Auf Seite 61 des Buches "So schön wie hier, kanns im Himmel gar nicht sein" dem Tagebuch Christoph Schliegensiefs, eindiktiert während seiner Krebserkrankung, steht ein Satz, der mir gerade ein paar Tränen laufen lässt, weil er genau das sagt, genau das beschreibt, was ich so vielen Menschen erklären will, es aber in einfachen Worten nie konnte, was meine beizeiten doch sehr nachdenkliche Ader angeht, und warum ich dieses für mich für so wichtig erachte, mich auch mal in Abgründe zu stürzen, die andere als belastend ansehen.
"Aber wenn man ernsthaft anfängt, über diese Statik in der Welt nachzudenken, dann wird das Leiden produktiv, dann wird das Leiden durch meine Gedanken aktiv. Ich habe nur schreckliche Angst vor dem Moment, wo das alles aufhört. Irgendwann gehen die Gedanken ja weg, das ist Leid. Ich möchte so lange wie möglich denken dürfen. Muss ich halt lernen, auf dem Sofa zu liegen und nichts anderes zu tun, als Gedanken zu denken"
Ein großer Mann, der viel, viel viel zu früh gehen musste.
So ist das wohl. Und vielleicht isses etwas bräsig, ständig zu sagen:
AntwortenLöschen"Dem kann ich nur beipflichten".
Aber: "Dem kann ich nur beipflichten."