Jeder kennt wohl die Situationen, von einem Menschen mit einem Kose- oder Zergewort genannt zu werden. Wie in Partnerschaften oft die Betitelung "Schatzi" "Maus" "Hase" und sonstiges plüschiges Getier vorherrscht, gehts auf beziehungsunabhängiger Basis oft anders ab. "Vogel" "Spinner" "Kasper" oder auch "Fräulein" oder "Uschi". Klingt alles nicht so prall, ist aber oftmals nicht weniger liebevoll gemeint, und wenn nicht liebevoll, dann zumindet freundlich gesonnen.
Trotzdem mag mancher es nicht, sei es, weil der gerade "Angetraute" seine Ex ebenfalls ganz bestimmt "Schahaaaaaaaaaaatz" genannt hat, man will ja was Besonderes sein, oder auch, weil man mit bestimmten Titeln, like "Uschi" im Grund ne Querverbindung in Richtung "Blonde dämliche dauergewellte Trulla" oder so ähnlich zieht. "Geh mal zu Uschi Haare schneiden....." Jo, kommt hin.
Trotzdem kann es vorkommen, das ein Mensch Dein Leben kreutz, aus dessen Mund man selbst diese Art von "Kosenamen" plötzlich gar nicht mehr so schlimm findet. Normalerweise gehe ich bei Fräulein die Wände hoch, bei Uschi fliegt bereits die buchstäbliche Kuh. Normalerweise. Nur handelt es sich bei dem Herren dieser Wortwahl um einen, in meinem Empfinden, sehr provokativen Zeitgenossen. Subtil provokativ, wenn andere Menschen drum herum sind, manchmal sehr provokativ, wenn Schriftwechsel "unter sich" folgt.
Derartig gelagerte zwischenmenschliche Angelegenheiten üben einen besonderen Reiz aus, hier findet sich wohl auch der Grund, warum er mich nunmehr im 2. Jahr "Uschi" nennen darf, ohne das er bis heute konsequent auf die schwarze Liste gesetzt wurde. So jährte sich numehr eine spannungsgeladene, mal mehr, mal weniger intensive Interaktion auf verschiedenen Ebenen. So wie ich mich auf seine oftmals schroffe Art eingelassen habe, ließ er sich auf meine oft verqueren Gedankengänge ein. Denn hinter der schroffen Art und Weise seh ich nen gutes Herz (im Grunde), welches der "Macker" in ihm sicherlich aber gern verstecken mag :) Der Herr preferiert "einfach", bekommen tut er von mir "kompliziert", aber obwol ich "einfach" und er, wie ich meine, "kompliziert" einfach gruselig findet, lässt man sich trotzdem aufeinander ein. Es ist dieses daraus sich ergebende "Feuerchen", das im Grunde immer leise vor sich hin flackert, wenn man sich denn mal sieht. Er ist neugierig und rotzfrech. Beides mag ich.
Ich beobachte ihn dann gern, die schönsten Augen diesseits von Hagen, in seinem Falle macht das den Reiz auch aus...denn niemand ahnt diese Verbindung, wird durch scheinbar belanglose Gespräche unter mehreren, auch mal besonders, wenn ein belangloser Satz für die Allgemeinheit gesprochen, vom anderen als "der war für dich und das weisst du" interpretiert wird. So genannte "Insider". Aufmerksam wie er ist (und er hat scheinbar auch das bessere Gedächtnis) wirds zur Kenntnis genommen und mit regungslosem Gesichtsausdruck honoriert, aber spätestens in der nächsten 1zu1 Situation zur Sprache gebracht.
Ein Spiel. Manchmal spiele ich sehr gern. Hat man einen adäquaten Mitspieler, umso lieber. Dann werde ich dieses Spiel auch nicht beenden, solange die Regeln von vornherein klar sind und vor allem nicht gebrochen werden.
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