Asi-Reihe“ ganz hinten Platz (zur Erklärung....früher hieß es bei uns Kiddies Asi Reihe, weil hinten eben immer die ganzen Gestörten saßen, die die Sitze aufschlitzten und den 4cm Edding schwangen) Mama sagte immer, sitze nah beim Busfahrer, dann passiert Dir nix. Ja ja!
Aber sollte man sich stattdessen einfach neben einen Menschen der „eingeschworenen Bus-Truppe“ setzen? Auf die Gefahr hin, das gleich an der nächsten Haltestelle die Kollegin der Sitznachbarin auf ihren offensichtlich durch nen Fremdling belegten Sitzplatz stiert und einen mit bösen Blicken straft? Morgens um halb 6?
Nein, das tun wir nicht und wollen das auch nicht!
Also Asi-Sitzreihe hinten!
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Faces
In der letzten Zeit erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich eine alte Angewohnheit von mir, nämlich die, des Menschen beobachtens (sei es im Cafe, in einer Discothek, Bar, sonstwo) perfektioniere.
Ich wende es sogar an, wenn ich mich selbst nicht statisch aufhalte, sondern spazieren gehe, auf dem Rad bin, im Auto, laufend, beim Einkaufen, an der Kasse....Gut, im Straßenverkehr wird’s manchmal heikel, aber irgendwas ist ja immer.
Speziell jetzt in der dunklen Jahrezeit und mit abnehmender guter Wetterneigung „neigen“ sich auch die Gesichtszüge der Mitmenschen. Ich glaube, ich habe in den letzten paar Wochen selten so viele scheinbar schlecht gelaunte Mensche gesehen. Und soll ich mal was sagen? Es gruselt mich zunehmend.
Unzufriedenheit gruselte mich schon immer, ist doch jeder immer und fast zu jeder Zeit in der Lage, an einer Situation dergestalt mitzuarbeiten, das es einem zumindest ein wenig besser gehen kann.
Nur was für eine Unzufriedenheit ist das. Die innere, der Missklang in sich selbst, oder die der äußeren Einflüsse. Und wie weit wirkt das eine auf das andere ein?
Ich kenne das Gefühl der Unzufriedenheit zu gut. Aber es hat, in meinem Fall, oft immer nur eine einzige Ursache, nämlich den Gedanken in sich vereint, nicht „genug“ zu sein. Nicht allem und jedem genug gerecht und der Situation ausreichend genüge zu tun. Brechen wir es auf den Hang zum Perfektionismus runter. Selten war ich mit schnöden Dingen wie zuwenig Geld, zu wenig super schlank, zu wenig teure Klamotten oder zu wenig Sozialleben unzufrieden. In diesen Dingen bin ich vielleicht sogar relativ im Einklang. Es sind Dinge, die ich ändern kann, 2. Job, noch mehr Kohle, noch mehr Sachen. Noch mehr Sport, weniger Süsskram, mehr rausgehen...
Aber der Perfektionismus? Was braucht er? Zeit, in erster Linie braucht er Zeit. Menschen brauchen Zeit, kümmern braucht Zeit....hier kommen wir zum Kernproblem. Der scheiß Tag hat nur 24 Stunden und ich schlaf doch zu gern und muss nen bisschen Geld verdienen.
Ich bin wirklich selten schlecht gelaunt. Also dieses typische lange Gesicht, rotzige Reaktionen, laut werden. Ich bin aber auch kein Clown, der sich die Maske je nach Gemütszustand zurecht schneidet, um ja sofort als „gut drauf“ oder „schlecht drauf“ erkannt zu werden. Ich mag es eher wenn man mich unbeeindruckt fragt „Hey....wie geht’s Dir?“ und nicht „Hey...wasn los?“
Nennt man das Pokerface? Wie auch immer man das nennt. Der große Vorteil dieses Pokerfaces ist schlechtweg der, das man sehr selten bei seinen Gedankengängen gestört wird. Denn es gibt, !Achtung Ironie“, sehr wenige Menschen, die ehrlich von einem wissen möchten, wie es einem gerade geht. So kann man seine Neurosen, seine Melancholie, vielleicht auch Trauer und Wut schon für sich allein ausleben. Ohne gleich von Menschen, wie mir, in Augenschein genommen zu werden.
Nur morgens nach dem Aufstehen und Abends vorm zubettgehen, schaue ich selbst in dieses "Face" und stelle fest, das ich vielleicht doch noch zu den zufriedeneren Menschen gehöre, die, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, doch im Grunde sehr viel Glück im Leben hatten bis heute. Ein gesundes Kind, eigene Unversehrtheit, ein Job, ein Dach über dem Kopf und das Wissen, das dies schon weitaus mehr ist, als andere Menschen für sich beanspruchen dürfen und auch können. Ich nenne es Demut vor der eigenen Existenz und etwas eigenen Stolz für das Erreichte bis heute.
Da darf man sich vor der Menschheit, die einem so tagtäglich ins "Gesicht rennt" schonmal gruseln.
Dienstag, 14. Dezember 2010
Musik
Wer mich länger kennt weiss, mich gibts nicht ohne Musik. Der Ipod ist die beste Erfindung seit dem Kaffeevollautomaten und ich gehe ohne diesen auch nicht aus dem Haus.
Mein Musik-Fetisch begann schon sehr früh, in der Schulzeit bestand ich auf einen Radiowecker, einen schickes Sony Casetten Walkmann Ding, nem Musik-Kanal im Kabel (also das gabs echt mal, das sind die Dinger, wo heute nur noch der Crazy Frog und der Schnuffelhase seine Klingeltöne verscheuert), es stapelten sich Kasetten über Kasetten aus dem Radio aufgenommen und heute die MP3´s auf meinem Lap. Durch diverse Rechnerabstürze habe ich gefühlte 200 GB an Musik schon vernichtet und mühsam wiederbeschafft, und wieder vernichtet.....
Musik ist mein Seelenheil, der Rettter bei Frust, Trauer, Wut und der Begleiter bei Freude und Spaß, Sport, Rad- und Autofahrten, im Büro, beim Aufwachen wie auch Einschlafen.....
Oft sind es die Texte....die eine Situation so trefflich in Ton auszudrücken wissen, was man gearde denkt, fühlt oder herausschreien will........
Hier ein paar meiner liebsten Lyrics im Auszug, ich verzichte auf die Vollständigkeit.....es sind Titel, die mein Leben vielleicht nicht prägen aber zumindest etwas darüber aussagen, wie ich die Welt und die Menschen in dieser betrachte oder empfinde: Die ich immer wieder höre, also so quasi meine random-Begleiter sind, mir helfen und mir zeigen, das ich mit diesen Gedanken auch nicht allein bin (denn da war auch wer anders.....der genau so geschrieben hat, wie ich es wohl hätte getan.....) Es gibt noch hunderte mehr, ich beschränk mich aber grad mal auf die letzten Jahre :-)
At the end of days, at the end of time
When the Sun burns out will any of this matter?
Who will be there to remember who we were?
Who will be there to know that any of this had meaning for us?
And in retrospect I'll say we've done no wrong
Who are we to judge what's right and what has purpose for us?
With designs upon ourselves to do no wrong
Running wild unaware of what might come of us
The Sun was born, so it shall die
So only shadows comfort me
I know in darkness I will find you giving up inside like me
Each day shall end as it begins
And though you're far away from me
I know in darkness I will find you giving up inside like me
**************
Ging es nach mir, sollten wir viel mehr aufeinander schauen. Wofür es alles zu geben lohnt ist ein großer Traum, ein einziger freundlicher Blick macht manchmal wieder alles gut, ein guter Freund neuen Mut.
Denkst du denn da genauso, in etwa so wie ich?
Geht's dir da genauso? Wie geht's dir eigentlich?
Ging es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen, denn manchmal fehlt es uns schon sehr an Gelassenheit, an Vertrauen. Die kleinen Dinge machen es schön, auch wenn sie schnell vergehen. Es ist gut, Menschen lachen zu sehen.
**************
Weil ein Monster vor dir steht
Dir bedrohlich in die Augen sieht
Bist du lieber still
Weil jeder dir erzählt
Wer du bist und was dir fehlt
vergisst du was du sagen willst
***************
Du trägst keine Uniform und bist nicht nummeriert
Du bist wie von Hand gemalt und nicht fotokopiert
Du kennst deine Schwächen und gestehst dir Fehler ein
Du bist kein perfekter Mensch und willst es auch nicht sein
Du passt in keine Form
Du passt in kein System
Bitte lass dich nicht verdrehen
Und lass dir nichts erzählen
***************
Du siehst mich fragend an, mein Freund.
Dein Lachen wirkt verkehrt, mein Freund,
weil Du nicht anders kannst, mein Freund,
weil Du es so wählst.
Der gute alte Tanz, mein Freund,
mit Vorsicht zu genießen, mein Freund,
wer sich im Kreise dreht, mein Freund,
ja der hat es so gewählt.
***************
I've been wasting all my time
With the devil in the details.
I've got no energy to fight.
He's a fucking pal o'mine,
That devil in the details.
And he's fixing up to take a bite.
I don't see the point in trying,
I got the devil in the details.
He's gonna teach me wrong from right.
That fucking pal o'mine,
The devil in the details.
Well, I'm gonna dance with him tonight.
****************
Neugierige dürfen gern googlen und anhören.......
Mein Musik-Fetisch begann schon sehr früh, in der Schulzeit bestand ich auf einen Radiowecker, einen schickes Sony Casetten Walkmann Ding, nem Musik-Kanal im Kabel (also das gabs echt mal, das sind die Dinger, wo heute nur noch der Crazy Frog und der Schnuffelhase seine Klingeltöne verscheuert), es stapelten sich Kasetten über Kasetten aus dem Radio aufgenommen und heute die MP3´s auf meinem Lap. Durch diverse Rechnerabstürze habe ich gefühlte 200 GB an Musik schon vernichtet und mühsam wiederbeschafft, und wieder vernichtet.....
Musik ist mein Seelenheil, der Rettter bei Frust, Trauer, Wut und der Begleiter bei Freude und Spaß, Sport, Rad- und Autofahrten, im Büro, beim Aufwachen wie auch Einschlafen.....
Oft sind es die Texte....die eine Situation so trefflich in Ton auszudrücken wissen, was man gearde denkt, fühlt oder herausschreien will........
Hier ein paar meiner liebsten Lyrics im Auszug, ich verzichte auf die Vollständigkeit.....es sind Titel, die mein Leben vielleicht nicht prägen aber zumindest etwas darüber aussagen, wie ich die Welt und die Menschen in dieser betrachte oder empfinde: Die ich immer wieder höre, also so quasi meine random-Begleiter sind, mir helfen und mir zeigen, das ich mit diesen Gedanken auch nicht allein bin (denn da war auch wer anders.....der genau so geschrieben hat, wie ich es wohl hätte getan.....) Es gibt noch hunderte mehr, ich beschränk mich aber grad mal auf die letzten Jahre :-)
At the end of days, at the end of time
When the Sun burns out will any of this matter?
Who will be there to remember who we were?
Who will be there to know that any of this had meaning for us?
And in retrospect I'll say we've done no wrong
Who are we to judge what's right and what has purpose for us?
With designs upon ourselves to do no wrong
Running wild unaware of what might come of us
The Sun was born, so it shall die
So only shadows comfort me
I know in darkness I will find you giving up inside like me
Each day shall end as it begins
And though you're far away from me
I know in darkness I will find you giving up inside like me
**************
Ging es nach mir, sollten wir viel mehr aufeinander schauen. Wofür es alles zu geben lohnt ist ein großer Traum, ein einziger freundlicher Blick macht manchmal wieder alles gut, ein guter Freund neuen Mut.
Denkst du denn da genauso, in etwa so wie ich?
Geht's dir da genauso? Wie geht's dir eigentlich?
Ging es nach mir, sollten wir wieder öfter in den Himmel schauen, denn manchmal fehlt es uns schon sehr an Gelassenheit, an Vertrauen. Die kleinen Dinge machen es schön, auch wenn sie schnell vergehen. Es ist gut, Menschen lachen zu sehen.
**************
Weil ein Monster vor dir steht
Dir bedrohlich in die Augen sieht
Bist du lieber still
Weil jeder dir erzählt
Wer du bist und was dir fehlt
vergisst du was du sagen willst
***************
Du trägst keine Uniform und bist nicht nummeriert
Du bist wie von Hand gemalt und nicht fotokopiert
Du kennst deine Schwächen und gestehst dir Fehler ein
Du bist kein perfekter Mensch und willst es auch nicht sein
Du passt in keine Form
Du passt in kein System
Bitte lass dich nicht verdrehen
Und lass dir nichts erzählen
***************
Du siehst mich fragend an, mein Freund.
Dein Lachen wirkt verkehrt, mein Freund,
weil Du nicht anders kannst, mein Freund,
weil Du es so wählst.
Der gute alte Tanz, mein Freund,
mit Vorsicht zu genießen, mein Freund,
wer sich im Kreise dreht, mein Freund,
ja der hat es so gewählt.
***************
I've been wasting all my time
With the devil in the details.
I've got no energy to fight.
He's a fucking pal o'mine,
That devil in the details.
And he's fixing up to take a bite.
I don't see the point in trying,
I got the devil in the details.
He's gonna teach me wrong from right.
That fucking pal o'mine,
The devil in the details.
Well, I'm gonna dance with him tonight.
****************
Neugierige dürfen gern googlen und anhören.......
Substitutsleiden
Manchmal fangen Tage, so wie heute, anders als sonst an. Normalerweise sagt man von mir, das ich vor allem Morgens (also der Zeitraum zwischen 5:00 und 10:00) zu nix anderem fähig bin als Kaffee zu trinken und emotionslos meine Launigkeit unter Beweis zu stellen.
Diese traute Gewohnheit allerdings verschwand heute schnell durch die nicht vorhandene Hintertür (jedenfalls war sie plötzlich weg), als ich fast zeitgleich eine Mail erhielt, an deren Verfasser ich gerade den Gedanken verlor, ob er wohl gerade noch arbeite, während ich schon wieder aufstünde. Er erwähnte einmal den Umstand, das es ab und an mal sein könne, das er noch wach, während ich schon wieder wach sei.
Diese Mail war eine Antwort (war es eigentlich eine Antwort?) auf eine simple Frage von mir.
Es gibt Dinge, die fasse ich bewusst sehr kurz, wie Fragen eben, ich bin kein Mensch, der gern um einen heißen Brei rumlatscht. Ich mag das nicht. Zum einen gibt’s meist Missverständnisse zum anderen werd ich eher ausführlich, wenn es um die Erklärung meiner selbst oder um einen Gedankengang, der vielleicht mit „kurz-kurz“ nicht zu erläutern ist geht.
So musste ich auf seine Mail, die auf mich zerrissen wirkte, auch in aller Frühe antworten, aber nicht ohne das ich auf dem anschließenden Weg zur Arbeit unter Zuhilfenahme der Band VNV Nation noch einige Dinge im Kopf sortieren musste.
Übrig blieb das Wissen, das ich mit einer Sache immer noch schwer umgehen kann. Nämlich mit dem Wissen, oder dem Gefühl, das Menschen in einer Situation traurig sein können, in der ich eine Rolle spiele. Ich konnte bereits in der Kindheit sehr schwer damit umgehen, wenn Menschen traurig sind, suchte die Schuld schnell bei mir bzw. versuchte alles, um den Menschen neben mir aufzumuntern, wenn dies nicht gelang, zumindest für ihn da zu sein.
Ich selbst habe in der Kindheit selten Trost für irgendwas erfahren, das machte mich zu dem manchmal heute gefühlslosen Soziopathen, deren andere Seite nur sehr wenige Menschen kennen. Das ist nicht schlimm, ich find es auch manchmal recht angenehm, mit meiner Gefühlswelt allein zu sein. „Verschwende“ ich meine Energien dann wohl doch nur an die für mich wichtigen Menschen oder an welche, die es wirklich nötig haben. Kling gütig nicht?
Jedenfalls machte mich diese Mail sehr traurig, nicht, weil ich die Situation als traurig empfand, sondern seine Worte. Weil ich diesen Menschen sehr gern lachen höre und sehe, weil vor allem das Lachen das erste war, was mir nach einem sehr langen Telefonat als Erstes in Erinnerung blieb. Weil ich Menschen mag, die viel lachen, gern lachen, trotzdem aber auch in tieferen Sphären denken und sich mitteilen können. Das fehlt mir manchmal an mir, die Fähigkeit, dies zu trennen. Ich bin eher der stellenweise melancholische Typ, ohne aber wirklich traurig zu sein. Auch das können viele nicht trennen, Melancholie und Traurigkeit.
Nur diese Worte machten mich traurig, irgendwie, das wollte ich so nicht. Ich wollte nur eine einfache Frage beantwortet haben.....
Ich hoffe einfach, das meine Antwort hierauf in aller Früh, beim ersten Kaffee ohne Ton ein wenig Klarheit brachte, in welcher Blickrichtung ich mich bewege, mit welchen Gedanken und würde ihn gern in diese Richtung mitnehmen, wenn er es will. Wenn er es zulässt und es mit mir aufnehmen will J Als „Gefährte“ auf einem Weg, der ihm zwar im Kopf schon herumgeistert, aber noch keine Gestalt angenommen hat.
Denn ich möchte nicht, das Bedauern oder Traurigkeit das ist, was als Beigeschmack übrig und vielleicht auch zurückbleibt. Ich fände es sehr schade, denn ich glaube, es gibt eben zu wenige von DIR! J Und ich steh auf Unikate (Gruß auch an den Myrk, der weiß, was ich meine) und nicht auf in Förmchen gepresste 0815-Zombies.
Da bin auch gern mal Substituts-Traurig.
Und das musste getz als Gedanken während 24 Minuten Hinweg ins Büro auch schnell niedergeschrieben werden.
Daher das hier für Dich J, ich find der Enno hat das schon sehr gut beschrieben, auch was die Tage über und so....
Montag, 13. Dezember 2010
Sehenden Auges?
Stelle man sich folgendes Phänomen vor:
Man(n)/Frau weiss an und für sich, das manche Dínge direkt im Vorfeld zum Scheitern verurteilt sind, man eine bestimmte Sache besser einfach lässt, eine Frage besser nicht gestellt wird, weil man die Antwort kennt, und man sich anschließend ärgert, man etwas einfach nicht tut, weil man den Ausgang erahnt....
Und trotzdem treiben einen simple Dinge, die man gemeinhin "Erziehung" nennt zu Taten, über die man sich hinterher einfach nur aufregt, weil man nur ehrlich interessiert und nett sein wollte.
Die simple Frage nach mehreren Wochen "Ist alles in Ordnung mit Dir?", welche mit Nichtachtung, aus welchen Gründen auch immer, geahndet wird und erst nach 2!!!-tägigem Versatz und einem weiteren meinigen "Danke für die Antwort, ich wollte nur nett sein" mit einem Re: "Gut soweit und Dir?" quittiert wird. Und ja, besagter Mensch hat das Handy immer bei sich und ja, diese SMS ist auch durchgegangen.
Da fällt mir nur noch ein gepflegtes ".........." (setzt was für Euch sinnvolles ein) ein :-) Und ich merke wieder, das meine Erwartungshaltung an Menschen entweder unsagbar hoch oder meine Reizschwelle bei Unhöflichkeiten unsagbar niedrig angesiedelt ist.
Jedenfalls versaut mir so etwas ganz schnell die Laune und ich nehme mir, mal wieder vor, einfach weniger interessiert und nett zu sein, wenn einige daraus ein "strafe mal mit Nichtachtung" machen.
Man(n)/Frau weiss an und für sich, das manche Dínge direkt im Vorfeld zum Scheitern verurteilt sind, man eine bestimmte Sache besser einfach lässt, eine Frage besser nicht gestellt wird, weil man die Antwort kennt, und man sich anschließend ärgert, man etwas einfach nicht tut, weil man den Ausgang erahnt....
Und trotzdem treiben einen simple Dinge, die man gemeinhin "Erziehung" nennt zu Taten, über die man sich hinterher einfach nur aufregt, weil man nur ehrlich interessiert und nett sein wollte.
Die simple Frage nach mehreren Wochen "Ist alles in Ordnung mit Dir?", welche mit Nichtachtung, aus welchen Gründen auch immer, geahndet wird und erst nach 2!!!-tägigem Versatz und einem weiteren meinigen "Danke für die Antwort, ich wollte nur nett sein" mit einem Re: "Gut soweit und Dir?" quittiert wird. Und ja, besagter Mensch hat das Handy immer bei sich und ja, diese SMS ist auch durchgegangen.
Da fällt mir nur noch ein gepflegtes ".........." (setzt was für Euch sinnvolles ein) ein :-) Und ich merke wieder, das meine Erwartungshaltung an Menschen entweder unsagbar hoch oder meine Reizschwelle bei Unhöflichkeiten unsagbar niedrig angesiedelt ist.
Jedenfalls versaut mir so etwas ganz schnell die Laune und ich nehme mir, mal wieder vor, einfach weniger interessiert und nett zu sein, wenn einige daraus ein "strafe mal mit Nichtachtung" machen.
Sonntag, 12. Dezember 2010
12.12.
Mehr gibts fast nicht zu sagen zu diesem Tag, der mehr oder minder emotionslos an mir vorbeizieht. Gut, mein neues Rad hab ich abgeholt, echt schön, besser in Schuss als ich befürchtete, Kleinkram schon erledigt. Kleinezeuch bestellt. Aber sonst?
Sonst habe ich heute das Gefühl, etwas tun zu müssen, von dem ich nicht mal weiss, was es ist. Überlegungen werden angefangen, abgebrochen, Unternehmungen angedacht, nicht durchgeführt. Irgendwie isses heute so ein konsequent inkonsequenter Tag. Und eigentlich hasse ich diese Tage, die heute wohl hauptsächlich von dem gesteuert werden, was man gemeinhin als Träg-, Feig- oder Gewohnheit betitelt.
Und alle 3 Eigenheiten sind nicht meine.
Sonst habe ich heute das Gefühl, etwas tun zu müssen, von dem ich nicht mal weiss, was es ist. Überlegungen werden angefangen, abgebrochen, Unternehmungen angedacht, nicht durchgeführt. Irgendwie isses heute so ein konsequent inkonsequenter Tag. Und eigentlich hasse ich diese Tage, die heute wohl hauptsächlich von dem gesteuert werden, was man gemeinhin als Träg-, Feig- oder Gewohnheit betitelt.
Und alle 3 Eigenheiten sind nicht meine.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Überraschungen
Ich habe gestern wieder gemerkt, wie wenig ich eigentlich mit Überraschungen umgehen kann. Alles, was so abseits meiner Vorstellung von einer bestimmten Sache abläuft, versetzt mich in einen Zustand zwischen Sprachlosig- und Verlegenheit, gepaart mit der Befürchtung, meiner Freude nicht genug Ausdruck verleihen zu können.
Ich bin kein emotionsloser Mensch, auch wenn mir mal der Titel "Eiskaltes Miststück" verliehen wurde. Ich freu mich vielleicht nur anders, stiller :-). Ich glaub einfach, da saßen gestern einfach 2 "andere" Menschen an einem Tisch, hatten einen (ersten) schönen Abend und das war eine gute Idee.
Ich hoff, weil ich weiss, das dies auch vom "Betroffenen" gelesen wird, das er gemerkt hat, das ich mich sehr gefreut habe und es immer noch tu :-).....über was? Das wird den weiteren geneigten Lesern nicht verraten, weil das is "meins".
Ein sehr schönes Geschenk an einem Abend, der schneereich, grenzwertig chaotisch und mit nassen Füssen begann und einen, wie ich finde, sehr schönen Verlauf nahm (und schlußendlich eh viel zu kurz war). Und mit dem ich eben nicht gerechnet habe (und mich eigentlich immer noch frage, womit ich das verdient habe)
:-)
War mir ein Bedürfnis hier!
Ich bin kein emotionsloser Mensch, auch wenn mir mal der Titel "Eiskaltes Miststück" verliehen wurde. Ich freu mich vielleicht nur anders, stiller :-). Ich glaub einfach, da saßen gestern einfach 2 "andere" Menschen an einem Tisch, hatten einen (ersten) schönen Abend und das war eine gute Idee.
Ich hoff, weil ich weiss, das dies auch vom "Betroffenen" gelesen wird, das er gemerkt hat, das ich mich sehr gefreut habe und es immer noch tu :-).....über was? Das wird den weiteren geneigten Lesern nicht verraten, weil das is "meins".
Ein sehr schönes Geschenk an einem Abend, der schneereich, grenzwertig chaotisch und mit nassen Füssen begann und einen, wie ich finde, sehr schönen Verlauf nahm (und schlußendlich eh viel zu kurz war). Und mit dem ich eben nicht gerechnet habe (und mich eigentlich immer noch frage, womit ich das verdient habe)
:-)
War mir ein Bedürfnis hier!
Kreativität und Unfähigkeiten
Seit dem ich denken kann gibt es eine Sache, die mir, meines Erachtens, völlig abgeht. Schon immer schaute ich bewundernd bis neidisch auf selbstgebastelte Fimo-Türschilder, Knetmännchen anderer Kinder, bunte selbstgebastelte Masken zu Karneval und Laternen für den Maddin, von Omma toll verzierte Kekse....angucken, bewundern, haben wollen. Alles kein Problem. Ich war immer dankbare Abnehmerin von selbstgemachtem Zeugs und würdigte dies auch immer ausgiebig und demutsvoll. Was wohl in erster Linie daran liegt, das mir selbst Kreativität dergestalt völlig abgeht. Ich saß dann meist da, hatte all das Handwerkszeug vor mir liegen (Keksteig, Ausstechförmchen, Zuckerzeugs) und starrte Löcher in die Tischplatte, stach dann einfach irgendwann nur runde Kekse aus, legte sie aufs Blech und hatte keine Lust mehr. Später kaufte ich sie nur noch.
Schon im Kindergarten hatte ich das Problem, das meine gebastelte Laterne mit Sicherheit die schlimmste wurde. Nicht, weil ich keine Lust gehabt hätte, nein, weil mir die Umsetzung meiner schier endlosen Ideen für diese Laterne nicht gelang. Es sollte schön sein, praktikabel, farblich stimmig, bloß nicht schief und bitte perfekt. Himmelfahrtskommandos mit anschließender Frustration und dem Ergebnis einer lieblos hingeklatschten Laterne (wenn schon nicht perfekt dann wenigstens irgendwie fertig. Das war in der Schule immerhin für ne 4- gut.
Im Grunde bin ich ein Ästhet. Ich mag schöne Dinge, klare Dinge, gradlinige Dinge. Ich kann sie mir stundenlang ansehen, mich dran freuen. Ich mag ne schöne unauffällig kleine Blume am Wiesengeläuf genauso wie ein tolles Bild, vor dem ich mir stundenlang die Augen aus dem Kopf schauen kann, und immer wieder neue Details finde. Überhaupt bin ich sehr detailverliebt. Aber dies alles selbst „in die Hand zu nehmen“? Keine Chance. Ich hab es oft genug versucht, wollte was beginnen, wollte so sein wie die ganzen anderen Kreativen...MACHEN! Ich blieb immer in der Gedankenmaschine des „das wäre toll wenn das so oder so aussehen.....“
„Aber Du bist doch kreativ, Du kannst schreiben“ wurde mir noch gestern gesagt. Gut, das mag stimmen, aber es ist ja auch „nur“ eine andere Art der Kommunikation, wie sie auch die Kunst, das Handwerk oder sonstwas ist, aber irgendeine Synapsenreihe scheint da bei mir brach zu liegen. Ich kann nur schreiben, und selbst das nicht jeden Tag.
Trotzdem schaue ich immer voller Ehrfurcht auf die Menschen, die „das andere alles“ so einfach aus dem Kopf schütteln, und dies sogar visuell dem Plenum zur Huldigung darbieten können. Was zum anfassen, greifen, hinstellen und aufhängen und bin nen bisschen neidisch.
Meine gewollte Perfektion in manchen Dingen wurde mir, Gott sei Dank ein Stückweg ausgetrieben.
Eine Wohnung, die bunter und farblich auch wärmer wurde (gut, die Farbe rot geht immer noch nicht), Bilder, die nicht mehr symmetrisch rumhangen, keine doppelt oder vierfach gekauften Dinge wie Kerzenständer etc. weil 1 oder 3 Mist aussahen. Symmetrie musste her. Ein Bett hatte 2x2 Meter zu sein und nicht 1,80 mal 2. Punkt. Ich lernte Chaos. Selbst drei Kissen durften ins Bett und da bleiben sie auch, sogar andersfarbig.
Aber kreativer macht mich das alles auch nicht, nur weniger perfektionsgeil, was optische Gesichtspunkte angeht.
Hatte ich erwähnt, das ich auch ungern in Schwimmbäder gehe, weil ich manchmal einfach den Anblick unförmiger Menschen in gruselig anmutender Badebekleidung absolut abstoßend finde? Das ich Menschen erst mal nach dem äußeren Erscheinungsbild beurteile, wenn nicht absolut und sofort zu erkennen ist, das hinter der Hülle was extrem wertvolles steckt? Scheisse angezogen, schon mal ganz schlecht. Farblicher Amoklauf in den vielleicht schon netten Klamotten, Augenschmerzen und Ungemacht....
Sonntag, 5. Dezember 2010
Brillentage
Kurz vor der Sehbehinderung stehende Kontaktlinsenträger, wie ich es seit geraumer Zeit schon bin, kennen diese Brillentage. Andere nennen sie Pyjamatage oder Räuberziviltage.
Das sind einfach die Tage, an denen man seinen süßen, auch je nach Stimmungslage auch nicht so süssen Hintern einfach zu Hause lässt, spät aufsteht, lange Kaffee trinkt und wenn man noch Restmotivation für irgendwas verspürt, auch irgendwann mal aufsteht. Aber eben seinen Augen nen Tag Ruhe gönnt und Brille trägt, also nicht wirklich raus will. Weder auf ein Sportgerät, noch auf ein Sonstwas.
So ein Tag war heute. In der Endlos-Schleife des Albums von Enno Bunger auf dem Lap verloren machte ich einfach ma auf Hausfrazu (haha) und sogar nen Schrank von innen sauber. Man unterstellte mir, das wohl der Frühling vor der Tür stünde. Schnick Schnack. Aber ich empfinde meinerselbst heute als extrem ausgeglichen und friedliebend. Das ist selten, aber an solchen Tagen hab ich Bock auf Saubermachen/Aufräumen/Aufbruch? Was isses?! Man sagt ja auch, das äußere Ordnung nur innere Unruhe neutralisieren soll. Bin ich innerlich unruhig? Bewusst nicht. Weiß da wer mehr?
Darüber nachzudenken verschob ich auf den Abend. Der geneigte Leser fragt sich gerade "Boah, sie macht aber auch aus jeder Verhaltensweise ein Gedankendrama" Jo, isso, und nun? So what? :-)
Ich hab grad Bock....nur auf was. Veränderungen? Ich denke gerade darüber nach, mein Auto abzuschaffen...ist eh grad im Eimer, also die Batterie. Für einen praktischen Roller (wenns man regnet zur Arbeit) Wenn ich weiter wohin möchte, nehm ich eh meist Zug oder Flieger. Kind ist selbständig, und wenn ich Mercedes fahren will, bestell ich nen Taxi. Gut, es würde etwas schwerer werden mit dem Transport eines Rades und meiner selbst selbst zu diversen Rennveranstaltungen. Aber dann muss halt improvisiert oder um Mitnahme gebettelt werden.
Ach mal gucken!
Ich brauch was Neues....anderes! Aufbruch! Das Gefühl ist da, die Richtung unklar. Suche Inspiration derzeit und sauge sie förmlich auf, in welcher Form auch immer.
Aber nen Spiegelschrank, der nun auch von innen mal wieder sauber is, is doch auch schonmal was! Das passiert jetzt gleich auch noch meinem Kühlschrank, es ist ja noch früh.
Das sind einfach die Tage, an denen man seinen süßen, auch je nach Stimmungslage auch nicht so süssen Hintern einfach zu Hause lässt, spät aufsteht, lange Kaffee trinkt und wenn man noch Restmotivation für irgendwas verspürt, auch irgendwann mal aufsteht. Aber eben seinen Augen nen Tag Ruhe gönnt und Brille trägt, also nicht wirklich raus will. Weder auf ein Sportgerät, noch auf ein Sonstwas.
So ein Tag war heute. In der Endlos-Schleife des Albums von Enno Bunger auf dem Lap verloren machte ich einfach ma auf Hausfrazu (haha) und sogar nen Schrank von innen sauber. Man unterstellte mir, das wohl der Frühling vor der Tür stünde. Schnick Schnack. Aber ich empfinde meinerselbst heute als extrem ausgeglichen und friedliebend. Das ist selten, aber an solchen Tagen hab ich Bock auf Saubermachen/Aufräumen/Aufbruch? Was isses?! Man sagt ja auch, das äußere Ordnung nur innere Unruhe neutralisieren soll. Bin ich innerlich unruhig? Bewusst nicht. Weiß da wer mehr?
Darüber nachzudenken verschob ich auf den Abend. Der geneigte Leser fragt sich gerade "Boah, sie macht aber auch aus jeder Verhaltensweise ein Gedankendrama" Jo, isso, und nun? So what? :-)
Ich hab grad Bock....nur auf was. Veränderungen? Ich denke gerade darüber nach, mein Auto abzuschaffen...ist eh grad im Eimer, also die Batterie. Für einen praktischen Roller (wenns man regnet zur Arbeit) Wenn ich weiter wohin möchte, nehm ich eh meist Zug oder Flieger. Kind ist selbständig, und wenn ich Mercedes fahren will, bestell ich nen Taxi. Gut, es würde etwas schwerer werden mit dem Transport eines Rades und meiner selbst selbst zu diversen Rennveranstaltungen. Aber dann muss halt improvisiert oder um Mitnahme gebettelt werden.
Ach mal gucken!
Ich brauch was Neues....anderes! Aufbruch! Das Gefühl ist da, die Richtung unklar. Suche Inspiration derzeit und sauge sie förmlich auf, in welcher Form auch immer.
Aber nen Spiegelschrank, der nun auch von innen mal wieder sauber is, is doch auch schonmal was! Das passiert jetzt gleich auch noch meinem Kühlschrank, es ist ja noch früh.
Freitag, 3. Dezember 2010
Inspirationen und Kopfkirmes
Heute ist so ein Tag, und das trotz eines Kopfschmerzes der Stufe "braucht kein Mensch", da spinnt mir wieder mehr als ein Gedanken durch den Kopf. Mehr heisst, fast zuviel, um sie direkt hier zu verarbeiten. "Buffer overflow" sozusagen. Themen wie Entscheidungen, Spontanität, zwischenmenschliche Ab- und -sonderlichkeiten, Zufälle....ganze Abhandlungen schwirren mir heute durch den Kopf, ausgelöst durch Inspiration in Form eines Telefonates der Marke "früher, zu Muttis Zeiten", hätt einen das in den Ruin getrieben"
Aber ein Thema ist schon vor diesem Telefonat vorherrschend als Kopfkirmes vorhanden gewesen. Ausgelöst durch eine Frage der Wahl eines Essen und in Beobachtung meiner Mitmenschen auf dem Radweg nach Hause.
Entscheidungen.
Ich war nie ein entscheidungsfreudiger Mensch. Dies scheinen auch andere Menschen nicht zu sein, dies äußert sich vielleicht einfach nur anders. Ein gutes Beispiel begegnet mir immer wieder auf Geh- oder auch Radwegen, die enger sind und ein Durchlass mehrerer altiver Teilnehmer am Sport- Fussgänger- und Wanderverkehr.
Schon mal mitgezählt? Man steuert auf einen Menschen zu. Wählt eine "Richtung", wenns denn gut läuft und kommt ohne nennenswerte Vorkommnisse aneinander vorbei, weil das Gegenüber eine Richtung vorgegeben bekommt.
Dann gibt es noch die Spezies, die wählen im Kopf links, treten nach rechts, um dann aber mit Sicherheit nochmal umzuschwenken. Körperliche, und auch geistige Flexibilität des Gegenüber ist da unabdingbar, sonst scheppert es. Ganz blöd, wenn der andere ein Rad unter sich führt.
Bei Dinge, die mir vorn vornherein klar und plausibel (wähle oder es tut weh) sind, funktioniert das bei mir ohne Probleme. Ich wähl ne Richtung, treff ne Entscheidung, und Schluss. In destruktiven Beziehungsmustern, im Strassenverkehr, im Umgang mit den Menschen, die einen Halt an mir suchen. Ich gebe Ihnen die Möglichkeit, sich auf mich verlassen zu können, wenn ich denn eine Entscheidung getroffen habe. Das ist so, das bleibt dann so, und danach kann man sich richten. Nichts hasse ich mehr als Menschen, die in Ihren Entscheidungen schwammig sind, Absprachen nicht einhalten, sprich, auf die keinerlei Verlass sein kann, weil man immer damit rechnen muss, das er seine Richtung ändert. Diese Menschen machen mich krank und diese Menschen halte ich auch so gut es geht von mir fern.
Aber auch ich erwische mich immer wieder dabei, das ich Entscheidungen manchmal nicht treffen kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist "Essen gehen" oder "Gebe mir die Möglickeit, zwischen mehreren Optionen wählen zu können, dann fängt das abwägen an", und damit meine ich eine völlig anstrengende Art des Abwägens von Für und Wider, Kosten und Nutzen, Zip und Zap. Kinoeinladung ohne Programmvorgabe? Grauenhaft, ich überlege, wo lohnt das Geld und die Zeit, was ist heute für ne Stimmung, will ich Drama, will ich Krieg, will ich Psycho und wenn ja warum? Oder "Komm, wir fahren raus"....ja wohin? "Hm" "An den See, in den Wald, ans Meer?" Denkmaschine an: Was passt besser zu dem Tag, was würde mehr Spass machen, der lange Weg ans Meer (Zeitverlust), ab an den See (und wenn da grad nen Haufen komsicher Leute sind?), in den Wald (hm und dann.....ok spazieren....is das was zu Essen inner Nähe). All diese Frage werden dann bei mir aufgeworfen und jeder ist gut beraten zu sagen: "Puppe, Bock auf Meer?" "Jo" "Dann los"
Von daher mag ich kleine Spiesekarten mit wenig aber dafür leckerer Auswahl, kleine Klamottenläden, klein klein in Allem. Ich denke selten in großen Dimensionen, denn diese überfordern mich. Wartet doch hinter jeder Möglichkeit etwas anderes, wie will man da entscheiden? Da darf gern für mich entschieden werden, mir bleibt die Wahlmöglichkeit zwischen "Ja und Nein" das ist überschaubar und entrspricht eher meinem eher komprommisslosen Wesen und meiner s/w Färbung in der Denke. "Tun und Lassen und die Konsequenzen tragen" ist ein Spruch, den ich mir täglich in Erinnerung rufe. Das macht mich nen Stückweg zu einem Gewohnheitstier (immer gleiches Essen beim Stammitaliener). Gewohnheiten geben mir Sicherheiten, Verlass (es schmeckt halt immer) und Ruhe. Und hier schließt sich der Kreis, was Menschen angeht.
Entscheide ich mich für einen Menschen (für welche Form der Interaktion auch immer), sehe ich in ihm schon eine gewisse Sicherheit für mich, ich weiss, woran ich bin, ich sorge mich nicht mehr um "Richtig oder Falsch" und ich weiss, was mich erwartet. Sprunghafte Menschen werden es wohl nie schaffen, bei mir Vertrauen aufzubauen. Dieser "Einlass" ist genauso eine wichtige Entscheidung für mich wie Auswahl des Essens in einem Restaurant, nur treffe ich Entscheidungen zu Menschen entweder aus dem Bauch heraus, oder weils offensichtlich nur eine einzige Wahlmöglichkeit gibt, und andere manchmal einfach nur unter Zugzwang ("wir haben Hunger Frau, mach hin, ok ich nehm wie immer....)
Aber ein Thema ist schon vor diesem Telefonat vorherrschend als Kopfkirmes vorhanden gewesen. Ausgelöst durch eine Frage der Wahl eines Essen und in Beobachtung meiner Mitmenschen auf dem Radweg nach Hause.
Entscheidungen.
Ich war nie ein entscheidungsfreudiger Mensch. Dies scheinen auch andere Menschen nicht zu sein, dies äußert sich vielleicht einfach nur anders. Ein gutes Beispiel begegnet mir immer wieder auf Geh- oder auch Radwegen, die enger sind und ein Durchlass mehrerer altiver Teilnehmer am Sport- Fussgänger- und Wanderverkehr.
Schon mal mitgezählt? Man steuert auf einen Menschen zu. Wählt eine "Richtung", wenns denn gut läuft und kommt ohne nennenswerte Vorkommnisse aneinander vorbei, weil das Gegenüber eine Richtung vorgegeben bekommt.
Dann gibt es noch die Spezies, die wählen im Kopf links, treten nach rechts, um dann aber mit Sicherheit nochmal umzuschwenken. Körperliche, und auch geistige Flexibilität des Gegenüber ist da unabdingbar, sonst scheppert es. Ganz blöd, wenn der andere ein Rad unter sich führt.
Bei Dinge, die mir vorn vornherein klar und plausibel (wähle oder es tut weh) sind, funktioniert das bei mir ohne Probleme. Ich wähl ne Richtung, treff ne Entscheidung, und Schluss. In destruktiven Beziehungsmustern, im Strassenverkehr, im Umgang mit den Menschen, die einen Halt an mir suchen. Ich gebe Ihnen die Möglichkeit, sich auf mich verlassen zu können, wenn ich denn eine Entscheidung getroffen habe. Das ist so, das bleibt dann so, und danach kann man sich richten. Nichts hasse ich mehr als Menschen, die in Ihren Entscheidungen schwammig sind, Absprachen nicht einhalten, sprich, auf die keinerlei Verlass sein kann, weil man immer damit rechnen muss, das er seine Richtung ändert. Diese Menschen machen mich krank und diese Menschen halte ich auch so gut es geht von mir fern.
Aber auch ich erwische mich immer wieder dabei, das ich Entscheidungen manchmal nicht treffen kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist "Essen gehen" oder "Gebe mir die Möglickeit, zwischen mehreren Optionen wählen zu können, dann fängt das abwägen an", und damit meine ich eine völlig anstrengende Art des Abwägens von Für und Wider, Kosten und Nutzen, Zip und Zap. Kinoeinladung ohne Programmvorgabe? Grauenhaft, ich überlege, wo lohnt das Geld und die Zeit, was ist heute für ne Stimmung, will ich Drama, will ich Krieg, will ich Psycho und wenn ja warum? Oder "Komm, wir fahren raus"....ja wohin? "Hm" "An den See, in den Wald, ans Meer?" Denkmaschine an: Was passt besser zu dem Tag, was würde mehr Spass machen, der lange Weg ans Meer (Zeitverlust), ab an den See (und wenn da grad nen Haufen komsicher Leute sind?), in den Wald (hm und dann.....ok spazieren....is das was zu Essen inner Nähe). All diese Frage werden dann bei mir aufgeworfen und jeder ist gut beraten zu sagen: "Puppe, Bock auf Meer?" "Jo" "Dann los"
Von daher mag ich kleine Spiesekarten mit wenig aber dafür leckerer Auswahl, kleine Klamottenläden, klein klein in Allem. Ich denke selten in großen Dimensionen, denn diese überfordern mich. Wartet doch hinter jeder Möglichkeit etwas anderes, wie will man da entscheiden? Da darf gern für mich entschieden werden, mir bleibt die Wahlmöglichkeit zwischen "Ja und Nein" das ist überschaubar und entrspricht eher meinem eher komprommisslosen Wesen und meiner s/w Färbung in der Denke. "Tun und Lassen und die Konsequenzen tragen" ist ein Spruch, den ich mir täglich in Erinnerung rufe. Das macht mich nen Stückweg zu einem Gewohnheitstier (immer gleiches Essen beim Stammitaliener). Gewohnheiten geben mir Sicherheiten, Verlass (es schmeckt halt immer) und Ruhe. Und hier schließt sich der Kreis, was Menschen angeht.
Entscheide ich mich für einen Menschen (für welche Form der Interaktion auch immer), sehe ich in ihm schon eine gewisse Sicherheit für mich, ich weiss, woran ich bin, ich sorge mich nicht mehr um "Richtig oder Falsch" und ich weiss, was mich erwartet. Sprunghafte Menschen werden es wohl nie schaffen, bei mir Vertrauen aufzubauen. Dieser "Einlass" ist genauso eine wichtige Entscheidung für mich wie Auswahl des Essens in einem Restaurant, nur treffe ich Entscheidungen zu Menschen entweder aus dem Bauch heraus, oder weils offensichtlich nur eine einzige Wahlmöglichkeit gibt, und andere manchmal einfach nur unter Zugzwang ("wir haben Hunger Frau, mach hin, ok ich nehm wie immer....)
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