Wenn man morgens um 4:45 brutal aus dem Schlaf, der obendrein vollgestopft mit den absurdesten Traumbildern war, gerissen wird, ist meine morgendliche Unfähigkeit, irgendetwas an Empfindungen aufzubringen nochmals potentiert. Normalerweise habe ich kein Problem damit, einfach aufzustehen, mein kopfmässiges Notprogramm laufen zu lassen, um nicht direkt mit vollster Überzeugung vor den nächsten Türrahmen zu laufen, heute Morgen schon. Blick aus dem Fenster. Schnee. Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich grad kotzen möchte. Erste Kaffeetasse segelt mit Zug aus dem Schrank auf den Fliesenboden, die erste Kontaktlinse 2 mal ins Waschbecken. Immer noch diese kranken Traumbilder im Kopf. Großes Kino. Fast den Bus verpasst (wen juckt das eigentlich, hab doch quasi freie Hand im Aufschlagen an meinem Arbeitsplatz), Schal vergessen, natürlich arschkalt. Schal liegt neben den Handschuhen, hauptsache Musik, Handy und mein Buch sind dabei. Einige Gesichter fehlen im Bus? Verpasst? Fliegende Kaffeetassen auch an anderen Schauplätzen?
6:20. Ich hole gerade meinen 2. Kaffeebecher aus der Teeküche, und stelle sie gefüllt neben den ersten bereits gefüllten auf meinen Schreibtisch. Großartig. Das wird wohl mein Tag. Ich spüre das genau Beide Becher sind selbstverständlich genauso schnell weg wie üblich.
Ich brauch grad mal nen Rettungsschirm, denn sonst seh ich diesen Tag den Bach runter gehen (oder Kollegen an meiner Bombenlaune scheitern). Das Wetter wird mir wohl heute nicht dabei helfen. Ich glaub, ich machs mir heute komfortabel. Frischer O-Saft fürs sonnige Gemüt, was Süsses für die Psyche, heute Mittag was fieses in den Bauch. Currywurst Pommes. Genau das ist es. Aber es ist erst 7:23.
Halten Sie durch!!!!
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