Im Umgang mit einigen Menschen habe ich oft, meist sogar von Anfang an, das Gefühl, das sie nicht 100% aufrichtig zu einem selbst sind.
Ich werte dies niemals direkt negativ, eigentlich werte ich das sogar sehr selten als solches, ist mir doch keiner Rechenschaft darüber schuldig, wie er sein Leben gestaltet. Ich würde mir zwar gern wünschen zu wissen, mit wem ich es eigentlich wirklich zu tun habe, bin da aber im Grunde, wie jeder andere auch, auf die "Mitarbeit" des Gegenübers angewiesen. Was mag er mir erzählen, was nicht, was hält er für notwendig, an Infos rauszulassen und welche lässt er lieber "hinten über fallen" Ich war und bin nie ein großer Frager gewesen. Was mich manchmal zu einem anstregenden ersten Gesprächspartner macht. Aber so ist sie immer gewesen.
Aber genau hier stellt sich für mich immer wieder die Frage: "Ist eine nicht gestellte Frage, und die darauf eben nicht gegebene Antwort noch aufrichtig?" oder anders ausgedrückt: "Muss man gewisse Dinge immer erst direkt in Ansprache bringen, bevor man eine Information bekommt, die vielleicht, in welchen Belangen auch immer, wichtig sein könnte für einen gegenseitigen Umgang?"
Manchmal, vor allem, wenn man mit diesen Menschen vielleicht auch gar keinen wirklichen Kontakt mehr hat, sorgen doch derartige Nachwehen dafür, das vielleicht von vornherein gemutmaßte Dinge wie "Familien- oder andere (Um-)stände" sich manifestieren.
Macht die Situation zwar im Grunde weder besser, noch schlechter, noch maßgeblich wichtiger für das eigene weitere Leben, sorgt allerdings für einen faden Nachgeschmack..
Aber warum ist das so? Warum wird vor allem im Umgang zwischen den Geschlechtern, nicht mit offenen Karten gespielt. Scheut man das Risiko? Ist es einfach Feigheit? Unbedarftheit? Böse oder weniger böse Absicht?
Ich werte es als nichts von alledem. Für mich bleibt es einfach schade, denn am Ende, wenn es denn raus kommt, macht es mich eher traurig.
Aber so ist das wohl auf meinem eigenen kleinen Planeten. Manche Dinge dringen nicht zu mir durch. Manche Fragen stelle ich auch einfach nicht, weil ich immer noch glaube, das mein Gegenüber es für so wichtig erachtet, das er es selbst tut.
So bleibt mir nur "Danke" zu sagen, ein ehrliches Danke für ein außergewöhnliches Wintererlebnis.
Allerdings nicht für Deinen lautlosen Rückzug zurück in Deine/Eure Welt.
Wir sehen uns... (denn es passiert immer 2x) Aber Du wirst die Gleiche wieder treffen, wie Du kennengelernt hast.
*lächel
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