Dienstag, 16. November 2010

Warum nen Blog und warum heute!

Es gibt so Tage, da wacht man Nachts auf (in meinem Fall war dies um 3:10 Uhr) und denkt sich, es muss sich was ändern. Es wird sich was ändern. Ballast wird fliegen müssen, sonst wirds finster in allen Belangen.

Es flog, um 3:15, der erste Ballast ab, ne Entscheidung wurde getroffen, diese neumodisch via SMS mitgeteilt, aber geschlafen wurde danach auch nicht mehr. Denn es war eine für mich endgültige Entscheidung.

Ich fuhr, weil mir danach war, dann um 5:15 mit dem Bike zur Arbeit, da ich danach auch direkt weiter wollte. Mein Bike und ich standen auf Kriegsfuss. Seit Wochen. Krankheiten, seelischer Mistdreck, das volle Programm. Auch das musste sich ändern. Das klappt in der Regel bei mir dann nur mit "Konfrontation". Knappe 650 zum Teil schmerzhafte HM waren es am Ende bei 17 km .-) Aber ich fühlte wieder so etwas wie Freiheit. Glück. Schwarz ;-)

Denn ich kam mit dem heutigen Tage das erste Mal seit Wochen mit einem Grinsen nach dem ersten Anstieg an. Lags am nächtlich abgeworfenen Ballast, der mich seit Wochen weder durchgängig schlafen liess noch sonderlich weiterbrachte? Möglich. Mein Rad sprach wieder mit mir und ich mit ihm, auf den Wanderwegen A8 bis sonstwo unterwegs dachte ich an meinen Freund Markus (gucksu rechts in meiner Blogliste). Er, der immer in den letzten Monaten im Kopf präsent war, mir das Wissen hinterliess, in ihm einen Ansprechpartner und Freund zu haben, wenn ich mal wieder nicht wusste, wohin mit dem ganze Dreck. Er, der geduldig wartete, bis von mir wieder nen Lebenszeichen kam, und niemals bemängelte, das es mehr oder minder manchmal wenig bis auch mal gar nicht kam. Der Typ hat übrigens den 35. und auch nun 36. Geburtstag  mit mir verbracht, wenn auch jeweils nur für ein paar Stunden. Bei lustigen Dingen wie Bäumchen pflanzen (2009) und beim Schmieden (2010)

Und ich dachte an seinen Blog, der mich zwar hin und wieder mit meinem Schulenglisch "a little bit" überforderte, ich ihn aber regelmässig lese und seine Gedanken einfach als Inspiration sehe. Und dachte daran....lass ihn, und vielleicht auch ein paar andere an meinen manchmal doch sehr komischen Gedankenfetzen teilhaben.

Philipp Poisel - Für keine Kohle dieser Welt

Ihm möchte ich diesen Song mehr oder minder widmen....wenn er sich vielleicht doch mal wieder fragt....warum rührt sie sich nicht, was is da los, und weil es der Song war, der mir heute Nacht um 3:00 Uhr durch den Kopf ging und meinen Entschluss, einen Menschen aus meinem Leben zu streichen (wieder einmal) maßgeblich beeinflusste.

Philipp Poisel halte ich überhaupt für das Größte, was in den letzten Jahren auf den doch
oft sehr fragwürdigen Musikmarkt gewürfelt wurde.

Und plötzlich fühlte sie sich freier, heute auf dem Rad und gerade vor der Tastatur!

1 Kommentar:

  1. Ich werd ja ganz rot, Du lieber Mensch! Das Vergnügen ist ganz meinerseits.;-)

    Du bist komplett wahnsinnig, seelisch vernarbt, ein totaler Freak und ein schwieriger Mitarbeiter;-)... und Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden. Denn Du bist kompromisslos ehrlich, Du taktierst nicht, Du bist stark genug, die Wahrheit zu sagen. What you see is what you get. Wenn Du Ja sagst, meinst Du das genauso wie wenn Du Nein sagst. Du hast Werte, wie sie heute so selten geworden sind.

    Und wenn Du der Ansicht bist, dass ich zu Dir stehe, dann hast Du insofern Recht, als ich das versucht habe, und wenn es ein bißchen gelungen ist, wie ich lese, dann freut mich das.

    Denn das ist ja dasselbe, was auch Du tust.

    AntwortenLöschen